Donald Trump: Beschwerde im Weißen Haus - US-Präsident rechnet mit Deutschland ab
Beim Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte (l.) im Weißen Haus beschwerte sich Donald Trump (r.) erneut über Deutschland. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
Erstellt von Martin Gottschling
25.06.2026 08.42
- Donald Trump übt erneut Kritik an Deutschland
- US-Präsident beschwert sich über fehlenden Beistand im Iran-Krieg
- Nato-Generalsekretär Mark Rutte versucht, Trump bei Treffen im Weißen Haus zu beschwichtigen
Das Verhältnis zwischen Berlin und Washington hat in den vergangenen Monaten einige Risse bekommen. Donald Trump kündigte im Frühjahr den Abzug von 5.000 amerikanischen Soldaten aus der Bundesrepublik an, nachdem sich Kanzler Friedrich Merz kritisch zum Iran-Krieg geäußert hatte.Bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus legte der US-Präsident nun mit scharfer Kritik an Deutschland nach.
Donald Trump übt Kritik an Deutschland wegen ausbleibender Unterstützung im Iran-Krieg
Er sei "enttäuscht über Deutschland", erklärte der 80-Jährige am Mittwoch, wie unter anderem die "Bild" berichtet. Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg habe er Berlin um Beistand gebeten: "Gebt uns einen kleinen Stups, gebt uns ein kleines Küsschen", so Trump. "Aber sie haben gesagt: 'Nein, das können wir nicht tun'." Doch nicht nur die Bundesregierung bekam ihr Fett weg – Trump kritisierte auch Frankreich, Italien und Großbritannien dafür, dass sie die USA "im Stich gelassen" hätten.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte will Trump besänftigen
Mark Rutte bemühte sich, die Wogen zu glätten. Bei der ausgebliebenen Unterstützung handele es sich um "Einzelfälle", versicherte der 59-jährige Niederländer. Deutschland habe "seine bilateralen Verpflichtungen erfüllt" und die Verteidigungsausgaben wie gefordert deutlich erhöht. Auch Lob für Trumps Führungsstärke streute Rutte ein.
Streit zwischen Partnern belastet bevorstehenden Nato-Gipfel
Der Streit um den Iran-Krieg belastet den bevorstehenden Nato-Gipfel am 7. und 8. Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara. Zudem drängte Trump die europäischen Partner zuletzt wiederholt, mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit zu übernehmen und drohte sogar damit, sie im Ernstfall nicht gegen Russland zu verteidigen.
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