Donald Trump: Iran-Konflikt eskaliert – Ex-Insider sieht großes Problem für den Präsidenten
Donald Trump: Iran-Konflikt wird zur Bewährungsprobe für den Präsidenten Bild: picture alliance/dpa/dpa Pool | Michael Kappeler
Von news.de-Redakteurin Mia Lada-Klein
05.03.2026 08.32
- USA und Israel greifen Ziele im Iran an, Teheran reagiert mit Vergeltungsschlägen
- Kritik aus Washington: Abgeordnete vermissen klare Strategie der Regierung
- Ex-Sicherheitsberater John Bolton warnt vor Trumps Entscheidungsstil in der Politik
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Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu. Nach massiven Militärschlägen der USA und Israels gegen Ziele im Iran wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Doch ausgerechnet innerhalb der politischen Elite in Washington werden Zweifel laut, ob die Strategie von Donald Trump langfristig funktionieren kann.
Ein ehemaliger Insider der US-Regierung sieht sogar ein strukturelles Problem im Vorgehen des Präsidenten, das die Gefahr eines Scheiterns deutlich erhöhen könnte.
Über 100 Ziele bombardiert: Militärschlag verschärft Konflikt
In den frühen Morgenstunden eines Samstags starteten US-amerikanische und israelische Streitkräfte eine gemeinsame Luftoffensive gegen mehr als hundert Ziele auf iranischem Gebiet. Die Attacke markierte eine neue Eskalationsstufe in dem ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Washington und Teheran.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der Iran griff nach den Angriffen mehrere Ziele in der Region an, darunter auch Einrichtungen in Nachbarstaaten. Berichten zufolge wurde zudem die US-Botschaft in Kuwait attackiert. Bei den Vergeltungsschlägen sollen am Wochenende sechs US-Bürger ums Leben gekommen sein.
Kritik aus Washington: Zweifel an Donald Trumps Strategie
Während Trump öffentlich erklärte, die Vereinigten Staaten würden die militärischen Maßnahmen so lange fortsetzen, bis ihre Ziele erreicht seien, wächst im US-Kongress die Skepsis. Mehrere Abgeordnete kritisieren, dass die Regierung bislang keine klar nachvollziehbare Begründung für die groß angelegte Operation geliefert habe.
Diese Unsicherheit sorgt auch innerhalb sicherheitspolitischer Kreise für Unruhe. Kritiker befürchten, dass ein langfristiger Plan für den Umgang mit dem Iran fehlen könnte.
Ex-Sicherheitsberater warnt vor Entscheidungsdefiziten bei Donald Trump
Besonders deutliche Worte fand der ehemalige nationale Sicherheitsberater John Bolton, der bereits während Trumps erster Amtszeit im Weißen Haus tätig war.
In einem Interview im Podcast der Medienplattform "The Daily Beast" äußerte er Zweifel daran, dass der Präsident die Konsequenzen der Militärschläge vollständig bedacht habe.
Seiner Einschätzung nach könnte vor allem der Entscheidungsstil Trumps zum Risiko werden. Bolton kritisierte, dass ein klar strukturierter Entscheidungsprozess fehle. Genau dieses Defizit könne im weiteren Verlauf des Konflikts zum Problem werden.
John Bolton erklärte zudem, dass Donald Trump seiner Ansicht nach internationale Politik stark über persönliche Beziehungen zu anderen Staatschefs interpretiere. Trump glaube beispielsweise, mit Wladimir Putin befreundet zu sein und daraus abzuleiten, dass auch die Beziehungen zwischen den USA und Russland gut seien. Bolton betonte jedoch, dass persönliche Beziehungen zwar im menschlichen Leben eine Rolle spielten, in der Außenpolitik aber nicht der entscheidende Faktor seien. Dort dominierten vielmehr staatliche Interessen und Machtpolitik. Putin sehe sich nicht als Freund Trumps, sondern als Präsident Russlands, der die Interessen seines Landes verfolge.
"Die echte Bewährungsprobe kommt erst noch" warnt John Bolton
Bolton geht davon aus, dass Trump seine Strategie beibehalten wird, solange sich militärische Erfolge einstellen. Doch die Situation könne sich schnell ändern.
Sollten unerwartete Schwierigkeiten auftreten, werde sich zeigen, ob der Präsident bereit sei, auch unter Druck an seiner Linie festzuhalten. Genau dieser Moment könne laut Bolton zum entscheidenden Test für die gesamte Operation werden.
Wie sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran entwickelt, bleibt derzeit offen. Klar ist jedoch: Die politischen Spannungen in der Region nehmen weiter zu und die Entscheidungen aus Washington stehen zunehmend unter internationaler Beobachtung.
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