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Donald Trump: Warnung an die Nato – wer Grönland unterstützt, muss mit Zöllen rechnen

Donald Trump: Eskalation im Nato-Streit - Austrittsdrohung und Zoll-Ansage. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Trump sieht Grönland als Schlüssel für nationale Sicherheit
  • Andeutungen über Zölle gegen Länder ohne Unterstützung
  • Grönland und Dänemark bleiben der NATO treu

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US-Präsident Donald Trump hat erneut für Aufregung gesorgt, diesmal mit Andeutungen über einen möglichen Austritt der USA aus der Nato. Anlass ist seine wiederholte Forderung nach einer US-Kontrolle über Grönland, also ein Anliegen, das international auf Ablehnung stößt.
Bei einer Pressekonferenz am 16. Januar erklärte Trump laut "Express", dass die Nato mit den USA über Grönland "verhandle" und warnte, dass ohne die Insel "eine große Lücke in der nationalen Sicherheit" entstehe. Die Rede von der sogenannten "Goldenen Kuppel" – einem geplanten Raketenabwehrsystem – unterstrich seine Sorge um die Verteidigung der USA.

Drohungen von Zöllen durch Donald Trump

Neben dem Nato-Thema machte Trump auch mit dem Vorschlag von Strafzöllen Schlagzeilen. Länder, die seine Pläne für Grönland nicht unterstützen, könnten seiner Ansicht nach wirtschaftliche Konsequenzen erwarten.

Donald Trump will unter Verweis auf den Grönland-Konflikt neue Zölle gegen Deutschland und weitere europäische Länder verhängen. Ab dem 1. Februar werden 10 Prozent für in die USA gesendete Waren fällig, ab dem 1. Juni steigt der Zollsatz auf 25 Prozent, wie der Republikaner auf der Plattform Truth Social ankündigte.

Die US-Regierung sieht die Insel als strategisch entscheidend, insbesondere angesichts der Konkurrenz zu Russland und China, die ebenfalls Interesse an Ressourcen in der Arktis haben.

Internationale Reaktionen zu Donald Trump

Europa reagierte prompt auf Trumps Vorschläge. Dänemark und die Grönländer lehnten eine Abtretung der Insel klar ab. Der italienische Außenminister Antonio Tajani betonte die Bedeutung der Sicherheit in der Arktis innerhalb des Nato-Bündnisses.

In Kopenhagen trafen sich US-Senatoren und Mitglieder des Repräsentantenhauses mit dänischen und grönländischen Politikern, darunter Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Senator Chris Coons lobte die "225 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit" zwischen den Ländern und unterstrich die Bedeutung eines konstruktiven Dialogs für die Zukunft.

Grönland setzt auf Dänemark

Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen machte unmissverständlich klar, dass sich die Insel im Konfliktfall für Dänemark und die Nato entscheiden würde: "Wir entscheiden uns für die Nato. Wir entscheiden uns für das Königreich Dänemark. Wir entscheiden uns für die EU." Damit wird deutlich, dass Trumps Pläne international kaum Chancen auf Umsetzung haben.
Trumps Drohungen und Andeutungen über einen Nato-Austritt spiegeln aber seinen unorthodoxen Stil in der Außenpolitik wider. Gleichzeitig wird die Allianz erneut auf die Probe gestellt und Grönland bleibt fest bei Dänemark und dem Bündnis.

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