Wladimir Putin im Ukraine-Krieg: Kriegslüsterne Spionage-Nonnen des Kreml-Chefs aufgeflogen
Geheimdienst-Enthüllungen zufolge soll Wladimir Putin nicht davor zurückschrecken, Nonnen für seine Spionagezwecke einzusetzen. Bild: picture alliance/dpa/Planet Pix via ZUMA Press Wire | Gavriil Grigorov/Kremlin Pool
Erstellt von Claudia Löwe
22.01.2026 14.40
- Setzt Wladimir Putin russische Nonnen für Spionage-Zwecke ein?
- Ordensfrauen aus belarussischem Kloster im Fokus von Spionagevorwürfen
- Nonnen in Weißrussland posieren mit "Z"-Flaggen und sammeln Spenden für Putin-Soldaten
Die aktuellen Vorwürfe gegen Kreml-Chef Wladimir Putin wiegen schwer: Wie der britische "Mirror" berichtet, soll Russland gezielt Nonnen eines belarussischen Klosters für verdeckte Operationen in Europa einsetzen. Das St. Elisabeth-Kloster steht dabei im Zentrum der Anschuldigungen.
Wladimir Putin soll Nonnen aus Belarus für Spionage einsetzen
Nach Erkenntnissen schwedischer Behörden waren die Ordensfrauen in mehr als 20 Kirchen des Landes aktiv. Dort sammelten sie offenbar Spenden und verkauften religiöse Gegenstände. Die Einnahmen sollen russischen Militäreinheiten an der Front zugutegekommen sein. Fotos zeigen eine der Schwestern in Ordenstracht mit einer russischen Flagge, auf der das "Z"-Symbol prangt – ein bekanntes Zeichen der Unterstützung für den Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Nonnen von Wladimir Putin für Kreml-Spionage rekrutiert? Ordensfrauen nutzen Handarbeiten und Ikonen als Tarnung
In Täby, einem Vorort von Stockholm, boten die Ordensfrauen selbstgefertigte Handarbeiten, Holzikonen und Strickwaren zum Kauf an. Der örtliche Pfarrer hatte sie eingeladen, ohne von ihren Verbindungen zum Kreml zu wissen. Besonders brisant: Eine Kirche der eng verbundenen Gemeinschaft "Kasaner Ikone der Gottesmutter" wurde in der Nähe des Flughafens Stockholm-Västerås errichtet. Dieser Standort gilt als strategisch bedeutsam für die Nato. Die russisch-orthodoxe Kirche soll zudem versucht haben, Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe von Militärstützpunkten anzumieten. Diese Aktivitäten werfen Fragen über mögliche Spionageabsichten auf.
Putin schickt Spionage-Nonnen los: Schweden erlebt "böses Erwachen"
Katholische und orthodoxe Gemeinden in ganz Schweden wurden inzwischen aufgefordert, jegliche Zusammenarbeit mit dem St. Elisabeth-Kloster zu unterlassen. Verdächtige Aktivitäten sollen umgehend der Polizei gemeldet werden.
Kristina Smith, Leiterin der Krisenplanungsgruppe der Schwedischen Kirche, bezeichnete die Situation gegenüber dem "Telegraph" als "böses Erwachen" für das skandinavische Land. "Die umfassende Invasion von 2022 war ein böses Erwachen für viele Schweden", erklärte sie. Das Land habe sich darauf berufen, seit 200 Jahren keinen Krieg geführt zu haben und ein freundliches Land zu sein, das jeder wohlgesonnen behandeln wolle.
Spionage-Vorwürfe gegen Ordensschwestern bereits seit Jahren im Umlauf
Die Ordensfrauen des St. Elisabeth-Klosters waren bereits vor Jahren aufgefallen. Die Kathedrale von Winchester untersagte ihnen 2022 den Zutritt wegen ihrer kriegsbefürwortenden Haltung. Kürzlich besuchten die Schwestern besetzte Gebiete der Ukraine, um die Moral der russischen Truppen zu stärken. Ein Foto zeigt eine Nonne vor einem Panzer neben einem lächelnden Soldaten.
Ein weiterer Fall betrifft ein estnisches Kloster: Nonnen der Diözese Narva der Estnischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats erhielten fiktive Verträge, um Geld für Angriffsdrohnen, Starlink-Ausrüstung und militärisches Spezialgerät zu beschaffen. Das Kloster wurde daraufhin aus dem Schengen-Raum verbannt.
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