Wetter spaltet Deutschland: Sommersturm peitscht über Ostsee – bis zu 40 Grad im Südwesten?
Ein wolkenloser Himmel zeigt sich über der Mosel und den Weinbergen bei Trittenheim (r) und Leiwen. Bild: Harald Tittel/dpa/dpa
Von news.de-Redakteurin Anika Bube
05.07.2026 13.19
- Norden und Osten kämpfen mit Regen, Wind und ungewöhnlich kühlen Temperaturen
- Im Südwesten steigen die Werte auf bis zu 35 Grad – einzelne Modelle sehen sogar 40 Grad
- Zur Wochenmitte droht an der Ostsee eine für Juli ungewöhnliche Sturmlage
Deutschland wird in den kommenden Tagen regelrecht zweigeteilt. Während Tief Ausynija den Norden und Osten mit Regen, kräftigem Wind und ungewöhnlich kühlen Temperaturen im Griff hat, können sich die Menschen im Südwesten auf Sonne satt und hochsommerliche Hitze freuen. Der Temperaturunterschied beträgt regional fast 20 Grad und zum Wochenende könnte es sogar noch extremer werden.
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Am Montag (06.07.2026) sind im äußersten Südwesten bis zu 32 Grad möglich. Im Norden dominieren dagegen Schauer und deutlich kühlere Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad. Am Dienstag (07.07.2026) wird der Kontrast besonders deutlich. Nördlich der Elbe bleibt es wechselhaft mit teils kräftigem Regen und starkem Westwind. Gleichzeitig scheint in der Mitte und im Süden häufig die Sonne. Während der Nordosten kaum die 20-Grad-Marke erreicht, können entlang des Oberrheins bereits bis zu 34 Grad gemessen werden. "Bis zur Wochenmitte verlagert sich das wechselhafte Wetter langsam wieder in die Nordosthälfte zurück", so DWD-Meteorologe Eifried.
Seltenes Wetterphänomen im Juli - Meteorologen warnen vorSommersturm an der Ostsee
Besonders aufmerksam verfolgen Meteorologen die Entwicklung zur Wochenmitte. Am Mittwoch (08.07.2026) rechnen Wettermodelle an der Ostsee mit einer ausgeprägten Sturmlage – ein ungewöhnliches Ereignis für den Juli. Auslöser ist ein Tiefdruckgebiet über der Ostsee, das gemeinsam mit einem Hochdruckgebiet westlich Deutschlands für kräftige Windfelder sorgen könnte. Bereits am Dienstag werden an der Ostseeküste stürmische Böen erwartet. Auch im nordöstlichen Binnenland sind starke bis vereinzelt stürmische Böen möglich. Dazu fällt im Nordosten immer wieder Regen. Die Temperaturen steigen dort nur auf etwa 23 Grad.
Hitzewelle rollt über Südwesten
Ganz anders sieht es im Südwesten der Bundesrepublik aus. Dort bleibt das Wetter überwiegend sonnig und trocken. Die Temperaturen erreichen 27 bis 32 Grad, am Kaiserstuhl sind sogar bis zu 34 Grad möglich. Ab Donnerstag (09.07.2026) setzt sich ein Hochdruckgebiet durch und sorgt in weiten Teilen Deutschlands für ruhigeres Wetter. Nur vereinzelt können am Abend kurze Sommergewitter entstehen. Die Temperaturunterschiede bleiben jedoch bestehen. Im Südwesten herrscht bei 28 bis 35 Grad Badewetter, während der Nordosten mit Werten knapp über 20 Grad deutlich kühler bleibt. Auch am Freitag setzt sich dieses Muster fort. Der meiste Regen fällt weiterhin im Norden, während der Süden meist trocken bleibt.
Drohen am Wochenende tatsächlich 40 Grad?
Zum Wochenende deuten die Wettermodelle auf die nächste Hitzewelle im Südwesten hin. Am Samstag gelangen trockene Luftmassen aus Osteuropa nach Deutschland. Dadurch steigen selbst im Nordosten die Temperaturen wieder auf 25 bis 29 Grad. Entlang des Rheins erscheinen rund 35 Grad realistisch. Einige Wettermodelle berechnen für den äußersten Südwesten sogar bis zu 40 Grad. Am Sonntag könnte der Wind zwar etwas auf nördliche Richtungen drehen und die größte Hitze leicht dämpfen. Dennoch sind im Südwesten erneut 32 bis 38 Grad möglich.
Eine deutschlandweite Hitzewelle wie Ende Juni zeichnet sich nach aktuellem Stand allerdings nicht ab. Im Südwesten könnte sich jedoch eine längere Serie von Hitzetagen mit Temperaturen über 30 Grad etablieren. Ob die 40-Grad-Marke tatsächlich fällt, hängt laut den aktuellen Prognosen von der weiteren Entwicklung der Hoch- und Tiefdruckgebiete ab.
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