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Donald Trump als Lügner bloßgestellt: Faktencheck entlarvt haarsträubendes Lügennetz von "The Don"

Donald Trumps Rede an die Nation entpuppte sich als halbstündiges Lügenmärchen, das von unabhängigen Faktenchecks bloßgestellt wurde. Bild: picture alliance/dpa/Pool AFP | Saul Loeb

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  • Donald Trump als Lügner überführt durch Faktenchecks
  • US-Präsident lügt pausenlos bei Rede an die Nation am 16. Juli
  • Wahlmanipulation, "Deep State" in Geheimdiensten und mehr: Hier hat Trump dreist gelogen

In einer zur besten Sendezeit ausgestrahlten Fernsehansprache am Abend des 16. Juli hat US-Präsident Donald Trump erneut ungeheure Aussagen getätigt. Schwere Vorwürfe über Wahlmanipulation aus China und bizarre Behauptungen zum "Deep State" in den Geheimdiensten waren nur die Spitze des Eisbergs - und wurden umgehend von unabhängigen Faktenchecks als hanebüchene Lügen Donald Trumps entlarvt.

Donald Trump hält Rede an die Nation und erhebt irrwitzige Vorwürfe

Donald Trump zufolge habe China "den größten Kompromiss von Wahldaten in der Geschichte" begangen und dabei 220 Millionen amerikanische Wählerdateien erbeutet, behauptete der Präsident. Gleichzeitig beschuldigte Trump den sogenannten "Deep State" in den Geheimdiensten, Informationen über Chinas "finstere Wahleinmischung" sowohl vor ihm als auch vor der amerikanischen Öffentlichkeit vertuscht zu haben. "Diese Enthüllungen zeigen ein Wahlsystem, das so kaputt und so verwundbar ist, dass niemand es verteidigen kann", erklärte Trump während seiner Ansprache.

Der Präsident kündigte zudem die Veröffentlichung von Dokumenten zu fünf "großen Problembereichen" an und forderte eine erneute Untersuchung der Präsidentschaftswahl 2020. Die Rede erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem einige Republikaner auf Änderungen der Bundeswahlgesetze vor den Zwischenwahlen 2026 drängen.

Donald Trump der Lüge überführt: Faktenchecker und Experten zerlegen Trumps Behauptungen in Echtzeit

Ben Ginsberg, ein republikanischer Wahlrechtsanwalt mit jahrzehntelanger Erfahrung für die RNC und George Bushs Präsidentschaftskampagne, erklärte unmittelbar nach der Rede gegenüber CNN: "Was mir auffiel, ist, dass es immer noch keine Beweise dafür gibt, dass irgendein Wahlergebnis falsch war", wie "The Daily Beast" schreibt.

Auch der ehemalige Stabschef des Heimatschutzministeriums Miles Taylor widersprach dem Präsidenten öffentlich. "Trump behauptete, der 'Deep State' habe vor ihm verborgen, dass China versucht, in unsere Wahlen einzugreifen... vielleicht hat er vergessen, dass wir ihn persönlich 2018 über diese Bedrohung informiert haben", schrieb Taylor auf X.

CNN-Reporter Zachary Cohen stellte nach Durchsicht der vom Weißen Haus veröffentlichten Dokumente fest, dass diese größtenteils seit Jahren bekannte Schwachstellen behandeln. Keine der freigegebenen Informationen belege, dass frühere Wahlergebnisse – einschließlich der Präsidentschaftswahl 2020 – durch ausländische Einmischung oder Betrug manipuliert worden seien.

Donald Trump lügt, dass sich die Balken biegen: Rede an die Nation voller aufgeblähter Zahlen

Donald Trump behauptete in seiner Ansprache, dass rund 250.000 Nicht-Staatsbürger auf den Wählerlisten stünden. CNN-Reporter Marshall Cohen ordnete diese Zahl ein: Zuverlässigere Regierungsquellen, die tatsächlich den Staatsbürgerschaftsstatus überprüfen, kämen lediglich auf etwa 28.000 Fälle. Das Center for Election Innovation & Research, eine überparteiliche Organisation, bestätigt diese Einschätzung. Erste Behauptungen über nicht wahlberechtigte Wähler basieren häufig auf unvollständigen oder veralteten Daten und schrumpfen nach gründlicher Prüfung durch Wahlbeamte drastisch zusammen, war bei "Newsweek" zu lesen.

Noch bevor Trump überhaupt zu sprechen begann, wies die chinesische Botschaft die Vorwürfe zurück. Sprecher Liu Chang erklärte gegenüber Reuters: "China hat sich nie in die Präsidentschaftswahlen der USA eingemischt und wird dies auch nie tun." US-Geheimdienste, Wahlbeamte und Gerichte haben bislang keine Belege dafür gefunden, dass China Stimmen manipuliert oder Wahlsysteme verändert hätte.

Will Donald Trump die Zwischenwahlen manipulieren? Kritiker sehen Alarmzeichen

Der Vorsitzende des Democratic National Committee, Ken Martin, sieht in der Rede einen gezielten Angriff auf die demokratischen Institutionen. "Trump und die Republikaner legen weiterhin den Grundstein, um in die Zwischenwahlen einzugreifen und an der Macht zu bleiben", erklärte er nach der Ansprache.

Besonders alarmierend für Beobachter: Trump kündigte an, Wählerdaten aus Bundesstaaten beschlagnahmen zu wollen, die er als "gefährdet" einstuft. Er bezeichnete die amerikanischen Wahlen als "kompromittiert" und versprach, "Schwachstellen zu korrigieren" – was Kritiker als Vorankündigung direkter Eingriffe in den Wahlprozess interpretieren.

Der demokratische Senator Mark Warner äußerte sich bereits vor der Rede gegenüber CNN: "Ich glaube, Trump erkennt, dass er bei einer freien und fairen Wahl dieses Jahr eine Niederlage kassieren wird." Die Rede eines amtierenden Präsidenten, der Schritt für Schritt darlegt, wie er die Wahlen 2026 untergraben könnte, sei beispiellos.

Trumps Lieblingssender tritt auf die Bremse: Ansprache an die Nation ist Fox News kaum Sendezeit wert

Selbst Fox News, bekanntlich Donald Trumps Haus- und Hof-Sender, ging auffällig vorsichtig mit der Präsidentenrede um. Der Sender widmete der Ansprache lediglich etwas mehr als fünf Minuten, bevor er zum Thema Iran wechselte. Korrespondentin Aishah Hasnie erklärte im Gespräch mit Sean Hannity: "Fox News hat die Beweise noch nicht gesehen und ist nicht in der Lage, die Richtigkeit der Aussagen und Behauptungen des Präsidenten zu bewerten." Diese Zurückhaltung hat einen teuren Hintergrund: 2023 zahlte der Sender 787,5 Millionen Dollar an Dominion Voting Systems, nachdem er falsche Behauptungen über manipulierte Wahlmaschinen verbreitet hatte.

Trump nutzte die Rede auch, um den Kongress zur Verabschiedung des SAVE America Act aufzufordern, der einen dokumentarischen Staatsbürgerschaftsnachweis für die Wählerregistrierung vorschreiben würde. Vizepräsident JD Vance unterstützte den Vorstoß auf X: "Wahlintegrität ist keine parteiische Angelegenheit, es ist eine AMERIKANISCHE ANGELEGENHEIT."

Für all jene, die 30 Minuten Trump-Getöse beim besten Willen nicht ertragen, hat das pro-demokratische Bündnis "MeidasTouch" unter dem Motto "Wir haben uns Trumps gefährliche und wahnsinnige Rede angehört, damit ihr es nicht müsst" eine Zusammenfassung bei X (vormals Twitter) gepostet.

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