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Donald Trump: Rückzieher nach einem Tag – US-Präsident wirft Hormus-Plan wieder über Bord

Trump macht Kehrtwende bei Hormus-Plan: Nur einen Tag später ist die Gebühr vom Tisch Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson

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  • Trump nimmt seinen umstrittenen Gebührenplan für die Straße von Hormus zurück
  • Stattdessen setzt der US-Präsident auf Handels- und Investitionsabkommen
  • Währenddessen gehen die Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran weiter

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Donald Trump rudert offenbar zurück. Erst vor einem Tag hatte der US-Präsident eine umstrittene Gebühr für Schiffe angekündigt, die die Straße von Hormus passieren. Nun schlägt er jedoch einen anderen Kurs ein: Statt auf Durchfahrtsgebühren setzt Trump plötzlich auf milliardenschwere Handels- und Investitionsabkommen mit den Golfstaaten. Gleichzeitig gehen die US-Angriffe auf Ziele im Iran weiter.

Donald Trump verabschiedet sich von Gebührenplan

Die Straße von Hormus steht seit Beginn der Spannungen zwischen den USA und dem Iran immer wieder im Mittelpunkt der Debatte. Zuletzt sorgten Berichte über ein angebliches iranisches Mordkomplott gegen Donald Trump für Aufsehen. Der US-Präsident reagierte darauf mit scharfen Worten und drohte Teheran mit der völligen Vernichtung, sollte der Iran ein Attentat auf ihn verüben.

Vor diesem Hintergrund kündigte Trump anschließend an, eine Gebühr für Schiffe einzuführen, die die strategisch wichtige Meerenge passieren. Nur einen Tag später ruderte der US-Präsident jedoch wieder zurück. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, nach Gesprächen mit Vertretern aus dem Nahen Osten seine Pläne geändert zu haben. Statt auf Durchfahrtsgebühren setzt Trump jetzt auf Handels- und Investitionsabkommen mit den Golfstaaten.

"Nach äußerst produktiven Gesprächen" habe er beschlossen, die geplante Gebühr "durch Handels- und Investitionsabkommen" mit den Golfstaaten zu ersetzen, erklärte Trump.
Welche Länder an den Gesprächen beteiligt gewesen sein sollen und ob bereits konkrete Zusagen vorliegen, blieb zunächst offen.

Donald Trump: "Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht"

Bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi erläuterte Trump seinen überraschenden Kurswechsel. Mehrere Staaten hätten ihn kontaktiert und alternative Vorschläge unterbreitet, darunter umfangreiche Investitionen in den USA. Zugleich erklärte der Präsident: "Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht."

Diese Aussage überrascht, denn nur einen Tag zuvor hatte Trump noch angekündigt, die USA sollten künftig 20 Prozent des Frachtwerts für die sichere Passage durch die Straße von Hormus erhalten. Damit sollten nach seiner Darstellung die Kosten für den Schutz der Schifffahrt gedeckt werden.

Kritik an Trumps ursprünglichem Vorstoß

Bereits kurz nach der Ankündigung hatte es deutliche Kritik gegeben. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) verwies darauf, dass die Passage nach internationalem Recht frei von Zöllen und Gebühren bleiben müsse. Auch der Verband Deutscher Reeder sprach sich gegen den Plan aus und bezeichnete eine einseitige Gebührenerhebung als rechtlich unzulässig.

US-Militär greift weiter Ziele im Iran an

Während Trump seinen wirtschaftspolitischen Kurs änderte, setzte das US-Militär nach Angaben eines US-Beamten seine Angriffe auf militärische Einrichtungen im Iran fort. Ziel sei es, aufkommende Bedrohungen zu beseitigen.

Trump hatte die Waffenruhe mit dem Iran bereits in der vergangenen Woche für beendet erklärt und weitere militärische Maßnahmen angekündigt. Zudem brachte er zuletzt einen möglichen Angriff auf die unterirdische Anlage "Pickaxe Mountain" ins Spiel, die westliche Beobachter seit Längerem mit dem iranischen Atomprogramm in Verbindung bringen.

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/bos/news.de/dpa

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