Königs Charles III.: Trennung unausweichlich - Charles macht Schluss im Buckingham-Palast
König Charles III. wird in Zukunft nicht mehr im Buckingham-Palast wohnen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Kirsty Wigglesworth
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
26.06.2026 11.08
- König Charles III. gibt Trennung vom Buckingham-Palast bekannt
- König Charles III. und Königin Camilla bleiben dauerhaft in Clarence House
- Auch Prinz William will nicht in die royale Residenz ziehen
- Royals müssen künftig mit einem kleineren Budget auskommen
- Charles und William machen Steuererklärung öffentlich
Es ist ein Einschnitt, wie ihn die britische Monarchie seit fast zwei Jahrhunderten nicht erlebt hat: Der Buckingham-Palast wird zwar umfassend modernisiert, doch ein König wird dort künftig nicht mehr dauerhaft wohnen.
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König Charles III. will künftig nicht mehr imBuckingham-Palast leben
Wie die britische "Daily Mail" berichtet, haben König Charles III. und Königin Camilla entschieden, nach Abschluss der Renovierung nicht in die berühmte Londoner Residenz zurückzukehren. Der königliche Schatzmeister James Chalmers bestätigte am Donnerstag, dass das Paar dauerhaft im benachbarten Clarence House bleiben wird.
Damit endet eine Tradition, die mit Queen Victoria begann. Seit 1837 war der Buckingham-Palast die offizielle Londoner Heimat der britischen Monarchen. Selbst während der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg blieben Charles' Großeltern dort. Doch unter Charles III. steht die Monarchie offenbar vor einem neuen Kapitel: weniger Größe, weniger Kosten, mehr Effizienz.
Charles III. bleibt lieber in Clarence House
Für den König ist die Entscheidung kein spontaner Schritt. Charles und Camilla leben bereits seit 2003 in Clarence House. Nach dem Tod von Queen Mum gestalteten sie die Räume nach ihren eigenen Vorstellungen.
Auch nach der zehnjährigen Renovierung des Buckingham-Palasts, die im kommenden Jahr abgeschlossen werden soll, bleibt es bei dieser Lösung. Der Palast bleibt zwar ein Symbol der Krone – aber nicht mehr das private Zuhause des Monarchen.
Buckingham-Palast bleibt das Zentrum der Monarchie – aber ohne Bewohner
Trotz des Auszugs bleibt der Buckingham-Palast ein Herzstück des Königshauses. Der historische Bau soll weiterhin für die wichtigsten royalen Termine genutzt werden.
Staatsbankette, Botschafterempfänge, Ordensverleihungen und Gartenpartys sollen auch künftig dort stattfinden. Ein hochrangiger Palastmitarbeiter betonte: "Er ist und bleibt das Hauptquartier der Monarchie, das Kronjuwel unserer nationalen Gebäude."
Gleichzeitig soll der Palast künftig stärker geöffnet werden. Mehr Besucher sollen durch die Räume geführt werden – ein Schritt, der zusätzliche Einnahmen bringen und die Belastung für Steuerzahler reduzieren soll. Charles und Camilla behalten zwar private Räume im Palast, wollen diese aber nur während offizieller Arbeitstage nutzen.
Auch Prinz William plant keinen Umzug in den Buckingham-Palast
Der royale Sparkurs betrifft nicht nur Charles. Auch Thronfolger Prinz William setzt offenbar auf eine modernere Form der Monarchie.
Nach seiner Thronbesteigung will William nicht in den Buckingham-Palast ziehen. Gemeinsam mit Prinzessin Kate plant er, im privaten Anwesen Forest Lodge in Windsor zu bleiben. Damit könnte erstmals seit fast 190 Jahren ein britischer Monarch nicht dauerhaft in London residieren.
Royals müssen sparen: Staatszuschuss wird deutlich gekürzt
Mit dem Ende der Renovierungsarbeiten beginnt für das Königshaus auch finanziell eine neue Phase.
Der sogenannte Sovereign Grant – der staatliche Zuschuss für königliche Ausgaben – soll in den kommenden fünf Jahren von zuletzt rund 153 Millionen Euro auf knapp 116 Millionen Euro sinken. Der Grund: Der Staat will die Kosten der Monarchie stärker begrenzen.
Doch trotz der Kürzungen bleiben hohe Ausgaben bestehen. Ein großer Teil des Budgets fließt weiterhin in die Pflege und Erhaltung der historischen Immobilien. Zusätzlich entstehen neue Kosten durch moderne Sicherheitsanforderungen, darunter verstärkte Cybersicherheit und energieeffiziente Heizsysteme.
Palastmitarbeiter machten deutlich, dass die Monarchie keinen "Blankoscheck" der Steuerzahler habe. Die Finanzierung werde für die kommenden fünf Jahre auf diesem Niveau eingefroren bleiben.
König Charles veröffentlicht erstmals persönliche Steuerzahlungen
Für zusätzliche Transparenz sorgte Charles III. mit einem ungewöhnlichen Schritt: Er legte als erster britischer Monarch seine persönlichen Steuerzahlungen offen. Seit seiner Thronbesteigung nach dem Tod von Queen Elizabeth im Jahr 2022 zahlte Charles mehr als 35 Millionen Euro an den Fiskus. Allein im vergangenen Steuerjahr waren es knapp 15 Millionen Euro.
Seine Einnahmen stammen unter anderem aus dem Herzogtum Lancaster – einem privaten Portfolio aus Landbesitz und Investitionen – sowie aus Immobilien wie Balmoral in Schottland. Charles entrichtet freiwillig Einkommens- und Kapitalertragsteuer nach einer 2023 mit der Regierung getroffenen Vereinbarung.
Auch Prinz William zahlt Millionen an Steuern - und bittet Papa Charles zur Kasse
Auch Prinz William zog nach und veröffentlichte seine Steuerzahlungen. Der Thronfolger zahlte im vergangenen Jahr knapp 9 Millionen Euro an Steuern.
Für Aufsehen sorgte dabei ein besonderes Detail: William verlangte von seinem Vater mehr als 580.000 Euro Miete für die weitere Nutzung von Highgrove. Das Anwesen gehört inzwischen dem Prinzen von Wales.
Fazit: Die neue Ära der britischen Monarchie
Der Buckingham-Palast bleibt zwar das Symbol der Krone – doch die Zeiten des klassischen königlichen Lebensstils verändern sich.
Charles III. setzt auf kleinere Strukturen, mehr Transparenz und weniger Kosten. Die Botschaft dahinter ist klar: Die Monarchie will moderner wirken – und den Eindruck vermeiden, sich auf Kosten der Steuerzahler Luxus zu leisten.
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