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Rückschlag für Wladimir Putin: Kriegswichtige Chemie-Fabrik nach Drohnen-Angriff lichterloh in Flammen

Schmach für Wladimir Putin: Bei einem nächtlichen Drohnenangriff wurde eine kriegswichtige Chemie-Fabrik des Kreml-Chefs zerstört. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Vyacheslav Prokofyev

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  • Ukraine-Krieg aktuell: Wladimir Putin erleidet Rückschlag nach Angriff auf Chemiefabrik
  • Sieben Todesopfer und mehrere Verletzte nach Angriff in Smolensk bestätigt
  • Kriegswichtige Fabrik Dorogobusch von mindestens 30 Drohnen in Schutt und Asche gelegt

Bei einem nächtlichen Drohnenangriff auf eine Chemiefabrik im westrussischen Gebiet Smolensk sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zehn weitere Personen erlitten bei dem Angriff in der Nacht auf den 25. Februar 2026 Verletzungen, wie das russische Ermittlungskomitee mitteilte.

Ukrainische Drohnen legen russische Chemiefabrik in Schutt und Asche

Die ukrainischen Streitkräfte setzten nach russischen Angaben mindestens 30 Drohnen gegen das Werk Dorogobusch ein. Die russischen Behörden haben daraufhin ein Strafverfahren wegen eines terroristischen Anschlags eingeleitet. Zunächst hatte Gouverneur Wassili Anochin lediglich vier Todesopfer unter den Fabrikbeschäftigten bestätigt. Die Opferzahl stieg im Laufe des Tages jedoch weiter an.

Wladimir Putins kriegswichtige Fabrik in Smolensk brennt lichterloh nach Drohnenangriff

Das angegriffene Werk befindet sich rund 285 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Die Fabrik Dorogobusch gehört zum Konzern Acron und stellt nach eigenen Angaben Mineraldünger sowie verschiedene Industrieprodukte her. Besonders brisant: In der Anlage werden unter anderem Ammoniak, Ammoniumnitrat und Salpetersäure gefertigt. Diese chemischen Substanzen lassen sich nicht nur für zivile Zwecke einsetzen, sondern besitzen auch Potential für militärische Anwendungen. Damit rückt die Fabrik als mögliches strategisches Ziel in den Fokus des ukrainischen Abwehrkampfes gegen den russischen Angriffskrieg. In den sozialen Netzwerken, unter anderem auf dem X-Account "WarTranslated", wurden Video-Aufnahme des lichterloh in Brand stehenden Fabrikgebäudes veröffentlicht:

Angst vor Gift-Katastrophe: Evakuierung der Anwohner wird geprüft

Um die Bevölkerung vor möglichen Gefahren durch austretende Chemikalien zu schützen, zieht Gouverneur Anochin eine Räumung der umliegenden Ortschaften in Betracht. Diese Überlegungen teilte er am Vormittag des 25. Februar über den Nachrichtendienst Telegram mit. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden während des Angriffs insgesamt 69 ukrainische Drohnen über russischem Territorium abgefangen. Allein über der Region Smolensk seien 14 Flugobjekte zerstört worden. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Im Rahmen dieser Verteidigung nimmt Kiew zunehmend auch Ziele auf russischem Staatsgebiet ins Visier.

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/news.de/dpa/stg

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