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J.D. Vance: Brisante Abrechnung mit Donald Trump bringt den US-Vize jetzt in Verlegenheit

J.D. Vance hat sich zum treuen Trump-Unterstützer gewandelt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Frank Franklin II

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  • J.D. Vance warnte vor Donald Trump
  • J.D. Vance nannte Donald Trump "Amerikas Hitler"
  • Vance-Vorhersage über Trump ist eingetroffen laut Autor
  • J.D. Vance ist zu einem "Händler von Lügen" geworden

Ob J.D. Vance diesen literarischen Erguss immer noch gerne lesen möchte? Oder vielleicht Donald Trump? Fraglich. Zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten, an dem Donald Trump mit einem brisanten Weltkriegs-Vergleich auffiel, hat "The Atlantic" einen zehn Jahre alten Text aus dem eigenen Archiv hervorgeholt, der eine brisante historische Ironie offenbart.

Das Magazin veröffentlichte erneut einen Essay vom 4. Juli 2016, in dem der damalige Autor J.D. Vance den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump als existenzielle Bedrohung anprangerte. Heute sitzt Vance als Vizepräsident an Trumps Seite.

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J.D. Vance warnte vor Donald Trump und dem wirtschaftlichen und kulturellen Niedergang

"The Atlantic"-Autor Peter Wehner nutzte die Wiederveröffentlichung, um auf die dramatische politische Wandlung des heutigen US-Vizepräsidenten hinzuweisen. J.D. Vance hatte den Text kurz nach Erscheinen seiner Memoiren "Hillbilly Elegy" verfasst und argumentiert, Donald Trump würde den wirtschaftlichen und kulturellen Niedergang der amerikanischen Arbeiterklasse ausbeuten. Wehner rahmt das historische Dokument nun als Zeugnis einer besonderen Kehrtwende - vom entschiedenen Trump-Gegner zum loyalen Vizepräsidenten.

J.D. Vance nannte Donald Trump "Amerikas Hitler"

In seinem damaligen Essay verwendete Vance eine drastische Metapher für Trumps Wahlversprechen. Er bezeichnete sie als "Nadeln in Amerikas kollektiver Vene" - ein Bild, das die vermeintliche Ausbeutung verzweifelter Wähler beschreiben sollte. Der Autor stellte sich selbst als "Niemals-ein-Trump-Typ" dar und nannte den Kandidaten einen "Idioten".

Besonders brisant wirkt im Rückblick ein Geständnis gegenüber einem Freund. Wehner zitiert Vance mit den Worten, er schwanke "hin und her zwischen dem Gedanken, Trump sei wie Nixon, der nicht so schlimm wäre (und sich sogar als nützlich erweisen könnte), oder dass er Amerikas Hitler ist."

Vance-Vorhersage über Trump ist eingetroffen laut Autor

Wehner verknüpft Vances damalige Warnungen mit der gegenwärtigen politischen Situation. Er verweist auf Trumps stark gefallene Zustimmungswerte, gestiegene Verbraucherpreise und Risse innerhalb der Maga-Bewegung - Anzeichen dafür, dass "der von Vance vorhergesagte Absturz" vielleicht schon eingetroffen sei. Eine aktuelle Umfrage beziffere Trumps Zustimmung jüngst auf lediglich 30 Prozent.

J.D. Vance ist zu einem "Händler von Lügen" geworden

Wehner zeichnet in seinem Kommentar ein hartes Bild von Vances Wandlung. Jemand, den er als "Verkünder harter Wahrheiten" beschreibt, sei zu einem "Händler von Lügen geworden". Dabei sei er sicherlich intelligent genug, diese als solche zu erkennen.

Besonders eindrücklich nutzt der "Atlantic"-Autor ein Zitat aus Vances Memoiren gegen ihn selbst. Der Vizepräsident hatte geschrieben: "Nichts ist vergleichbar mit der Angst, dass du zu dem Monster in deinem Schrank wirst." Wehner dreht diesen Satz in einen politischen Kommentar um. Das private Monster, vor dem Vance sich einst fürchtete, sei nun ein öffentliches geworden, schließt er.

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