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Wladimir Putin: Polen bereitet sich auf Ernstfall vor – Angst vor Angriffen aus Russland

Polen baut Schutzwall an Russlands Grenze aus: Milliardenprojekt soll Abschreckung stärken Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Vyacheslav Prokofyev

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  • Polen investiert rund 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Ostgrenze
  • Panzersperren, Gräben und Minenfelder sollen russische Truppen aufhalten
  • Ab Juli sollen auch Pioniere der Bundeswehr beim Bau unterstützen

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Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verstärkt Polen seine Sicherungsmaßnahmen an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad. Mit der sogenannten "Operation Ostschild" entsteht entlang der Grenze eines der umfangreichsten Verteidigungsprojekte innerhalb der Nato. Ziel des Vorhabens ist es nach Angaben des polnischen Militärs, mögliche Angriffe frühzeitig zu erschweren und die Bewegungsfreiheit gegnerischer Truppen einzuschränken. Die Maßnahmen orientieren sich dabei auch an Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg.

Panzersperren, Gräben und Minenfelder an Polen-Russland-Grenze geplant

Entlang der rund 200 Kilometer langen Grenze werden "Bild" zufolge massive Hindernisse errichtet. Dazu gehören mehrere Tonnen schwere Betonbarrieren, die im Ernstfall zusätzlich mit Stahlseilen verbunden werden können. Ergänzt werden sie durch tiefe Gräben und Stacheldrahtanlagen. In einem möglichen Konflikt sollen hinter den Sperren zudem Minenfelder und weitere Verteidigungslinien eingerichtet werden. Nach Angaben der polnischen Streitkräfte sind Investitionen von umgerechnet rund 2,5 Milliarden Euro vorgesehen. Auch an der Grenze zu Belarus sollen entsprechende Schutzmaßnahmen entstehen.

Polen zieht Lehren aus dem Krieg in der Ukraine

Polnische Militärvertreter betonen, dass die Entwicklungen in der Ukraine wichtige Erkenntnisse für die Verteidigungsstrategie liefern. Dazu zählen Erfahrungen mit Drohnenangriffen, elektronischer Kriegsführung und dem Ausbau von Schutzanlagen. Neben technischen Hindernissen setzt Polen auch auf Veränderungen der Landschaft. Gezielte Aufforstungen und die Wiedervernässung von Moorgebieten sollen mögliche Angriffswege für Panzerfahrzeuge zusätzlich erschweren.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze Polen-Russland

Die Sicherheitslage in der Region wird ernst genommen. Grenzbeamte kontrollieren den Bereich streng und achten darauf, dass keine Aufnahmen entstehen, die russisches Staatsgebiet zeigen. Hintergrund sind mögliche Vorwürfe der Spionage.

Bundeswehr soll sich beteiligen

Unterstützung erhält Polen künftig auch aus Deutschland. Ab Juli sollen Pioniereinheiten der Bundeswehr beim Bau weiterer Verteidigungsanlagen helfen. Geplant sind unter anderem Arbeiten an Gräben und Sperranlagen. Mit der "Operation Ostschild" setzt Polen auf eine umfassende Abschreckungsstrategie und bereitet sich nach eigenen Angaben auf mögliche Bedrohungen an der Nato-Ostflanke vor.

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/gom/news.de

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