Politik

Donald Trump im freien Fall: "The Don" bricht heiligstes Versprechen - die Quittung kommt sofort

Im Präsidentschaftswahlkampf inszenierte sich Donald Trump als "Friedenspräsident" - nach Ausbruch des Iran-Krieges bekommt "The Don" jetzt die Quittung in aktuellen Wahlumfragen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump bricht reihenweise Versprechen aus Präsidentschaftswahlkampf - die Quittung folgt umgehend
  • US-Wähler feierten "Friedenspräsident" - und wenden sich jetzt enttäuscht von Donald Trump ab
  • Umfragewerte aktuell: "The Don" rutscht nach Beginn von Iran-Krieg dem Abgrund entgegen

Das erste Jahr seiner zweiten Amtszeit hat Donald Trump hinter sich gebracht, doch schon im Herbst 2026 steht dem Republikaner und seiner Partei bei den Midterms, den Zwischenwahlen, eine knallharte Bewährungsprobe bevor. Derzeit deuten aktuelle Umfragewerte nicht darauf hin, dass Donald Trump für seine Republikaner einen Erdrutsch-Sieg einfahren könnte - eher das Gegenteil ist zu befürchten, schaut man sich die Umfrage an, die die britische "Daily Mail" in Zusammenarbeit mit J.L. Partners Anfang März 2026 veröffentlicht hat.

Donald Trump sinkt ins Bodenlose: Aktuelle Umfragewerte verheerend wie nie

Die darin erhobenen Werte sind eine blanke Ernüchterung für den US-Präsident und markieren einen historischen Tiefpunkt in Trumps Präsidentschaft. Seine Zustimmung liegt aktuell nur noch bei 44 Prozent. Innerhalb weniger Tage verlor der US-Präsident damit vier Prozentpunkte. Noch am vergangenen Freitag (27.02.2026) hatte der Wert deutlich höher gelegen. Es handelt sich um den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen durch die britische Zeitung.

US-Wähler stinksauer auf Donald Trump nach Ausbruch von Iran-Krieg

Der dramatische Einbruch steht in direktem Zusammenhang mit dem eskalierenden Konflikt im Iran. Sechs amerikanische Soldaten kamen bei den Auseinandersetzungen ums Leben. Die Mehrheit der Befragten zeigt sich zunehmend beunruhigt über die Entwicklungen im Nahen Osten.

Terror-Angst in den USA wächst wegen eskalierendem Nahost-Konflikt

Die Umfrageergebnisse zeichnen ein besorgniserregendes Bild für die Sicherheitslage. Mehr als die Hälfte der Befragten – 55 Prozent – ist überzeugt, dass die amerikanischen Angriffe auf den Iran das Risiko terroristischer Attacken auf US-Boden erhöht haben. Nur eine kleine Minderheit von 24 Prozent glaubt, dass die Tötung des iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei die Amerikaner sicherer macht. Diese Einschätzung steht im krassen Gegensatz zur offiziellen Darstellung der Regierung. Insgesamt gaben 40 Prozent der befragten Wähler an, ihre Meinung über Donald Trump habe sich in der vergangenen Woche verschlechtert. Dem stehen lediglich 26 Prozent gegenüber, deren Einstellung sich verbessert hat. Als Hauptgrund für die negative Entwicklung nannten 59 Prozent der Kritiker den Krieg mit dem Iran.

Donald Trump bricht Wahlversprechen - "Friedenspräsident" wird zum Kriegstreiber

Besonders bitter für Donald Trump: Er hatte seinen Wahlkampf 2024 mit dem Versprechen geführt, die USA nicht in Kriege im Nahen Osten zu verwickeln. "Er sagte, er würde der Friedenspräsident sein. Und nun? Zwei Kriege in wenigen Wochen?", schrieb ein Umfrageteilnehmer. Die Kritik richtet sich auch gegen steigende Lebenshaltungskosten. "Die Preise sind zu hoch, und jetzt hat er einen Krieg angefangen", beklagte ein Befragter. Der Benzinpreis kletterte am 3. März 2026 auf 3,11 Dollar pro Gallone, nachdem er zu Wochenbeginn noch knapp unter 3 Dollar gelegen hatte.

Weitere Wähler bemängelten das Vorgehen ohne klare Strategie. "Angriffe auf den Iran ohne Genehmigung, die einen Krieg auslösen", kritisierte ein Teilnehmer. Trumps wiederholte Behauptung, acht Konflikte beendet zu haben und den Friedensnobelpreis zu verdienen, steht nun im scharfen Kontrast zur Realität.

USA tief gespalten vor den Zwischenwahlen - auch Vizepräsident Vance gerät ins Straucheln

Nicht alle Amerikaner bewerten Trumps Vorgehen negativ. Einige Befragte äußerten sich zustimmend zu den Militärschlägen. "Er hat viele Terroristen im Iran ausgeschaltet. Die Welt ist ohne sie besser dran", erklärte ein Umfrageteilnehmer. Ein anderer lobte die Strategie als "Frieden durch Stärke". Auch Vizepräsident JD Vance, der Trump Berichten zufolge zu den Angriffen auf den Ajatollah gedrängt hatte, verliert an Rückhalt. Seine Zustimmungswerte sanken um drei Punkte auf 47 Prozent.

Der Iran hat mittlerweile mit Vergeltungsschlägen reagiert. Das Land feuerte Drohnen und ballistische Raketen auf Golfstaaten sowie amerikanische Militärstützpunkte ab. Die Lage im Nahen Osten bleibt damit hochexplosiv.

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/news.de/stg

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