Unwetter-Warnung heute 04.01.2026: Wetter-Ausnahmezustand durch Wintereinbruch - weiter Dauerfrost in Deutschland
Der Wintereinbruch sorgt für Chaos auf Deutschlands Straßen. Bild: AdobeStock/ Petair
Erstellt von Franziska Kais
04.01.2026 13.07
- Aktuelle Wetterprognose für Deutschland im Januar
- Unwetter-Warnung am 4. Januar 2026
- Winterwetter hält an - Urlaubsrückkehrer müssen aufpassen
Der Wintereinbruch in Deutschland dürfte heute viele Urlaubsrückkehrer treffen. Schneeschauer sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor allem vom Nordwesten bis zum Erzgebirge zu erwarten. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und minus 3 Grad. Mit Straßenglätte muss gerechnet werden. In mehreren Bundesländern beginnt nach den Weihnachtsferien am Montag wieder Schulunterricht.
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Wetter im Januar 2026 aktuell - starker Frost im Anmarsch
Das Winterwetter hält laut DWD erst einmal an. In der Nacht zum Montag (05.01.) erwartet der Deutsche Wetterdienst an manchen Orten zweistellige Minusgrade. Im Süden sind demnach Tiefstwerte zwischen minus 10 und minus 15 Grad möglich, im Rest des Landes zwischen minus 3 und minus 9 Grad. Dabei seien vor allem im Norden Schneeschauer möglich.
Wetterdienst warnt vor Graupelgewitter und schauerartigen Schneefällen
Am Montag komme es insbesondere in Küstennähe zu schauerartigen Schneefällen, vereinzelt seien auch Graupelgewitter möglich. Im Süden soll es hingegen weitgehend trocken bleiben. Abseits von größeren Nebelfeldern zeige sich zudem vermehrt die Sonne.
Am Dienstag (06.01.) erwartet der DWD eisige Temperaturen und Dauerfrost fast im gesamten Land. Lediglich auf den Nordseeinseln und am Niederrhein seien leichte Plusgrade möglich. Ansonsten lägen die Höchsttemperaturen bei weitgehend trockenem Wetter zwischen minus 6 und minus 1 Grad.
Unwetter-Alarm in Deutschland: Alle aktuellen Meldungen im News-Ticker
+++ Weiter Dauerfrost in Deutschland +++
Gut für Wintersportlerinnen, weniger gut für Autofahrer: Auch in den nächsten Tagen ist es in Deutschland bitterkalt. "Der Winter ist gekommen, um zu bleiben", teilte Diplom-Meteorologin Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. "Tagsüber gibt es nur sehr vereinzelt im Westen und Nordwesten zarte Plusgrade, sonst verbleiben wir im Dauerfrost."
Tiefausläufer bringen vor allem in Norddeutschland feuchte Luft mit wiederholten Schneeschauern. Der Süden profitiert von schwachem Hochdruckeinfluss und mehr Sonnenschein. Der Schnee taut bei Frost nicht, auch die Wintersonne vermag ihn nicht zu schmelzen. Laut Meteorologin Kerrn gilt in den kommenden Tagen im Bergland weiterhin: "Ski und Rodel gut." Sie ergänzte: "Des einen Freud' ist des anderen Leid: Schneeschauer sorgen für teils glatte Straßen und Wege. Eine angepasste Gang- und Fahrweise ist ratsam." Auch für das Freikratzen der Autoscheiben sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden.
Erst in der zweiten Wochenhälfte setzt sich Kerrn zufolge wieder mildere Luft durch und Deutschlands Dauerfrost endet.
+++ Winterwetter führt zu Störungen im Zug- und Flugverkehr +++
Im Raum Bremen kam es zu starken Beeinträchtigungen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn, es gab Verspätungen von einer Stunde und Ausfälle von Verbindungen. Am Flughafen Düsseldorf konnten am Samstagnachmittag für 40 Minuten keine Flugzeuge starten oder landen. Die Piste wurde nach Angaben eines Sprechers komplett vom Schnee befreit.
+++ Nacht zu Sonntag laut Wetterdienst wieder glatt +++
Im Laufe des Samstagvormittags soll das Eis nach Prognosen des DWD auf den Straßen wegtauen. Nur im Süden kann es bei Frühwerten bis zu minus neun Grad glatt bleiben. In Teilen Norddeutschlands soll es immer wieder Schneeschauer und kurze Graupelgewitter geben. Gegen Abend werden an der Nordsee schwere Sturmböen erwartet. In der Nacht sinken die Temperaturen auf Tiefstwerte zwischen null und minus neun Grad. In den Alpen sind sogar minus zehn Grad möglich. Dabei rechnen die Wetterexperten wieder mit glatten Straßen.
Im Laufe des Sonntags soll sich dann vor allem im Süden die Sonne zeigen. Im restlichen Land soll es überwiegend bewölkt bleiben. Nördlich des Mains kann es vereinzelt Schneeschauer geben. Die Temperaturen steigen auf bis zu drei Grad. In den Bergen wird das Thermometer aber nicht über minus fünf Grad steigen.
+++ Schnee und Glätte sorgen für Unfälle +++
Wegen vereisten und zugeschneiten Straßen ist es in der Nacht an vielen Orten in Deutschland zu Unfällen gekommen. In Bayern und Norddeutschland blockierten Lkw Autobahnen, die dann für Aufräumarbeiten gesperrt wurden. In Hamburg waren bereits am Freitagnachmittag Dutzende Fahrzeuge auf der Köhlbrandbrücke stecken geblieben. Laut dem Deutschen Wetterdienst können die Straßen auch noch heute Vormittag glatt sein. In der kommenden Nacht muss dann erneut mit glatten Straßen durch überfrierende Nässe, Schnee und Schneematsch gerechnet werden.
+++ Lastwagen kippt um - Lachs fällt auf Autobahn in Bayern +++
Auf der A 93 in der Oberpfalz kippte ein Lastwagen mit Lachs um. Durch den Unfall war der Anhänger des Lastwagens aufgeplatzt und der Fisch verteilte sich über die Fahrbahn, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Die Autobahn war bei Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) unter anderem wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten für mehr als zehn Stunden gesperrt. Grund für den Unfall war laut Polizei die glatte Straße, auf der der Lastwagen ins Rutschen geriet. Der Fahrer blieb unverletzt.
+++ Lastwagen blockiert A1 kurz vor Bremen +++
Auch auf der A1 kurz vor Bremen rutschte ein Lastwagen auf der glatten Straße und kollidierte unter anderem mit einem LED-Schild und der Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Beamten sperrten die Autobahn. Um die Fahrbahn von Eis und Schnee zu befreien, musste die Polizei die Streufahrzeuge durch die Rettungsgasse zum Unfallort lotsen.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern kam es zu zahlreichen Glätteunfällen. Die Polizeidirektion in Neubrandenburg zählte in der Nacht zwölf Unfälle wegen glatter Straßen. Die Direktion in Rostock registrierte 57 Unfälle in den vergangenen 24 Stunden. Dabei wurden neun Menschen leicht verletzt.
+++ Verkehrschaos in Hamburg - Dutzende Fahrzeuge bleiben an Brücke stecken +++
Bereits am Freitagnachmittag hatte das Wetter auch für ein größeres Chaos in Hamburg gesorgt. Auf der Köhlbrandbrücke, die die Hansestadt mit der A7 verbindet, blieben Dutzende Lastwagen und Autos stecken. Sie schafften es nicht mehr die Brücke nach oben zufahren, wie ein Polizeisprecher sagte.
Ein Lastwagen sei auch ins Rutschen gekommen und habe sich gedreht. Die Polizei war mehr als sechs Stunden damit beschäftigt, den Verkehr zu regeln. Erst als der Winterdienst die Brücke streute, konnten Fahrzeuge die Brücke wieder passieren. Zu Unfällen sei es nicht gekommen.
+++ Fährverkehr zu den Inseln massiv eingeschränkt +++
Der Sturm hat bereits am Neujahrstag den Schiffsverkehr stark beeinträchtigt. Zahlreiche Fährverbindungen in Niedersachsen wurden gestrichen oder zeitlich verschoben. Am Freitag (02.01.) sind die Verbindungen nach Wangerooge und Norderney weiterhin betroffen. Wer nach Borkum übersetzen möchte, muss mit Verzögerungen rechnen. Auch auf der Strecke zwischen Cuxhaven und Helgoland kommt es zu Ausfällen und Verspätungen.
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