Wetter-Knall mitten im Sommer: Sturmtief kracht über Bundesrepublik – Hitzewelle im Anmarsch
Ein Sturmtief sorgt im Norden Deutschlands für Wirbel. Bild: AdobeStock / gguy
Von news.de-Redakteurin Anika Bube
07.07.2026 09.21
- Der DWD warnt im Norden und Osten vor Sturmböen bis 100 km/h
- Gleichzeitig werden am Oberrhein bereits Temperaturen bis 35 Grad erreicht
- Zum Wochenende breitet sich die Hitzewelle auf ganz Deutschland aus
Wetter-Knall in Deutschland: Während ein Sturmtief den Norden und Osten der Bundesrepublik erfasst, herrscht im Südwesten bereits wieder der Hochsommer. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Sturmböen.
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Sturmtief über der Ostsee bringt unruhiges Sommerwetter
Ein Sturmtief über Südschweden und der Ostsee sorgt für den ungemütlichen Tag in der Nordhälfte des Landes. Dort ziehen dichte Wolken und Regenschauer durch, während die Südwesthälfte heiter bis sonnig bleibt. Auf dem Brocken können Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Auch auf Rügen sind am späten Nachmittag und Abend einzelne schwere Sturmböen bis 95 Kilometer pro Stunde aus westlicher bis nordwestlicher Richtung nicht ausgeschlossen. "Es besteht auch die Möglichkeit, dass es im Norden und Osten Gewitter geben kann", sagt Klimatologe Karsten Brandt gegenüber der "Bild".
Temperatursturz an der Küste, Sommerhitze am Oberrhein
Der Temperaturunterschied zwischen Nord und Süd könnte heute kaum größer sein. An der Ostseeküste klettern die Werte gerade einmal auf 20 Grad – deutlich zu kühl für die Jahreszeit. Es könnten sogar die kühlsten Tage im gesamten Juli werden. In Hamburg werden lediglich 22 Grad erwartet, in Berlin und Dresden jeweils 23 Grad. "Ganz anders die Südwesthälfte: Hier bleibt es bis zum Abend weitgehend trocken, und immer wieder kommt die Sonne durch", sagt Meteorologe Dominik Jung von "wetter.net" gegenüber der "Bild".
Am Oberrhein steigt das Thermometer dagegen auf bis zu 35 Grad. In Köln werden bereits 31 Grad erreicht. Der Grund für diese extreme Differenz: Deutschland befindet sich derzeit auf der kalten Seite eines Hochdruckgebiets, das über Westeuropa liegt. Während der Nordosten von kühlen Luftmassen beeinflusst wird, profitiert der Südwesten bereits von warmer Atlantikluft.
Hitzewelle aus Frankreich rollt auf Deutschland zu
Doch die kühlen Temperaturen im Norden sind nur von kurzer Dauer. Über Westeuropa baut sich derzeit ein gewaltiger Hitzeblock auf, der in Frankreich bereits für extreme Temperaturen sorgt. In Bordeaux und Toulouse werden 44 Grad vorhergesagt, in Paris und sogar in der Bretagne noch 42 Grad. Am kommenden Wochenende könnten am Fuße der Pyrenäen unglaubliche 46 Grad erreicht werden. Für Frankreich ist es bereits die dritte große Hitzewelle dieses Sommers. Extrem heiße Wüstenluft bahnt sich ihren Weg bis nach England.
Dieser sogenannte "Heatdome" weitet sich in der zweiten Wochenhälfte nach Osten aus. Ende dieser Woche erreicht die Hitze auch Deutschland. Im Westen und Süden kommt die heiße Luft früher an. So extrem wie beim Nachbarn wird es hierzulande aber nicht werden.
Temperaturen klettern wieder über 35-Grad-Marke
Ab Samstag erfasst die Hitzewelle ganz Deutschland. Dann werden auch in Hamburg und Dresden 30 Grad erwartet. Im Südwesten klettern die Temperaturen verbreitet über 35 Grad. Der DWD prognostiziert für Freitag im Nordosten 22 bis 29 Grad, während es sonst 30 bis 36 Grad werden. Mit der Hitze steigt auch das Gewitterrisiko. Südlich der Donau rechnet der DWD am Samstag und Sonntag mit kräftigen Gewittern, örtlich mit Unwetterpotential. Auch am Alpenrand sind bereits ab Freitag vereinzelte starke Gewitter möglich.
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