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Donald Trump: Nächster Schlag gegen Kanada – US-Präsident verschärft Handelskonflikt

Donald Trump: Jetzt kassieren sogar Eishockeyschläger! US-Präsident verschärft Zollkrieg Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Joey Sussman

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  • Donald Trump kündigt neue Strafzölle auf kanadische Waren an
  • Kanada reagiert empört auf die verschärften Handelsmaßnahmen
  • Der Zollstreit zwischen USA und Kanada eskaliert weiter

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Donald Trump verschärft den wirtschaftlichen Konflikt mit Kanada und das zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für das Nachbarland. Während Kanada derzeit von schweren Waldbränden heimgesucht wird, die auch in weiten Teilen der USA für massive Luftverschmutzung sorgen, erhebt der US-Präsident schwere Vorwürfe. Er spricht von "vorsätzlicher Fahrlässigkeit" und kündigt Konsequenzen an.

Zeitgleich verschärft die US-Regierung den Druck mit neuen Strafzöllen auf zahlreiche Importwaren im Milliardenwert. Nach eigenen Angaben sollen damit bessere Bedingungen für amerikanische Unternehmen durchgesetzt werden. Die Entscheidung sorgt auf beiden Seiten der Grenze für heftige Reaktionen.

Trump will Milliarden-Zölle auf zahlreiche kanadische Produkte

Wie das Weiße Haus mitteilte, hat Donald Trump neue Zusatzzölle in Höhe von 50 Prozent auf kanadische Importe im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Die Maßnahme soll nach einer Übergangsfrist von 30 Tagen in Kraft treten. Von den neuen Zöllen betroffen sind laut "Bild" unter anderem Eishockeyschläger, Wein, Käse, Möbel, Kleidung sowie Zement. Nach Angaben der US-Regierung reagiert Washington damit auf eine aus ihrer Sicht unfaire Behandlung amerikanischer Waren auf dem kanadischen Markt. Als Begründung heißt es, Kanada benachteilige US-Produkte wie Autos, Alkohol und Milchprodukte.

Handelskonflikt zwischen Nachbarn spitzt sich weiter zu

Der Streit zwischen den beiden nordamerikanischen Nachbarn schwelt bereits seit Längerem. Donald Trump wirft Kanada immer wieder vor, die Vereinigten Staaten im Handel zu benachteiligen. Strafzölle zählen dabei zu den zentralen Instrumenten seiner Wirtschaftspolitik.
Zuletzt war Trump allerdings juristisch ausgebremst worden. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte entschieden, dass der Präsident bestimmte Zölle nicht mehr unter Berufung auf ein Notstandsgesetz verhängen darf. Die aktuellen Maßnahmen stützen sich deshalb auf ein älteres US-Handelsgesetz aus dem Jahr 1930.

Ontario-Regierungschef reagiert empört

In Kanada stößt Trumps Vorgehen auf deutliche Kritik. Besonders scharf äußerte sich Doug Ford, Premierminister der Provinz Ontario. Er erinnerte daran, dass Kanada den USA in der Vergangenheit bei Naturkatastrophen unterstützt habe und zeigte sich enttäuscht über die neuen Drohungen aus Washington.

Ford erklärte:

  • "Statt Kanada, den engsten Freund der USA, zu bedrohen, sollte Trump bedenken, dass er vielleicht eines Tages Hilfe benötigen wird."

Außerdem kritisierte er die jüngsten Aussagen des US-Präsidenten deutlich und sprach von "Unsinn" aus Washington.

Weitere Spannungen zwischen USA und Kanada nicht ausgeschlossen

Mit den neuen Strafzöllen erreicht der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada eine weitere Eskalationsstufe. Ob Ottawa mit eigenen Gegenmaßnahmen reagiert oder erneut das Gespräch mit Washington sucht, bleibt zunächst offen. Fest steht jedoch: Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten stehen erneut vor einer Belastungsprobe und ein Ende des Zollkonflikts ist derzeit nicht in Sicht.

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