Politik

Generalmajor schlägt Alarm: Europa in höchster Gefahr - Sorge vor Reaktionen auf Putin-Angriff

Plant Wladimir Putin einen Angriff auf die Nato? Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Vyacheslav Prokofyev

  • Artikel teilen:
  • Bundeswehr-Generalmajor hält russischen Angriff auf die Nato für möglich
  • Europa könnte laut Wolf-Jürgen Stahl "Dinge erleiden, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können"
  • Hochrangiger Militär besorgt über mögliche Reaktionen der Staats- und Regierungschefs im Kriegsfall

Wie weit wird Wladimir Putin noch gehen? Obwohl für ihn zuletzt größere Erfolge in der Ukraine ausblieben, ist im Westen die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Kremlchefs groß. Dabei wird immer wieder vor einem möglichen russischen Angriff auf Nato-Gebiet gewarnt. Bundeswehr-Generalmajor Wolf-Jürgen Stahlzeichnete nun ein besonders düsteres Bild der europäischen Sicherheitslage.

Greift Wladimir Putin die Nato an? Bundeswehr-Generalmajor warnt vor russischer Aggression

Bei einer Rede vor der Deutsch-Britischen Gesellschaft, über die aktuell die "Daily Mail" berichtet, warnte der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik eindringlich: Europa werde "Dinge erleiden, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können", sollte Wladimir Putin seine Aggression gegen den Westen fortsetzen. Deutschland sei bereits Cyberangriffen aus Russland ausgesetzt. Putin könnte laut Stahl seine Attacken in ganz Europa verstärken und künftig sogar Bodentruppen einsetzen:

  • "Wenn ich sehe, wie Putin bisher agiert hat und wie er meiner Einschätzung nach einen Feldzug gegen den Westen führt, dann steht außer Frage, dass er militärische Mittel einsetzen wird. Wenn er die Gelegenheit dazu bekommt, wird er sie nutzen", sagte der Generalmajor laut "Daily Mail".

Generalmajor Wolf-Jürgen Stahl (r.) im Gespräch mit CDU-Chef Friedrich Merz (l.). Bild: picture alliance/dpa | Carsten Koall

Wolf-Jürgen Stahl besorgt über mögliche Reaktionen bei Putin-Angriff

Gleichzeitig äußerte sich Stahl besorgt über die möglichen Reaktionen europäischer Staats- und Regierungschefs im Falle eines russischen Einmarsches in Nato-Gebiet. Er befürchtet, dass sofort Stimmen laut würden, die einen Militäreinsatz ablehnen und stattdessen eine diplomatische Lösung des Konflikts fordern. Welche Debatten und Strömungen in Deutschland ausgelöst werden könnten, bereite ihm "eine gewisse Sorge", so Stahl weiter. Sollten russische Soldaten Nato-Territorium besetzen, müsse das Bündnis klären, wie man sie wieder vertreibe – damit das Gebiet "nicht nur de jure, sondern de facto" zurückgegeben werde.

Kritik an US-Präsident Donald Trump

Wolf-Jürgen Stahl ließ darüber hinaus kein gutes Haar an US-Präsident Donald Trump. Diesen bezeichnete er als "egozentrischen, narzisstischen, sprunghaften Dealmaker mit autoritären Neigungen". Der hochrangige Militär räumte ein, dass Trump seine "größte intellektuelle Herausforderung" darstelle.

Auch diese News aus Russland und zum Ukraine-Krieg könnten Sie interessieren:

/news.de/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.