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Donald Trump: Iran unter massivem Druck – Washingtons Kurswechsel löst Angst aus

Donald Trump: USA denken über Hilfe für Irans Protestbewegung nach. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Massenproteste richten sich offen gegen Ali Chamenei
  • Donald Trump prüft gezielte Unterstützung der Demonstranten
  • Israel beobachtet die Lage und zieht neue strategische Schlüsse

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Seit Tagen wächst der Druck auf das iranische Regime. In zahlreichen Städten skandieren Demonstrierende offen Parolen gegen die Staatsführung und fordern den Sturz von Ali Chamenei. Die Proteste haben sich landesweit ausgeweitet und stellen die Machtstrukturen der Islamischen Republik zunehmend infrage.

Bericht aus Israel bringt Washington und Donald Trump ins Spiel

Ein Bericht der "Jerusalem Post" legt nun nahe, dass die USA intern erstmals über eine direkte Unterstützung der Proteste nachdenken. Demnach prüft Washington gezielte Maßnahmen, um die Demonstranten zu stärken, ohne eine großangelegte militärische Intervention auszulösen.

Donald Trump sendet deutliche Warnung an Teheran

US-Präsident Donald Trump hatte sich laut "Bild" öffentlich zu Wort gemeldet und dem iranischen Regime Konsequenzen angedroht, sollte Gewalt gegen Demonstrierende eskalieren. Diese Botschaft wurde in Teheran als klares Signal verstanden und erschwert offenbar ein hartes Durchgreifen der Sicherheitskräfte.

Tote, Ausweitung, wachsender internationaler Druck

Nach Angaben von Aktivisten kamen seit Beginn der Proteste mindestens 29 Menschen ums Leben. Die Unruhen sollen mittlerweile fast alle Provinzen des Landes erreicht haben. Ein iranischer Regierungsvertreter erklärte gegenüber "Reuters", dass die Führung zwischen dem Druck der Straße und den Drohungen aus Washington kaum noch Handlungsspielraum habe.

Gezielte Schritte statt militärischer Großaktion

Laut dem Bericht wird in den USA über begrenzte Optionen nachgedacht, um das Regime an einer brutalen Niederschlagung der Proteste zu hindern. Hintergrund ist das jüngste Vorgehen Washingtons in Venezuela, das gezeigt habe, dass punktuelle Eingriffe erhebliche politische Wirkung entfalten können. Auch Israel zieht laut Bericht neue Schlüsse aus der Lage. Demnach prüft Jerusalem, ob sich aus den aktuellen Protesten strategische Chancen ergeben. Interessant ist zudem, dass der israelische Geheimdienst Mossad öffentlich Sympathie für die iranischen Demonstranten erkennen ließ.

Verschiebung politischer Prioritäten

Während die USA und Israel bislang erklärten, keinen Regimewechsel anzustreben, scheint sich der Fokus zu verändern. Der frühere israelische Verteidigungsminister Benny Gantz sprach sich offen für ein härteres Vorgehen aus. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berief nach neuen Entwicklungen eine Sondersitzung ein.

Scharfe Reaktionen aus Teheran

Die iranische Regierung reagierte empört auf die Drohungen aus Washington und warf den USA offene Einmischung vor. Trump konterte umgehend und bekräftigte erneut die Einsatzbereitschaft seines Landes. Die Lage bleibt angespannt und mit ungewissem Ausgang für das Regime in Teheran.

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/sfx/news.de

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