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Donald Trump: Pool-Desaster immer schlimmer? US-Präsident entsetzt nach Inspektion

Die Renovierung des Reflecting Pools in Washington wird für Donald Trump zum Problem. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin

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  • Renovierung des Lincoln Memorial Reflecting Pool in Washington wird zum Desaster für Donald Trump
  • Algenbefall und abblätternde Farbe: US-Präsident spricht von Vandalismus
  • Olympiateilnehmer verhaftet
  • Entenküken nach Reinigungsarbeiten gestorben

Die teure Verschönerung des Lincoln Memorial Reflecting Pool in Washington entwickelt sich zum handfesten Desaster für Donald Trump. Nachdem nicht nur die Kosten der Renovierungsarbeiten auf 14,2 Millionen Dollar anwuchsen, kämpft das Gewässer mit hartnäckigem Algenbefall und abblätternder Farbe – ein Anblick, der so gar nicht zum versprochenen Glanz passen will. Gleichzeitig überschattet ein mutmaßlicher Todesfall das Projekt.

Debakel um Pool-Projekt – Donald Trump spricht von "Vandalismus"

Präsident Trump reagierte am Freitagabend (19. Juni) auf die unschönen Entwicklungen mit einer speziellen Erklärung auf Truth Social: Er machte kurzerhand "Vandalismus" für die Probleme verantwortlich. Belege für diese Behauptung lieferte er nicht. Stattdessen verwies er auf eine in den Rasen geritzte Botschaft "86 47" in der Nähe des Pools und behauptete, Unbekannte hätten "alles Mögliche getan, um die Innenfläche zu beschädigen". Die Strafverfolgungsbehörden würden die Situation "aktiv untersuchen", so Trump weiter.

In diesem Zusammenhang wurden laut Berichten von Donald Trump "mehrere Menschen" verhaftet, darunter auch ein ehemaliger Olympiateilnehmer und Kanufahrer. Er hatte in das Wasser gegriffen, um ein Stück der abgelösten Verkleidung zu befühlen. "Ich habe nichts mutwillig beschädigt", sagte David Hearn gegenüber der "Washington Post". "Ich habe nichts zerstört, zerbrochen oder abgezogen. Als mir klar wurde, was vor sich ging, wurden mir bereits Handschellen angelegt."

US-Präsident inspiziert persönlich das grüne Desaster im Reflecting Pool

Am Sonntag legte Trump dann selbst Hand an – zumindest symbolisch. Auf Truth Social verkündete er, den Pool persönlich in Augenschein genommen zu haben. Seine Reaktion fiel dramatisch aus: "Die Arbeiten zur Reparatur des schwer vandalisierten Reflecting Pool beginnen sofort. Ich habe ihn gerade inspiziert und konnte nur zu mir selbst und den Umstehenden sagen: WOW, wer würde so etwas tun? KRANKE, GESTÖRTE MENSCHEN!" Seinen Beitrag schloss er mit einer Frage: "Wir werden es reparieren?" Der US-Präsident ordnete Schutzmaßnahmen an. Sicherheitskräfte, darunter sogar Mitglieder der Nationalgarde, sollen vor Ort sein. Ein Clip auf der Plattform X zeigt Mitglieder der Nationalgarde beim Pool.

Von "American Flag Blue" zu Algengrün - Reinigungsarbeiten scheitern

Das ambitionierte Projekt sollte den Reflecting Pool rechtzeitig zum 250. Geburtstag der USA in einem strahlenden Blau erstrahlen lassen. Doch nur wenige Tage nach Abschluss der Arbeiten verwandelte eine Algenblüte das Wasser in ein unübersehbares Grün. Nach Angaben von "The Atlantic" ergaben Laboruntersuchungen, dass es sich bei der Alge um Scenedesmus, eine Gattung der Grünalgen, handelt.

Mitarbeiter des National Park Service rückten mit Skimmern und Wasserstoffperoxid an, berichtet "The Guardian". Das Innenministerium verkündete stolz, "fortschrittliche Nanobubbler-Technologie" habe die Algen "sehr effektiv abgetötet". Die Realität sah anders aus: Das Wasser blieb trüb, Algen weiterhin sichtbar, und große Farbflocken lösten sich vom Beckenboden und trieben an der Oberfläche.

Tote Entenküken im Reflecting Pool?

Zeitgleich machten Berichte die Runde, dass im Reflecting Pool ein totes Entenküken gefunden worden sei – ein Detail, das die ohnehin angespannte Situation weiter verschärfte. Der Account Meidas Touch schrieb dazu: "Der Kadaver eines toten Entenkükens treibt im Reflecting Pool des Lincoln Memorials, nachdem die kürzlich unter der Leitung von Donald Trump durchgeführten Renovierungsarbeiten zu einem Algenbefall geführt hatten, woraufhin Arbeiter Wasserstoffperoxid ins Wasser gegossen hatten." Ob und wie das Küken starb, ist unklar.

Analysten kritisieren Trump scharf

Politische Beobachter reagierten mit Fassungslosigkeit auf Trumps jüngste Äußerungen und das vermeintlich tote Küken. Der Naturschutzbiologe Marcelo Lima kommentierte auf Bluesky knapp: "Völlig verrückt." Ron Filipkowski, Chefredakteur von MeidasTouch, schrieb auf X, jemand habe Trump wohl mitgeteilt, dass "der Mord an einem Entenküken dieses unfähige, inkompetente Desaster auf eine neue Ebene gehoben" habe.

Der amerikanische Historiker T.J. Stiles wies auf Bluesky auf einen bemerkenswerten Widerspruch hin: Trump behaupte einerseits, Washington zur sichersten Stadt Amerikas gemacht zu haben, gestehe aber gleichzeitig ein, ein nationales Denkmal trotz ständiger Arbeiten vor Ort nicht schützen zu können.

Zusätzlich geriet das Vergabeverfahren in die Kritik. Laut "New York Times" erhielt ein Unternehmen mit Verbindungen zu einem langjährigen Trump-Unterstützer den Auftrag für das Wasserreinigungssystem – ohne öffentliche Ausschreibung.

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/bua/news.de/stg

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