Donald Trump: "Wahnsinniger!" – US-Präsident zerlegt Ex-Berater nach Geständnis
John Bolton bekennt sich schuldig: Donald Trump teilt gegen früheren Berater aus Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
Von news.de-Redakteurin Mia Lada-Klein
27.06.2026 14.51
- Ex-Trump-Berater John Bolton räumt Fehlverhalten mit Geheimdokumenten ein
- Donald Trump bezeichnet Bolton in einem Beitrag als "Wahnsinnigen"
- Auf X reagieren zahlreiche Nutzer mit Kritik an den Aussagen des US-Präsidenten
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John Bolton, einst Nationaler Sicherheitsberater von Donald Trump, hat sich in einem Verfahren wegen des Umgangs mit geheimen Regierungsunterlagen schuldig bekannt. Vor Gericht räumte der frühere Regierungsmitarbeiter einen Anklagepunkt ein. Das Strafmaß soll "tagesschau" zufolge Ende Oktober verkündet werden. Durch die Einigung mit dem US-Justizministerium könnte Bolton eine Haftstrafe vermeiden. Ob es tatsächlich dazu kommt, entscheidet jedoch erst das zuständige Gericht.
Was wird John Bolton vorgeworfen?
Die Ermittlungen gegen Bolton gehen auf den Vorwurf zurück, vertrauliche Regierungsdokumente unsachgemäß aufbewahrt zu haben. Außerdem soll er tagebuchähnliche Aufzeichnungen während der Arbeit an seinen Memoiren Familienmitgliedern zugänglich gemacht haben. Nicht Gegenstand des Verfahrens ist dagegen sein Buch "Der Raum, in dem alles geschah", das 2020 erschien. Die Trump-Regierung hatte damals versucht, die Veröffentlichung zu verhindern, weil sie die Preisgabe vertraulicher Informationen befürchtete. Bolton selbst bestritt stets, mit seinem Buch Geheimnisse offengelegt zu haben.
Donald Trump greift Bolton scharf an
Die Nachricht über Boltons Schuldeingeständnis kommentierte Donald Trump umgehend auf seiner Plattform Truth Social. Dabei fand der US-Präsident deutliche Worte für seinen ehemaligen Berater.
Trump schrieb:
- "John Bolton, ein dummer, labiler und unfähiger ehemaliger Abgeordneter der Vereinigten Staaten von Amerika, hat sich schuldig bekannt! Er ist ein schrecklicher Mensch, ein Wahnsinniger, der nur Unruhe und Kriege stiften wollte und überall, wo er hinkam, Tod und Zerstörung verbreitete. Hoffentlich wird er hart bestraft! Präsident DJT"
Bolton hatte während Trumps erster Amtszeit etwas mehr als ein Jahr als Sicherheitsberater gearbeitet, bevor er 2019 entlassen wurde. Anschließend entwickelte er sich zu einem der schärfsten Kritiker des Präsidenten.
Trump on Truth Social:
“John Bolton, a very dumb, unbalanced, and unskilled former representative of the United States of America, just pleads guilty! He is a terrible person, a lunatic who only wanted to start trouble and wars, and who was a needless pusher of death and… https://t.co/rmvppiEZCo— Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) June 27, 2026
Kritische Reaktionen zu Donald Trumps Kritik gegen John Bolton auf X
Der Trump-kritische Account Republicans against Trump veröffentlichte Trumps Truth-Social-Beitrag anschließend auf X. Dort entwickelte sich schnell eine lebhafte Diskussion.
Viele Nutzer reagierten mit scharfer Kritik an Trump.
Ein Kommentar lautete:
- "Worte eines lügenden, betrügerischen und parasitären US-Präsidenten. Er beschuldigt jeden und prangert alle an, während er sie ins Verderben stürzt. Er ist der Schlimmste der Schlimmen. Seine hinterhältigen Taten und sein extrem loses Mundwerk zeigen den Mangel an Integrität, der seine gesamte Karriere als Immobilienentwickler geprägt hat."
Ein weiterer Nutzer schrieb:
- "Ja, Trump kann weder richtig buchstabieren noch lesen oder einfache Rechenaufgaben lösen – aber klar, John Bolton soll der Dumme sein."
Auch dieser Kommentar fand Aufmerksamkeit:
- "Ironischerweise kann Trumps Regierung das vor Gericht bringen, nachdem er zugegeben hat, seiner Frau und seiner Tochter geheime Informationen erzählt zu haben. Wenn man bedenkt, dass Trump nach drei Jahren wegen weitaus schwerwiegenderer Verstöße nie vor Gericht stand – was sagt das über das amerikanische Justizsystem aus?"
Ein anderer Nutzer spielte auf die Epstein-Affäre um Donald Trump an:
- "TrumpStein projiziert mal wieder. Ich frage mich, wann er endlich wegen der Kisten voller geheimer Unterlagen in 'Slum-a-Lago' angeklagt wird."
Mit Sarkasmus reagierte dieser Nutzer:
- "Ich erinnere mich noch daran, als Bolton sagte: 'Hey, wisst ihr, was cool wäre? Lasst uns eine Schule im Iran bombardieren, die voller kleiner Mädchen ist.' Ach nein, Moment – das hat er ja gar nicht gesagt."
Ein weiterer Kommentar lautete:
- "Schon komisch, wie er sich immer selbst verrät, indem er anderen genau den Mist vorwirft, den er selbst macht."
Und schließlich schrieb ein Nutzer:
- "Trump beschreibt hier zu 100 % sich selbst! Was für ein erbärmlicher Idiot."
Neuer Schlagabtausch zwischen ehemaligen Weggefährten
Mit Boltons Schuldeingeständnis flammt auch der langjährige Konflikt zwischen ihm und Donald Trump erneut auf. Während der Ex-Sicherheitsberater auf das Urteil im Herbst wartet, nutzt der US-Präsident die Gelegenheit für eine öffentliche Abrechnung. Die heftigen Reaktionen in den sozialen Netzwerken zeigen zugleich, wie stark das Verhältnis zwischen beiden die politische Debatte in den USA weiterhin polarisiert.
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