Donald Trump: Wende im Ukraine-Kurs – US-Präsident geht Putin frontal an
Trump fordert Putin zum Ende des Krieges auf. Bild: picture alliance/dpa/AP | Markus Schreiber
Erstellt von Mia Lada-Klein
04.02.2026 19.07
- Trump lobt Putin für einwöchige Feuerpause, kritisiert aber fehlende Verlängerung
- Russische Angriffe in Saporischschja und Kiew verursachen Todesopfer und Verletzte
- Diplomaten aus Kiew und Moskau treffen sich in Abu Dhabi zu Friedensgesprächen
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US-Präsident Donald Trump richtet eine deutliche Botschaft an Kreml-Chef Wladimir Putin. Nach der Wiederaufnahme russischer Angriffe auf die Ukraine erklärte Trump im Weißen Haus: "Ich will, dass er den Krieg beendet." Zugleich zeigte sich der Präsident enttäuscht, dass die einwöchige Feuerpause auf Energieinfrastruktur während der Kältewelle nicht verlängert wurde.
Lob und Kritik von Donald Trump an Wladimir Putin
Trump räumte laut "Bild" ein, dass die einwöchige Pause "viel" gewesen sei, insbesondere angesichts der extrem niedrigen Temperaturen in der Ukraine. Gleichzeitig kritisierte er, dass Putin die Vereinbarung nicht verlängert habe. Die Botschaft des US-Präsidenten schwankt damit zwischen Anerkennung und Nachdruck: Er würdigt Putins bisherige Zusage, fordert jedoch zugleich mehr Engagement für den Frieden.
Angriffe auf ukrainisches Gebiet gehen weiter
Während Trumps Äußerungen öffentlich diskutiert werden, dauern die Angriffe auf ukrainischem Boden an. In Saporischschja tötete ein russischer Drohnenangriff nach ukrainischen Angaben zwei Menschen, darunter ein 18-jähriger Mann und ein Mädchen, mindestens elf weitere wurden verletzt. Auch die Hauptstadt Kiew war von nächtlichen Angriffen betroffen. Der ukrainische Regionalgouverneur Iwan Fedorow bezeichnete die Angriffe als gezielten Beschuss von Wohngebieten.
Donald Trumps wechselhafte Position
Die jüngsten Äußerungen fügen sich in Trumps unbeständige Haltung zum Ukraine-Krieg ein. Während des Wahlkampfs versprach er, den Konflikt "in 24 Stunden" zu beenden, später sprach er von Monaten. Mal kritisierte er die Ukraine scharf, bezeichnete Präsident Selenskyj als "Diktator ohne Wahlen", mal drohte er Putin mit Zöllen und Sanktionen. Konstant bleibt Trumps zentraler Anspruch: Er inszeniert sich als derjenige, der den Krieg beenden kann.
Diplomatische Bemühungen in Abu Dhabi
Parallel zu Trumps Kommentaren setzen sich die Verhandlungen fort. Unterhändler aus Kiew und Moskau treffen sich am heutigen Mittwoch in Abu Dhabi zu direkten Gesprächen über ein Kriegsende. Die zweitägigen Gespräche werden von den USA vermittelt. Laut Verhandlungskreisen gibt es bereits erste Annäherungen in einzelnen Punkten, doch der größte Streitpunkt bleibt ungelöst: Russland fordert einen Rückzug der ukrainischen Truppen aus der Region Donezk, was ein unverhandelbares "No-Go" für Kiew ist.
Trumps Appell an Putin verdeutlicht den anhaltenden Druck der internationalen Politik, den Ukraine-Konflikt zu beenden. Gleichzeitig zeigt die Realität vor Ort, dass die Kämpfe weitergehen und diplomatische Fortschritte schwer zu erzielen sind. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Verhandlungen in Abu Dhabi einen echten Schritt Richtung Frieden ermöglichen.
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