Wladimir Putin: Trumps Öl-Plan bringt ihn in Bedrängnis - Kremlchef vor "Desaster" gewarnt
Wladimir Putin könnte durch Donald Trumps Öl-Plan finanzielle Probleme bekommen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Metzel
Erstellt von Martin Gottschling
09.01.2026 12.52
- Wladimir Putin drohen finanzielle Einbußen durch Donald Trumps Öl-Plan
- USA wollen Ölpreise senken und setzen dadurch Russland unter Druck
- Ein Kollaps von Moskaus Wirtschafts sowie ein Ende des Ukraine-Kriegs sind laut Experten dennoch nicht in Sicht
Für viele Analysten steht fest, dass es Donald Trump bei seinem Angriff auf Venezuela zu Beginn des Jahres vor allem auf die Erdölvorkommen des südamerikanischen Landes abgesehen hat. Der US-Präsident sicherte sich bereits die Kontrolle über den Verkauf von bis zu 50 Millionen Barrel des wertvollen Rohstoffs aus Venezuela. Berichten zufolge will Trump die Ölpreise nun auf 50 Dollar pro Barrel senken, was Verbrauchern zugutekommen würde. Russlands Präsident Wladimir Putin könnte unter dieser Entwicklung hingegen besonders leiden.
Wladimir Putin in Not? Kremlchef könnte Einnahmen durch sinkende Ölpreise verlieren
Laut dem Politikwissenschaftler Stefan Meister von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) wäre eine mögliche Senkung des Preises für die amerikanische Rohölsorte WTI (derzeit 56 Dollar pro Barrel) ein "Desaster für Russland". Das sagte der Experte im Interview mit der "Bild". Denn dadurch würde der bereits niedrigere Preis für russisches Ural-Öl (rund 50 Dollar) weiter fallen, wodurch wichtige Einnahmen zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs für den Kreml verloren gingen.
Plan von Donald Trump könnte für Moskau zum Problem werden - Experten erwarten dennoch kein Ende des Ukraine-Kriegs
Meister verweist darauf, dass Putin noch mehr sparen müsse, "und der Druck wächst, die Sanktionen aufzuheben und Kompromisse zu machen". Laut "Bild" gehen verschiedene Experten jedoch nicht davon aus, dass Russlands Wirtschaft komplett zusammenbricht oder Moskau den Krieg beendet, falls Trump seinen Öl-Plan umsetzt. Zudem müsste Venezuelas Öl-Industrie zunächst mit hohen Investitionen wieder in Schwung gebracht werden.
Derweil beschlagnahmten US-Kräfte am Mittwoch einen Tanker, der auf dem Atlantik unter russischer Flagge fuhr. Der Frachter gehörte offenbar zu Putins Schattenflotte für den Öltransport und habe laut den USA gegen Sanktionen verstoßen. Der Kreml kritisierte diese Aktion scharf.
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