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Iran-Krieg aktuell: Donald Trump plant "großen, fetten" Angriff auf unterirdische Atomanlage

Während die dritte US-Angriffswelle endet und ein Tanker-Beschuss des Iran ein Todesopfer fordert, droht Donald Trump nun auch mit einem Schlag gegen die mysteriöse Atomanlage "Pickaxe Mountain". Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa/dpa

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  • Iran-Krieg aktuell: USA setzen Bombardierungen fort
  • Iran beschießt Tanker - ein Toter, acht Verletzte
  • Donald Trump nimmt "Pickaxe Mountain"-Anlage für nächsten Angriff ins Visier

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich weiter dramatisch zu. Am Morgen des 14. Juli erklärte das US-Militär seine mittlerweile dritte nächtliche Angriffswelle in Folge für abgeschlossen. Iranische Medien hatten zuvor von zahlreichen Explosionen an der Südküste des Landes berichtet – betroffen waren unter anderem die Insel Kisch, die Hafenstadt Buschehr, die Insel Qeschm sowie die Großstadt Bandar Abbas.

Iran-Krieg aktuell: USA setzen Bombardierung fort, Iran beschießt Tanker in Straße von Hormus

Als Vergeltung feuerte der Iran Marschflugkörper auf zwei Tanker der Vereinigten Arabischen Emirate ab. Nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums kam dabei ein indisches Besatzungsmitglied ums Leben, acht weitere Menschen wurden verletzt. Die Schiffe befanden sich demnach auf der südlichen Schifffahrtsroute innerhalb omanischer Hoheitsgewässer.

Die strategisch bedeutsame Straße von Hormus steht damit erneut im Zentrum eines gefährlichen Kräftemessens. Die Meerenge gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten weltweit für den Transport von Öl, Gas und Düngemitteln.

Donald Trump verhängt Seeblockade und verlangt Gebühren für Geleitschutz

US-Präsident Donald Trump verschärft den Druck auf Teheran weiter. Er kündigte die Wiedereinführung einer Seeblockade gegen sämtliche Schiffe an, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen. Nach Angaben des US-Militärs tritt diese Blockade am 14. Juli um 22.00 Uhr deutscher Zeit in Kraft.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten Satellitenaufnahme. Bild: -/The Visible Earth/NASA/dpa/dpa

Zusätzlich fordert Trump künftig eine Abgabe von 20 Prozent des Frachtwertes für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Diese Gebühr solle aus "Fairnessgründen" die Kosten für den amerikanischen Schutz der Schifffahrt decken.

Die Ankündigung steht im Widerspruch zu früheren Aussagen seiner eigenen Regierung. Noch Ende Juni hatte Außenminister Marco Rubio erklärt, kein Staat dürfe für die Nutzung internationaler Gewässer Geld verlangen, da diese keinem einzelnen Land gehörten. Eine solche Forderung werde niemals Teil eines akzeptablen Abkommens sein.

Trump droht mit Angriff auf geheime Atomanlage "Pickaxe Mountain"

In einem Radiointerview brachte der US-Präsident eine weitere Eskalationsstufe ins Spiel. Er sprach über eine tief unter der Erde gelegene Einrichtung im Zentrum des Iran, die unter dem Namen "Pickaxe Mountain" bekannt ist. Die Anlage befindet sich in der Nähe der Atomanlage Natans und ist seit längerem Gegenstand internationaler Spekulationen.

Experten vermuten, dass Teheran dort möglicherweise eine geheime Anlage zur Urananreicherung errichtet, die für ein Atomwaffenprogramm genutzt werden könnte. Trump bezeichnete Pickaxe als "ein mögliches Ziel" für einen "großen, fetten" Angriff. Dieser werde "wahrscheinlich relativ bald" erfolgen.

Mit dieser Drohung signalisiert Washington die Bereitschaft, auch strategisch bedeutsame Einrichtungen des iranischen Nuklearprogramms ins Visier zu nehmen – ein Schritt, der den Konflikt auf eine völlig neue Ebene heben würde.

Iran übergießt Trump mit Spott und weist alle Schuld von sich

Donald Trump verschärft den Druck auf Teheran weiter: Er kündigte die Wiedereinführung einer Seeblockade gegen sämtliche Schiffe an, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen. Bild: Alex Brandon/AP photo/dpa/dpa

Die iranischen Revolutionsgarden rechtfertigten den Beschuss der beiden Tanker mit angeblichen Verstößen der Schiffe. Nach ihrer Darstellung habe das US-Militär versucht, mehrere Schiffe auf eine "illegale Route" umzulenken. Die beiden Tanker hätten daraufhin ihre Navigationssysteme deaktiviert und wiederholte Warnungen der iranischen Sicherheitskontrollstelle ignoriert. Deshalb seien sie beschossen und manövrierunfähig gemacht worden.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi reagierte mit beißendem Spott auf Trumps Gebührenforderung. Auf der Plattform X schrieb er, der US-Präsident habe "absolut recht" – wer für sichere Durchfahrt sorge, verdiene Entschädigung. "Iran war schon immer der WÄCHTER dieser Meerenge und wird es auch für IMMER bleiben", fügte er hinzu. Die geforderten 20 Prozent seien allerdings "natürlich zu viel. Wir werden fair sein."

Ölpreise schießen nach oben – Region in Alarmbereitschaft

Die Eskalation treibt die Rohölpreise deutlich in die Höhe. Besonders die Ankündigung der neuen Seeblockade ließ die Notierungen erneut kräftig steigen. Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Öl und Gas weltweit.

In der gesamten Golfregion wächst die Nervosität. Im mit den USA verbündeten Bahrain heulten erneut die Sirenen. Das Innenministerium forderte die Bevölkerung über X auf, Ruhe zu bewahren und Schutz aufzusuchen. Sowohl Bahrain als auch Kuwait waren zuletzt wiederholt Ziel iranischer Vergeltungsangriffe und hatten bereits in der Nacht zuvor Raketenbeschuss gemeldet. Jordanien fing nach Angaben des Staatsfernsehens vier aus dem Iran abgefeuerte Raketen ab.

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/news.de/dpa/stg

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