Wladimir Putin: Keine Region mehr sicher – vor dieser ukrainischen Wunderwaffe zittert Putin
Schlechte Nachrichten für Wladimir Putin: Die neue ukrainische Drohnen-Waffe bringt den Krieg tief nach Russland. Bild: picture alliance/dpa/Russian Presidential Press Service via AP | Uncredited
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
09.07.2026 14.37
- Wladimir Putin zittert vor neuer ukrainischer Wunderwaffe
- Ukrainische Langstreckendrohne kann bis zu 3.400 Kilometer weit fliegen und Ziele tief in Russland erreichen
- Angriffe auf Raffinerien und Infrastruktur setzen die russische Versorgung zunehmend unter Druck
- Die neue Drohnenstrategie macht klar: Kein Ort in Russland ist mehr außerhalb der Reichweite Kiews
Wolodymyr Selenskyj konnte sich beim Nato-Gipfel in Ankara einen kleinen Seitenhieb gegen Kremlchef Wladimir Putin nicht verkneifen. Als US-Präsident Donald Trump ihn fragte, ob er für mögliche Friedensgespräche auch nach Moskau reisen würde, antwortete der ukrainische Präsident mit einem Schmunzeln: "Das ist schwierig. Es gibt viele ukrainische Drohnen dort."
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Wolodymyr Selenskyj verspottet Wladimir Putin bei Nato-Gipfel in Ankara
Was zunächst wie eine lockere Stichelei klingt, beschreibt eine neue Realität im Krieg gegen Russland. Die Ukraine hat ihre Strategie verändert: Statt nur die Front anzugreifen, nimmt Kiew immer häufiger Ziele weit hinter der russischen Verteidigungslinie ins Visier. Die Botschaft an Moskau ist deutlich: Selbst weit entfernte Regionen gelten nicht mehr als sicher.
President Trump: Would you go to Moscow?
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) July 8, 2026
President Zelenskyy: It's difficult. There are a lot of Ukrainian drones there. It's dangerous. https://t.co/kJ0mR4bniM pic.twitter.com/s7Mp8PpTa2
3.400 Kilometer Reichweite: Vor dieser neuen Wunderwaffe zittert Putin
Hinter den erfolgreichen Angriffen steckt eine Neuentwicklung des ukrainischen Herstellers Fire Point. Die Drohne mit der Bezeichnung FP-1(ER) – das Kürzel steht für Extended Range – verfügt laut "Euromaidan"über eine beeindruckende Reichweite von bis zu 3.400 Kilometern.
Die technischen Modifikationen sind auf Aufnahmen erkennbar: verlängerte Tragflächen und zusätzliche Treibstofftanks ermöglichen deutlich längere Flugzeiten. Als Nutzlast kann die Drohne Sprengkörper mit einem Gewicht von bis zu 105 Kilogramm transportieren.
Beim jüngsten Schlag gegen die strategisch wichtige Ölraffinerie im sibirischen Omsk kam nach Einschätzung von Beobachtern genau dieses Modell zum Einsatz. Die Ursprungsversion FP-1 wurde bereits im Mai 2025 präsentiert und seither kontinuierlich verbessert. Eine Schwäche bleibt allerdings: Die Fluggeräte sind relativ langsam und können von russischen Aufklärungsflugzeugen entdeckt werden.
Angriff auf Raffinerien: Warum Russland plötzlich Benzin-Probleme bekommt
Die ukrainische Drohnenstrategie zielt bewusst auf die russische Versorgungsinfrastruktur. Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Auf der völkerrechtswidrig annektierten Krim und in Südrussland wird Benzin knapp. Berichten zufolge kam es an Tankstellen zu Handgreiflichkeiten, ein Autofahrer in Südsibirien wartete 39 Stunden auf Sprit.
Marco Mossad von der Forschungseinrichtung Middle East Policy Council analysiert den Strategiewechsel: "Drohnen sind mittlerweile Teil eines umfassenderen Krieges gegen logistische Netzwerke – und nicht mehr nur gegen militärische Ziele", zitiert ihn "t-online". Der militärische Wert bemesse sich nicht mehr allein an der Fähigkeit, Panzer zu zerstören, sondern am Potenzial, Treibstofflager, Brücken oder Luftabwehrsysteme auszuschalten.
Die Angriffe treffen damit nicht nur Putins Militär, sondern zunehmend auch die Zivilbevölkerung.
Kostengünstig, effektiv und skalierbar: So gefährlich ist die neue Drohnen-Ära für Russland
Die neuen Langstreckendrohnen verändern das strategische Kalkül im Krieg grundlegend. Experte Marco Mossad betont ihre entscheidenden Vorteile: "Diese Drohnen sind kostengünstig, effektiv, reproduzierbar und skalierbar." Zwar richten sie weniger Schaden an als Raketen, doch sie können tief ins feindliche Hinterland vordringen und logistische Ziele ausschalten.
"Euromaidan" prognostiziert weitere Angriffe auf Omsk – "wieder und wieder". Die Drohnen fliegen niedrig genug, um selbst modernsten russischen Luftabwehrsystemen zu entgehen.
Patriot-Produktion mit US-Hilfe: Ukraine stärkt eigene Verteidigung
Eine Schwachstelle bleibt jedoch die eigene Verteidigung. Am Rande des Nato-Gipfels erzielte Selenskyj daher eine wichtige Vereinbarung mit Trump: Die Ukraine darf künftig US-Abwehrraketen für das Patriot-System in Lizenz produzieren.
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