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Polizei-News Lingen, 06.07.26: Regionalzug kollidiert mit Hindernissen auf den Gleisen

Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Christian Charisius

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Sonntagabend kam es auf der Bahnstrecke von Rheine nach Norddeich Mole zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Unbekannte hatten in Lingen offenbar mehrere Gegenstände auf die Gleise gelegt. Ein Zug der Westfalenbahn stieß mit den Hindernissen zusammen und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend gegen 21:30 Uhr in Nähe des Bahnüberganges Schwarzer Weg in Lingen. Es wurden u.a. ein Metallschild samt Betonklotz sowie mehrere Holzstücke in die Gleise gelegt und durch den Regionalzug erfasst.

Obwohl der Triebfahrzeugführer beim Erkennen der Hindernisse sofort eine Schnellbremsung einleitete, konnte ein Zusammenprall nicht mehr verhindert werden. Durch den Zusammenstoß mit den aufgelegten Gegenständen wurde der Zug erheblich beschädigt. Der Zug konnte nach einer technischen Überprüfung bis zum Bahnhof Lingen fahren, musste dann aber wegen der Beschädigungen außer Betrieb genommen werden. Von den insgesamt ca. 80 Bahnreisenden wurde niemand verletzt.

Es kam zu Zugverspätungen von insgesamt 285 Minuten und zwei Teilausfällen im Bahnverkehr.

Die Bundespolizei hat strafrechtliche Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Wer Personen beobachtet oder sonstige sachdienliche Hinweise geben kann, nimmt mit der Bundespolizei in Osnabrück unter der Telefonnummer 0541 331280 Verbindung auf.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich auf die Gefahren an Bahnanlagen hin. Kommt es durch Betreten oder das Bereiten von Hindernissen im Bereich der Bahnanlagen zu einer Beeinträchtigung des Zugverkehrs, können neben strafrechtlichen Konsequenzen auch zivilrechtliche Forderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen auf die Verursacher zukommen. Solche Ansprüche können im Einzelfall noch bis zu 30 Jahre nach der Tat geltend gemacht werden. Neben der erheblichen Eigengefährdung bei unerlaubten Gleisüberschreitungen können überfahrene Gegenstände weggeschleudert und somit zu regelrechten Geschossen werden. Herannahende Züge sind sehr leise und werden daher sehr spät wahrgenommen. Weiterhin ist der Bremsweg eines fahrenden Zuges erheblich länger als der eines Straßenfahrzeuges.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeiinspektion Bad vom 06.07.2026 gegen 13:12 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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