J.D. Vance: Nach Angriff auf Papst Leo hagelt es Spott – "Exkommuniziere ihn!"
J.D. Vance kritisiert Papst Leo – und erntet heftigen Gegenwind Bild: picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Erstellt von Mia Lada-Klein
01.07.2026 10.12
- J.D. Vance kritisiert Papst Leo wegen dessen Haltung zur Einwanderung
- Im Netz reagieren zahlreiche Kommentatoren mit scharfem Spott
- Ein Journalist fordert sogar: "Exkommuniziere ihn!"
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Mit Äußerungen über Papst Leo hat US-Vizepräsident J.D. Vance in den sozialen Medien für scharfe Reaktionen gesorgt. Während eines Fernsehinterviews stellte er die Haltung des Pontifex zur Einwanderung infrage. Im Internet ließen die Antworten nicht lange auf sich warten.
You have to have some deep, unregistered pretentiousness to try to dunk on the pope
— Juan Escalante (@juanescalante.com) 1. Juli 2026 um 02:05
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Vize Vance kritisiert Vatikan wegen Einwanderungspolitik
Bei einem Auftritt im Sender Fox News sprach J.D. Vance laut "Raw Story" über die Position des Vatikans zur Migration. Dabei machte der US-Vizepräsident deutlich, dass er einige Aussagen des Papstes kritisch sieht. Zwar betonte Vance zunächst: "Ich sehe Papst Leo nicht als Antikapitalisten." Anschließend übte er jedoch deutliche Kritik: "Allerdings halte ich einige Äußerungen des Vatikans, insbesondere zum Thema Einwanderung, für beunruhigend."
Mit Blick auf die Migrationspolitik der Trump-Regierung ergänzte er: "Ich hoffe, die katholische Führung hat aus den Aussagen von Marco Rubio, dem Präsidenten und mir zum Thema Einwanderung gelernt, dass es nicht nur um die Würde der Einwanderer geht, sondern auch um die Würde der Einheimischen."
Papst Leo hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt für die Rechte von Migranten ausgesprochen und sich kritisch zu den verschärften Einwanderungsmaßnahmen der US-Regierung geäußert.
Kritik an Vize J.D. Vance lässt nicht lange auf sich warten
Die Aussagen des Vizepräsidenten sorgten in den sozialen Netzwerken schnell für Gegenreaktionen. Zahlreiche Kommentatoren warfen Vance vor, sich über das Oberhaupt der katholischen Kirche zu stellen.
Der politische Kommentator Juan Escalante schrieb:
- "Man muss schon eine gewisse, tiefsitzende, unbewusste Anmaßung besitzen, um sich über den Papst lustig zu machen."
Journalist Thor Benson formulierte seine Reaktion deutlich kürzer:
- "Na los, Papst Leo. Exkommuniziere ihn. Tu es für mich."
Nutzer reagieren mit Spott auf Aussagen von J.D. Vance
Auch andere Nutzer griffen Vances Aussagen ironisch auf.
Politikwissenschaftlerin Anjali Dayal schrieb:
- "Ich hoffe, die Wissenschaftler am Large Hadron Collider haben aus meinen vielen verschiedenen Gedanken über Teilchen gelernt."
Damit spielte sie satirisch auf Vances Formulierung an, der Vatikan könne aus den Aussagen der US-Regierung lernen.
Der progressive Kommentator Wajahat Ali kommentierte knapp:
- "Katholischer als der Papst, was?"
Auch Journalist Patrick A. Reed übte Spott:
- "Er strahlt die gleiche Energie aus wie all die Typen, die glauben, sie könnten gegen Serena auch nur einen Punkt gewinnen."
Streit um Einwanderung belastet Verhältnis weiterhin
Die unterschiedlichen Positionen von Papst Leo und der US-Regierung in der Migrationspolitik sorgen bereits seit Monaten für Spannungen. Der Pontifex hat sich mehrfach für die Rechte von Migranten ausgesprochen, während die Trump-Regierung einen deutlich härteren Kurs verfolgt.
Auch die Meinungsverschiedenheiten zwischen Papst Leo und J.D. Vance sind nicht neu. Nachdem Papst Leo im Mai während seiner Afrikareise eine Friedensbotschaft veröffentlicht hatte, stellte der Vatikan laut "Domradio" nach einer Kritik von J.D. Vance später klar, dass diese nicht als Kritik an der US-Regierung verstanden werden sollte. Daraufhin schlug auch J.D. Vance versöhnlichere Töne an. Auf der Plattform X schrieb er damals:
"Papst Leo predigt das Evangelium, so wie er es sollte, und das bedeutet unweigerlich, dass er seine Meinung zu den moralischen Fragen dieser Tage äußern wird. Der Präsident und die gesamte Regierung arbeiten daran, sich für diese moralischen Prinzipien in einer chaotischen Welt einzusetzen."
Zugleich kritisierte Vance die Berichterstattung vieler Medien:
"Während das Narrativ der Medien ständig Konflikte hoch schreibt – und ja, echte Meinungsverschiedenheiten haben stattgefunden und werden stattfinden –, ist die Realität oft sehr viel komplexer."
Abschließend erklärte der US-Vizepräsident, er wolle den Papst in seine Gebete aufnehmen und hoffe, "dass wir auch in seinen sind". Mit seinen jüngsten Aussagen bei Fox News scheint der Ton zwischen beiden Seiten jedoch erneut schärfer geworden zu sein.
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