Donald Trump: Festnahmen während der WM verdoppelt - Trump-Wut immer heftiger
Vor dem WM-Spiel der USA kam es zu Protesten gegen Donald Trump. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
02.07.2026 12.16
- Donald Trump blamiert durch Proteste vor USA-WM-Spiel
- Donald Trump meidet Bay Area und schickt seinen Handelsminister
- Trump-Regierung intensiviert Einsätze der Einwanderungsbehörde
Beim Fußball-WM-Spiel der USA in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien kam es zu den ersten bedeutsamen Protesten gegen US-Präsident Donald Trump, der zuletzt mit einer "Toiletten-Vorliebe" für Schlagzeilen sorgte. Vor dem San Francisco Bay Area Stadium demonstrierten Menschen gegen die Regierung und Trumps Einwanderungsbehörde ICE ("US-Immigration and Customs Enforcement"). Die Trump-Wut erklomm im Rahmen der Fußball-WM damit eine neue Höhe.
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Donald Trump blamiert durch Proteste vor USA-WM-Spiel
Es war ein deutlicher Kontrast zu den vorherigen Begegnungen: Bei den Partien in Los Angeles und Seattle hatten sich die amerikanischen Fans noch geschlossen gezeigt. Politische Auseinandersetzungen spielten dort keine Rolle. Die Region südlich von San Francisco gilt als traditionelle Hochburg der Demokraten. Besonders die Einwanderungspolitik der Trump-Regierung stößt in der Bay Area auf massiven Widerstand. Viele Bewohner mit mexikanischen und südamerikanischen Wurzeln leben in der Gegend, was die Spannungen erklärt.
Donald Trump meidet Bay Area und schickt seinen Handelsminister
Die Einwanderungsbehörde sorgt seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit für erhitzte Gemüter im Land. Die Vollstreckungsbehörde für Zoll- und Einwanderungsangelegenheiten gilt in der liberalen Bay Area als besonders verhasst.
Der US-Präsident verzichtete auf seine Anwesenheit beim vierten Auftritt der US-Nationalmannschaft. Stattdessen verfolgte Handelsminister Howard Lutnick (64) das Geschehen auf dem Spielfeld. Er beobachtete den Sieg der US-Mannschaft gegen Bosnien-Herzegowina.
Die politische Brisanz des Standorts war offenbar ausschlaggebend für Trumps Fernbleiben. In einer Region mit hohem Anteil an Einwohnern lateinamerikanischer Herkunft hätte sein Erscheinen für zusätzliche Spannungen gesorgt.
Trump-Regierung intensiviert Einsätze der Einwanderungsbehörde
Die Trump-Regierung hat die Einsätze der Einwanderungsbehörde in den vergangenen Tagen drastisch intensiviert. Wie die "New York Times" berichtet, wurden innerhalb von nur fünf Tagen mehr als 10.000 Personen von ICE-Beamten in Gewahrsam genommen.
Die massive Zunahme geht auf eine politische Direktive zurück: Die Behördenführung will die Zahl der Festnahmen systematisch in die Höhe treiben. Dokumente belegen, dass ranghohe Funktionäre der Einwanderungsbehörde entsprechende Anweisungen an ihre untergeordneten Beamten ausgegeben haben.
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