Politik

König Charles III.: Völlige Trump-Eskalation - jetzt soll der Briten-Monarch mitmischen

Britische Abgeordnete fordern, dass König Charles einen geplanten Staatsbesuch bei Donald Trump in den USA aufgrund der Grönland-Ansprüche Trumps umgehend absagt. Bild: dpa/PA Wire/Jordan Pettitt

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  • König Charles III. wegen geplanten Staatsbesuch in den USA unter Beschuss
  • Nach Trumps Grönland-Plänen - Abgeordnete fordern politisches Statement des Monarchen
  • Grönland-Annexion trifft auf Widerstand - EU-Länder wehren sich
  • Strafzölle für Großbritannien, Deutschland und weitere Länder angedroht

Mehrere britische Parlamentsmitglieder fordern König Charles umgehend auf, seinen geplanten Staatsbesuch in den USA im April abzusagen. Hintergrund der Forderung sind Trumps Pläne zur Annexion Grönlands. Der US-Präsident hatte in den vergangenen Tagen angekündigt, auf Großbritannien und andere europäische Staaten Strafzölle zu verhängen, weil diese sich nicht einverstanden mit der von Trump angestrebten Grönland-Übernahme zeigten.

"Großbritannien darf sich von einem Erpresser nicht ausnutzen lassen ..."

Ed Davey, Vorsitzender der Liberaldemokraten und Abgeordneter für Kingston & Surbiton schrieb am vergangenen Sonntag laut "Newsweek" auf der Kurznachrichtenplattform X: "Großbritannien darf sich von einem Erpresser nicht ausnutzen lassen und Trumps Verhalten nicht mit dem Pomp belohnen, nach dem er sich sehnt."

Donald Trump ein "Gangsterpirat"?

Simon Hoare, Abgeordneter für North Dorset und Mitglied der Konservativen Partei, ist ähnlicher Meinung. Er schreibt bei X: "Der bevorstehende Staatsbesuch Seiner Majestät des Königs in den USA muss nun abgesagt werden. Die zivilisierte Welt kann nicht länger mit Trump verhandeln. Er ist ein Gangsterpirat."

König Charles und Prinz William planen Staatsbesuch in den USA

Laut "The Guardian" plant König Charles im kommenden April seine Reise in die USA, Prinz William wird spätestens zur Fußball-Weltmeisterschaft im Juni in den Staaten erwartet. Im Rahmen einer Kampagne wollen beide zudem ein geplantes Handelsabkommen vorantreiben.
Doch die geplanten Staatsbesuche stehen nun unter keinem guten Stern.

Ein Einschreiten König Charles, etwa die Absage der USA-Reise, würde die politische Neutralität der britischen Monarchie erheblich schwächen. Und dennoch scheint die derzeitige politische Lage auch ungewöhnliche Maßnahmen zu erfordern.

Trump und seine Übernahme-Pläne für Grönland

Donald Trump bekräftigte bereits zu Beginn seiner zweiten Amtszeit, dass er Interesse an Grönland habe. Nun, wenige Monate später, wiederholte der US-Präsident seinen Gebietsanspruch aus "Gründen der nationalen Sicherheit". Grönland, die größte Insel der Welt, wird als halbautonomes Gebiet geführt und ist Teil des dänischen Königreiches - und will es auch bleiben.

Die Weigerung, eine Annexion Grönlands widerstandslos zu akzeptieren, folgte seitens Europas auf dem Fuß. Trump kündigte daraufhin auf seiner Social-Media-Plattform "Truth Social" an, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ab dem 1. Februar mit Strafzöllen in Höhe von 10 Prozent belegen zu wollen, falls sie ihren Widerstand nicht aufgeben.

Der britische Premierminister Keir Starmer bezog klar Stellung in Sachen Grönland. Bei X erklärte dieser: "Zölle auf Verbündete zu erheben, weil sie die kollektive Sicherheit der NATO-Verbündeten fördern, ist völlig falsch. Wir werden dies selbstverständlich direkt mit der US-Regierung besprechen."

Und nun soll auch König Charles ein Statement setzen - und eben nicht wie geplant in die USA einreisen.

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/sfx/news.de

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