Donald Trump: US-Präsident entsetzt am Telefon bei Fox News mit Weltkriegs-Vergleich
Donald Trump irritierte wieder einmal mit einem ungewöhnlichen Vergleich. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
05.07.2026 12.03
- Donald Trump irritiert am Telefon mit D-Day-Vergleich
- Donald Trump diente nie selbst im Militär - Spott explodiert im Netz
- Trump prahlt bei Rede: USA "größer, besser, stärker"
Donald Trump sorgte während eines Telefongesprächs mit dem Fox-News-Moderator Bret Baier für Aufsehen, als er seine Entschlossenheit, seine Rede zum Unabhängigkeitstag zu halten, mit den Soldaten verglich, die im Zweiten Weltkrieg die Normandie-Strände stürmten. Die National Mall war zuvor wegen schwerer Unwetter evakuiert worden.
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Donald Trump irritiert am Telefon mit D-Day-Vergleich
Im Gespräch mit Bret Baier betonte Trump seine Entschlossenheit, die Ansprache notfalls bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags hinauszuzögern. Der Präsident kündigte an, selbst um 2 Uhr morgens noch aufzutreten, sollte das Wetter keine frühere Übertragung zulassen. Der Präsident zog eine außergewöhnliche Parallele zwischen seiner Bereitschaft, trotz Gewittern und Blitzen aufzutreten, und dem Angriff der Alliierten am D-Day, der als Wendepunkt des Zweiten Weltkrieges gilt.
Laut Baiers Wiedergabe erklärte Trump:
- "Diese Veteranen mussten bei schlechtem Wetter am D-Day durchhalten. Ich kämpfe mich durch das schlechte Wetter. Egal was passiert, ich werde diese Rede halten."
- Der US-Präsident fügte hinzu: "Vielleicht wird sie etwas kürzer, aber ich werde es tun, ob um 10 oder 11 Uhr oder sogar um 2 Uhr morgens."
Donald Trump diente nie selbst im Militär - Spott explodiert im Netz
Die Parallele zu den kämpfenden Soldaten wirkt umso fragwürdiger vor dem Hintergrund von Donald Trumps eigener Militärbiografie. In den 1960er Jahren erhielt der heutige US-Präsident insgesamt fünf Zurückstellungen vom Wehrdienst - vier davon aus akademischen Gründen, eine wegen angeblicher Fersensporne. Eine eigene militärische Dienstzeit absolvierte Trump nie.
Die historische Ironie seiner D-Day-Analogie blieb auch auf Social Media nicht unbemerkt. Ein Kritiker auf der Plattform X wandte sich direkt an den Präsidenten mit den Worten:
- "Aber nach Vietnam konntest du nicht gehen."
Trump prahlt bei Rede: USA "größer, besser, stärker"
Letztendlich trat Trump um 23 Uhr vor sein Publikum und hielt die angekündigte Ansprache vor dem von ihm als weltgrößtes Feuerwerk beworbenen Spektakel. In seiner Rede kündigte der Präsident an, das Land auf ein noch nie erreichtes Niveau zu heben.
Seine zentrale Botschaft lautete:
- "Wir werden unser Land auf eine neue Stufe heben, eine Stufe, die bisher noch nie erreicht wurde. Wir machen unser Land größer, besser, stärker, als es je zuvor war."
Die Wortwahl fiel dabei ins Auge - Trump verwendete "bigger" statt des von ihm sonst bevorzugten "great". Während "great" primär "großartig" bedeutet, bezieht sich "big" auf flächenmäßige Größe. Die Formulierung "bigger" könnte daher als Hinweis auf eine territoriale Ausdehnung der Vereinigten Staaten zu verstehen sein. Beobachter sehen darin möglicherweise eine erneute Anspielung auf amerikanische Ansprüche bezüglich Grönland, wo seit Monaten Spannungen schwelen.
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