Marco Rubio: US-Außenminister widerspricht Trump - "Das ist das Gesetz"
US-Präsident Donald Trump bekommt Gegenwind bei der angekündigten Seeblockade im Iran. Bild: picture alliance/dpa/AP photo/Alex Brandon
Erstellt von Ines Fedder
14.07.2026 09.29
- US-Präsident ernennt sich zum "Wächter der Hormusstraße"
- Maut-Gebühren von 20 Prozent auf iranische Schiffe und Exporteure
- Selbst sein Außenminister widerspricht ihm - frühere Aussage von Marco Rubio im Fokus
US-Präsident Donald Trump legt im Iran-Konflikt nach und erklärte sich bei "Truth Social" zum selbsternannten "Wächter der Hormusstraße". Künftig wolle er eine Gebühr von 20 Prozent für Schiffe erheben, welche die wichtige Schifffahrtsroute passieren wollen und iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren.
Trump setzt iranische Seeblockade in Kraft - Kontrolle beim Passieren der Straße von Hormus
"Die Straße von Hormus ist und bleibt offen, mit oder ohne Iran. Wir setzen die iranische Blockade wieder in Kraft, die so genannt wird, weil sie nur iranische Schiffe und Kunden am Ein- und Ausfahren hindert", schreibt Donald Trump bei Truth Social.
US President Donald Trump posts on Truth Social; "The Hormuz Strait is open, and will remain open, with or without Iran. We are reinstating the Iranian Blockade, so named because it is only stopping Iran’s ships or customers from entering or leaving. All other countries will have… pic.twitter.com/1CW7kNRHtQ
— ANI (@ANI) July 13, 2026
Donald Trump kündigt 20-Prozent-Maut für iranische Schiffe an
Und weiter: "Die USA werden von nun an als 'Wächter der Hormusstraße' bekannt sein, aber als solche und aus Gründen der Fairness werden ihnen alle Kosten, die für die Gewährleistung von Sicherheit in diesem äußerst instabilen Teil der Welt notwendig sind, mit 20 % des gesamten Frachtvolumens erstattet."
Alle anderen Länder sollen laut dem US-Präsidenten einen "fairen und "offenen" Zugang zur Meerenge haben, schreibt Trump.
Aber wie fair ist diese Seeblockade? Besonders interessant? Mit den Einschränkungen und der Erhebung einer Mautgebühr würde Trump seinem Außenminister Marco Rubio gehörig in den Rücken fallen. Denn: Dieser schloss noch vor wenigen Wochen genau ein solches Vorgehen kategorisch aus. Mehr noch: Er kritisierte es aufs Schärfste.
US-Außenminister Rubio widerspricht Trump: "Das ist das Gesetz"
Erst Mitte Juni ließ US-Außenminister Marco Rubio bezüglich einer möglichen Mautgebühr beim Passieren der Straße von Hormus noch verlauten: "Das ist das Gesetz. Es handelt sich um eine internationale Wasserstraße. Kein Land darf auf einer internationalen Wasserstraße Mautgebühren oder sonstige Gebühren erheben."
Es sei "geltendes Völkerrecht", auf das man sich hier berufe. So sei es auf internationalen Wasserstraßen in der ganzen Welt und so erwarte man es auch hier im Iran, erklärte Rubio noch am 23. Juni. Auf Nachfrage des "Daily Beast" an das US-Außenministerium wolle man keine Stellungnahme abgeben, heißt es.
Internationale Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen reagiert empört
Der Ankündigung Trumps folgt nun auch Widerstand der "internationalen Seeschiffsorganisation der Vereinten Nationen", berichtet der "Daily Beast". Man spreche sich entschieden gegen die Erhebung von Gebühren für die Durchfahrt der Meerenge aus, so heißt es. "Es gibt keine Rechtsgrundlage für die Einführung obligatorischer Mautgebühren allein für die Durchfahrt durch eine Meerenge", erklärt die Regulierungsbehörde für den internationalen Seeverkehr.
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