Donald Trump: "Wir reagieren zwanzigmal härter" - Eskalation im Iran-Konflikt spitzt sich zu
Donald Trump droht Iran mit massiver Vergeltung wegen Straße von Hormus Bild: picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Erstellt von Mia Lada-Klein
10.03.2026 08.19
- Donald Trump droht Iran mit militärischer Reaktion bei Blockade der Straße von Hormus
- Ölpreise steigen auf über 100 Dollar – Sorge vor Folgen für Energiemarkt
- Iran nennt Trump "lügenden Präsidenten", weist US-Vorwürfe zurück
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran spitzen sich weiter zu. US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit drastischen Konsequenzen gedroht, sollte das Land den Öltransport durch die strategisch wichtige Straße von Hormus blockieren. Zugleich weist die iranische Führung die amerikanischen Vorwürfe scharf zurück und bezeichnet Trumps Aussagen als Lügen.
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Drohung von Donald Trump: "Zwanzigmal härter" reagieren
In einem Beitrag auf seinem Netzwerk Truth Social erklärte Trump, die USA würden im Falle einer Störung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus mit massiver militärischer Gewalt reagieren. Die Vereinigten Staaten würden den Iran "zwanzigmal härter" treffen als bisher, sollte Teheran versuchen, den Ölfluss durch die Meerenge zu stoppen.
Die Passage im Persischen Golf gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte wird über diese Route abgewickelt. Eine Blockade hätte daher unmittelbare Folgen für die internationalen Energiemärkte.
Trump drohte darüber hinaus mit der Zerstörung zahlreicher Ziele im Iran, die seiner Ansicht nach einen Wiederaufbau des Landes erschweren würden. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, dass es gar nicht erst zu einer solchen Eskalation komme.
Ölpreise steigen und erhöhen den Druck
Die Entwicklung auf dem Ölmarkt sorgt zusätzlich für Nervosität. Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl stieg zuletzt deutlich und überschritt zeitweise die Marke von 100 US-Dollar. Hintergrund sind Befürchtungen, dass der Konflikt im Nahen Osten den Transport von Energie massiv beeinträchtigen könnte. Trump betonte deshalb erneut, die USA würden nicht zulassen, dass ein "Terrorregime" die weltweite Ölversorgung gefährde. Um den Handel zu schützen, stellte Washington laut Präsident zudem politische Risikoversicherungen für Tanker in Aussicht. Auch militärische Begleitschiffe könnten eingesetzt werden, um Frachter durch die Meerenge zu eskortieren.
Donald Trump spricht von "kurzem Ausflug"
Nur wenige Tage nach Beginn der militärischen Auseinandersetzungen bezeichnete Trump den Konflikt als eine Art kurzen militärischen Einsatz. Bei einem Auftritt in Florida erklärte er, die Kämpfe könnten "sehr bald" beendet sein. Der Präsident behauptete außerdem, seit Ende Februar seien tausende Ziele im Iran getroffen worden. Das Raketenarsenal des Landes sei stark geschwächt, und auch Produktionsstätten für Drohnen würden systematisch angegriffen.
Trotz dieser Einschätzung stellte Trump klar, dass die USA ihre Operationen fortsetzen würden. Man habe zwar bereits große Fortschritte erzielt, doch der Konflikt sei noch nicht vollständig entschieden.
Teheran weist Vorwürfe von Donald Trump scharf zurück
Die iranische Führung reagierte umgehend auf Trumps Aussagen. Über die staatliche Nachrichtenagentur Fars erklärten Vertreter der Revolutionsgarden, der US-Präsident verbreite falsche Behauptungen über den Zustand der iranischen Streitkräfte. In der Stellungnahme wurde Trump als "lügender Präsident" bezeichnet, der versuche, den militärischen Druck auf die USA zu kaschieren. Teheran betonte, dass die eigenen Streitkräfte weiterhin handlungsfähig seien.
Machtwechsel im Iran verschärft die Lage
Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch einen politischen Umbruch im Iran. Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde dessen Sohn Mojtaba Khamenei als neuer oberster Führer bestätigt. Während in Teheran Anhänger des neuen Machthabers ihre Unterstützung demonstrierten, äußerte sich Trump skeptisch zu der Personalentscheidung. Aus seiner Sicht werde der Machtwechsel die bestehenden Probleme im Land eher verstärken als lösen.
Donald Trumps Telefonat mit Wladimir Putin über Nahost
Parallel zu den Entwicklungen im Nahen Osten telefonierte Trump "Express" zufolge auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dabei ging es nach Angaben aus Washington sowohl um den Konflikt im Iran als auch um den Krieg in der Ukraine. Trump erklärte, Putin habe angeboten, im Streit mit dem Iran eine vermittelnde Rolle zu übernehmen. Der US-Präsident entgegnete jedoch, hilfreicher wäre es aus seiner Sicht, wenn Russland zunächst den Ukraine-Krieg beenden würde.
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