Putins nächster Krieg: Tschechiens Präsident spricht von "Massenmobilisierung" nach Wahlen
Für Friedensverhandlungen mit Wladimir Putin bleibt nur noch wenig Zeit, laut Tschechiens Präsident Petr Pavel. Bild: picture alliance/dpa/Russian Presidential Press Service/Uncredited
Erstellt von Ines Fedder
14.07.2026 11.02
- Wladimir Putin: Massenmobilisierung schon im September?
- Ex-Nato-General Petr Pavel spricht von "Massenmobilisierung"
- Tschechischer Präsident sieht kurzes Zeitfenster für Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg
- Russlands Wirtschaft am Ende - die Folgen für Putin sind deutlich spürbar
Der tschechische Präsident Petr Pavel warnt vor einer möglichen Massenmobilisierung in Russland nach den Parlamentswahlen am 20. September. Der ehemalige General erklärte gegenüber dem "Telegraph", dass Wladimir Putin vor dem Urnengang kaum eine Mobilmachung verkünden werde. "Aber sobald die Wahlen vorbei sind, wird das Zeitfenster schrumpfen", so Pavel.
Nur noch zwei Monate Verhandlungsspielraum mit Wladimir Putin?
Nach Einschätzung des tschechischen Staatsoberhaupts bleiben der Ukraine etwa zwei Monate, um Friedensgespräche wiederzubeleben. Danach könnte Moskau seine militärischen Operationen massiv ausweiten. "Ich glaube, dass das Zeitfenster da ist, um weiter Druck auszuüben und Russland eine klare Botschaft zu senden, dass wir bereit sind, Verhandlungen zu beginnen", betonte Pavel.
Putins Armee unter massivem Druck
Die militärische Lage für Moskau gestaltet sich zunehmend schwierig. Berichten zufolge verliert Russland monatlich rund 30.000 Soldaten durch Tod oder Verwundung. Allein in den vergangenen Wochen kam es zu massiven Verlusten bei Putins Schattenflotte. Die Lage auf der Halbinsel Krim spitzt sich dramatisch zu. Die Folge: Treibstoff-Engpässe, die sich kaum noch leugnen lassen.
Tschechien-Präsident sieht wachsende Kriegsmüdigkeit in Russland
Pavel sieht deutliche Anzeichen dafür, dass die russische Bevölkerung den Krieg zunehmend ablehnt. Der Kremlchef werde es immer schwerer haben, "zu Hause Ruhe zu bewahren", während der Druck auf Russland steige, erklärte der tschechische Präsident.
Nach Pavels Überzeugung würden fortgesetzte ukrainische Angriffe tief im russischen Territorium "Bedingungen schaffen, unter denen Russland eher zu Verhandlungen bereit sein wird". Der ehemalige NATO-General betonte, dass Russland unter wachsendem Druck nachgebe und die öffentliche Stimmung sich zunehmend gegen den Krieg wende.
Putin steht vor Wendepunkt im Ukraine-Krieg - wirtschaftliche Lage auf Rekordtief
Die Stimmung in der russischen Bevölkerung spiegelt sich auch in der Wahrnehmung der wirtschaftlichen Situation wider. Eine Gallup-Umfrage, die zwischen März und Mai durchgeführt wurde, zeigt alarmierende Zahlen: 60 Prozent der befragten Russen gaben an, dass sich die lokalen wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtert hätten. Nur 27 Prozent sahen eine Verbesserung, berichtet der britische "Express".
Damit erreicht die negative Einschätzung einen Rekordwert. Erstmals seit 2006 bewertet eine Mehrheit der russischen Erwachsenen die Wirtschaftslage als rückläufig. Zum Vergleich: Während der Corona-Pandemie lagen die Werte bei 45 Prozent im Jahr 2020 und 50 Prozent im Jahr 2021. Seit Kriegsbeginn 2022 fließen enorme Summen in die Verteidigung – auf Kosten der Bürger, die sich zunehmend grundlegende Güter nicht mehr leisten können.
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