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Andrej Besrukow: "Werden uns alle vernichten" - Putin-Sprachrohr verbreitet wilde Viren-Theorie

Beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg haben Putin-Vertraute Schreckensszenarien zum Ukraine-Krieg gezeichnet. Bild: picture alliance/dpa/AP | Dmitri Lovetsky

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  • Putin-Sprachrohr warnt vor lange andauerndem Krieg
  • Ex-Spion verbreitet wilde Verschwörungstheorien zu Killer-Viren aus westlichen Laboren
  • Weitere Kreml-Vertraute drohen bei Wirtschaftsforum in St. Petersburg mit einem Atomschlag

Russland verbreitet immer wieder wilde Verschwörungstheorien zum Ukraine-Krieg. Beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg (SPIEF) haben Vertraute des Kremlchefs Wladimir Putin nun erneut bedrohliche Töne angeschlagen. Unter anderem wurde das apokalyptische Szenario eines nicht enden wollenden Konflikts gezeichnet. Zudem wurde - ohne jegliche Beweise - vor der Entwicklung von gegen Russland gerichteten Massenvernichtungswaffen im Westen gewarnt.

Andrej Besrukow warnt in St. Petersburg vor Killer-Viren aus westlichen Laboren

Wie aktuell britische Medien wie der"Daily Star"und der "Daily Express" berichten, sagte Andrej Besrukow, der einst als verdeckter Agent des russischen Auslandsgeheimdienstes SVR in den USA tätig war, bei dem Treffen: "Wir müssen erkennen, dass wir die nächsten Jahre, vielleicht ein paar Jahrzehnte, im Krieg sein werden. Es könnte ein sehr intensiver Krieg sein, wie wir ihn jetzt erleben. Es könnte aber auch ein schleichender Krieg sein." Selbst wenn sich der Konflikt auf andere Regionen ausbreitet, würde man zwei Generationen haben, "die praktisch im Kriegszustand sind". Besrukow spann zudem wilde Verschwörungstheorien: Westliche Labore würden Viren für die biologische Kriegsführung entwickeln, "die uns im Grunde alle vernichten werden". Außerdem beklagte er, Russland sei auf Elon Musks Starlink-System nicht vorbereitet gewesen, das der Ukraine angeblich Angriffe tief ins russische Territorium ermögliche.

Putin-Vertraute drohen mit Atomschlag

Dass Moskau sogar zu einem Nuklearschlag bereit sei, betonte der Oligarch und Kreml-Propagandist Konstantin Malofejew. Er erklärte laut "Daily Star" vor den Teilnehmern: "Den Einsatz von Atomwaffen betrachten wir nicht als Worst-Case-Szenario. Wir halten ihn für ein gutes Mittel." Denn im schlimmsten Fall drohe Russland bis 2036 eine Niederlage gegen die Ukraine sowie die anschließende "Kolonisierung" durch den Westen.

Weitere Eskalation im Ukraine-Krieg möglich laut Belarus-Verteidigungsminister Viktor Khrenin

Die Kriegsrhetorik wurde durch Viktor Khrenin, den Verteidigungsminister des mit Putin befreundeten Landes Belarus, noch verstärkt. Er warnte vor einer "extrem hohen" Wahrscheinlichkeit, dass der Ukraine-Konflikt zu einer weltweiten Auseinandersetzung eskalieren könnte. Die Nato sammle Truppen an den russischen und belarussischen Grenzen, behauptete er – sein Land werde im Ernstfall an Moskaus Seite kämpfen. Der Griff zur Atomwaffe sei die Antwort.

Das Forum fand nur einen Tag nach ukrainischen Drohnenangriffen auf einen Ölterminal und eine Marinebasis in St. Petersburg statt.

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/ife/news.de/stg

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