Polizei-News Saarbrücken, 01.01.26: Silvesternacht 2025/2026 / Polizei zieht durchwachsene Bilanz
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Christian Charisius
Erstellt von Team Datenjournalismus
01.01.2026 13.09
Die Landespolizeidirektion war in der Silvesternacht verstärkt im gesamten Saarland im Einsatz, um die Sicherheit der feiernden Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Die Gesamteinsatzzahl lag bei über 350 Einsätzen. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre war die Polizei an bekannten Brennpunkten präsent und konnte so auch entsprechend konsequent eingreifen, um Gefahren zu verhindern.
Feierlichkeiten zum Jahreswechsel in der Landeshauptstadt Saarbrücken
In der Landeshauptstadt Saarbrücken sammelte sich bereits deutlich vor 00:00 Uhr eine Vielzahl von Jugendlichen und Heranwachsenden im Bereich des Rabbiner-Rülf-Platzes. In der Spitze wurden über 1.000 Personen auf dem Rabbiner-Rülf-Platz sowie im näheren Umfeld gezählt. Im Rahmen eines Feuerwehreinsatzes erlitten Einsatzkräfte der Feuerwehr durch einen Böllerwurf ein Knalltrauma. Ein entsprechendes Strafverfahren gegen Unbekannt wurde eingeleitet. Insgesamt stellte die Polizei ein massives Abbrennen von Feuerwerkskörpern in diesem Bereich fest. Die Polizei leitete fünf Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein, welche überwiegend im Zusammenhang mit dem Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen stehen. Zudem kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei größeren Personengruppen auf der Wil-helm-Heinrich-Brücke. Die Beteiligten entfernten sich bei Einschreiten der Polizeikräfte. Die weiteren Ermittlungen hierzu dauern noch an. Gegen 01:00 Uhr hatte das Gros der Personen die Örtlichkeit verlassen und die Sperrmaßnahmen rund um die Wilhelm-Heinrich-Brücke konnten aufgehoben werden.
Mehrere Brandgeschehen in der Silvesternacht
Insgesamt rückte die Polizei zu mehreren Einsätzen mit Brandgeschehen aus. Darunter waren auch drei Wohnhausbrände. In Köllerbach in der Schulstraße brannte gegen 00:30 Uhr ein Mehrparteienanwesen. Die Bewohner wurden hierbei nicht verletzt, mehrere im Anwesen befindliche Haustiere konnten jedoch nicht mehr gerettet werden. Das Haus ist aktuell nicht mehr bewohnbar. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern derzeit noch an.
In Schwalbach in der Hauptstraße kam es gegen 00:15 Uhr zu einem Brandgeschehen in der Garage eines beidseitig angebauten Wohnhauses. Das darin geparkte Fahrzeug wurde ebenfalls vom Brand in Mitleidenschaft gezogen und brannte in der Folge schließlich völlig aus. Ein Hausbewohner wurde leicht verletzt. Am Gebäude entstand Sachschaden. Das Anwesen ist derzeit nicht bewohnbar. Auch hier dauern die Ermittlungen zur Brandursache weiterhin an.
In der Ursulinenstraße in Saarbrücken brach gegen 03:45 Uhr ein Brand in einer Wohnung eines Mehrparteienanwesens aus. Die Bewohnerin wurde auf den Brand aufmerksam. Durch die Feuerwehr konnte der Brand gelöscht werden. Die Bewohnerin wurde leicht verletzt. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.
Sonstige Vorkommnisse
Die Landespolizeidirektion registrierte insgesamt 15 Einsätze im Zusammenhang mit Schlägereien und Körperverletzungsdelikten. Außerdem wurden acht Fälle der häuslichen Gewalt zur Anzeige gebracht. In der Nacht zum Jahreswechsel nahm die Landespolizeidirektion 44 Verkehrsunfälle auf, darunter zehn Unfälle mit Personenschäden. Von vier nicht mehr fahrtüchtigen Personen wurde der Führerschein einbehalten.
Landesweit kam es zu zwei Fällen der Gewalt gegen Polizeibeamte. Im Rahmen einer Ingewahrsamnahme im Bereich der PI Saarlouis sowie einer Blutprobenentnahme bei der PI Neunkirchen leisteten zwei Personen Widerstand gegen die eingesetzten Beamten. Hierbei wurden keine Einsatzkräfte verletzt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landespolizeidirektion Saarland vom 01.01.2026 gegen 12:32 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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