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Wetter aktuell im Februar 2026: Schmuddelwetter-Mix am Rosenmontag - wann klopft endlich der Frühling an?

Närrinnen und Narren in ganz Deutschland steht ein Schmuddelwetter-Mix am Rosenmontag bevor - doch der Frühling könnte schon in naher Zukunft anklopfen. Bild: picture alliance/dpa | Federico Gambarini

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  • Wetter aktuell am Rosenmontag im Februar 2026
  • Schneegestöber, Sturm und Glätte zum Karneval
  • Wann wird's endlich Frühling? Das verheißt die Wettervorhersage

Närrinnen und Narren müssen sich am Rosenmontag landauf, landab besonders warm anziehen: Die närrischen Tage am 16. und 17. Februar 2026 werden der aktuellen Wettervorhersage zufolge winterlich kalt und von einem Schmuddelwetter-Mix begleitet. Pünktlich zum Rosenmontag hat sich ein Tiefausläufer von Westen her über Deutschland geschoben und bringt eine ungemütliche Mischung aus Schnee, Regen und gefährlicher Glätte mit. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor wechselhaften und teils winterlichen Bedingungen.

Wetter aktuell im Februar 2026: Neuschnee am Rosenmontag mit Sturm und Glätte-Gefahr

Bereits in der Nacht vom 15. zum 16. Februar breitete sich Schneefall vom Westen und Südwesten bis zur Elbe aus. Während in tieferen Lagen der Niederschlag zunehmend in Regen überging, schneite es im Bergland kräftig. Dazu frischte der Wind aus südwestlicher Richtung auf – in höheren Lagen drohen stürmische Böen. Besonders tückisch: Die Temperaturen fielen vielerorts unter den Gefrierpunkt, was gebietsweise erhöhte Glättegefahr bedeutet. Wer am Rosenmontag zum Feiern aufbricht, sollte also nicht nur an Kamelle, sondern auch an rutschfestes Schuhwerk denken.

Wetter aktuell an Karneval: Regen und Schnee im Westen, klirrende Kälte im Osten

Die Wetterlage spaltet das Land in zwei Zonen. Im Rheinland erwartet die Karnevalisten zum Start der Rosenmontagszüge zwar kein Winterwunderland, dafür aber immerhin mildere Bedingungen: Nach nächtlichem Schneefall ging der Niederschlag in den Niederungen in Regen über. Statt weißer Pracht dominiert also Grau in Grau. Die Temperaturen klettern im Tagesverlauf auf ein bis sieben Grad Celsius, am Oberrhein sind sogar bis zu zehn Grad Celsius drin.

Ganz anders die Situation östlich der Elbe: Dort herrscht strenger Dauerfrost mit Werten zwischen minus vier und null Grad Celsius. In der Nacht wurden im Nordosten sogar eisige minus fünf bis minus neun Grad Celsius gemessen. Am Morgen erreichte der Schneefall auch diese Region, allerdings mit nur wenigen Zentimetern Neuschnee.

Rosenmontag 2026 mit Graupel, Gewittern und stürmischen Böen laut Wettervorhersage

Am 16. Februar bleibt es im weiteren Tagesverlauf unbeständig. Immer wieder ziehen Schauer über das Land, die teils von Graupel und kurzen Gewittern begleitet werden. Besonders die Südwesthälfte Deutschlands bekommt das zu spüren. Zusätzlich zum Niederschlag macht der Wind den Karnevalisten zu schaffen: Vereinzelt sind stürmische Böen möglich. Eine weitere Gefahr lauert im Südosten sowie in einem Streifen von der Nordsee bis nach Sachsen – dort kann zeitweise gefrierender Regen fallen und für glatte Straßen sorgen. Immerhin gibt es einen kleinen Trost für alle, die durchhalten: Am Abend beruhigt sich die Lage, der Wind lässt rasch nach. Wer also bis dahin durchfeiert, kann zumindest den Heimweg bei ruhigeren Bedingungen antreten.

Glätte-Unfälle zum Start in die Karnevalswoche

Schon am frühen Morgen des 16. Februar gab es Unfälle wegen zugeschneiter Fahrbahnen, etwa im Sauerland und in Bayern. In Rheinland-Pfalz überschlug sich ein Auto - zwei Menschen wurden schwer verletzt. In vielen Bundesländern kam es in der Nacht und am frühen Morgen zu Unfällen infolge der Witterungsbedingungen. Ein Transporter kippte auf der A45 nahe Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen zur Seite und blieb auf der zugeschneiten Fahrbahn liegen, der Fahrer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Auch auf der A1 geriet ein Lastwagen bei Glätte ins Rutschen, stellte sich quer und prallte gegen die Mittelleitplanke. Die Autobahn ist in Fahrtrichtung Osnabrück zwischen Bremen-Arsten und Brinkum derzeit voll gesperrt.

In Bayern kam ein Laster auf der A8 in Richtung München nahe Irschenberg bei Schneeglätte von der Fahrbahn ab und rutschte die Böschung hinab. Dabei verlor er fast seine ganze Ladung: 18.000 der 20.000 Liter flüssiger Kalk sickerten in den Boden, wie die Polizei mitteilte. Zwei Menschen wurden bei einem Unfall in Rheinland-Pfalz schwer verletzt: Ein 45-Jähriger kam mit seinem Auto wohl wegen zu hoher Geschwindigkeit von der schneebedeckten Straße ab, das Auto überschlug sich. Der Fahrer und seine 42 Jahre alte Beifahrerin wurden schwer verletzt. Ebenfalls in Rheinland-Pfalz blockierte ein Lkw die B327 in Richtung Thalfang für mehrere Stunden. Er war auf der schneeglatten Straße abgekommen und mit dem vorderen Teil im Straßengraben stecken geblieben.

Nach herabfallenden Eisstücken und Unfällen ist etwa die verkehrsreiche Leverkusener Rheinbrücke der A1 komplett für den Verkehr gesperrt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren gefährlichen Situationen komme, sagte ein Polizeisprecher. Wie lange die Vollsperrung dauern werde, sei noch unklar. Bei den Verkehrsunfällen sei es zu Sachschäden gekommen.

Frühling, wo bleibst du? Das verheißt die Wettervorhersage nach Karneval

Wer an den Karnevalstagen friert und mildes Frühlingswetter herbeisehnt, könnte der aktuellen Wetterprognose zufolge bald Grund zur Freude haben: Zwar steht Deutschland diese Woche noch wechselhaftes Spätwinterwetter mit einem ständigen Auf und Ab bevor, doch sowohl europäische als auch US-amerikanische Wettermodelle prognostizieren für das kommende Wochenende vom 21. und 22. Februar eine deutliche Erwärmung. "Man kann ganz vorsichtig sagen: Das könnte ein erster Hauch von Frühling sein", erklärt Wetterexperte Dr. Karsten Brandt vom Portal Donnerwetter.de gegenüber "Bild". Konkret bedeutet das: zweistellige Plusgrade auch im Norden. Für Hamburg werden elf Grad Celsius erwartet, in Köln dreizehn und am Oberrhein sogar bis zu vierzehn Grad Celsius. Diplom-Meteorologe Dominik Jung bestätigt: "Ab Samstag oder Sonntag könnten wir tatsächlich langsam auftauen." Allerdings warnt er auch: Bis Ende Februar seien Kälterückschläge weiterhin möglich.

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/news.de/dpa/stg

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