Politik

Wladimir Putin: Feueralarm im Kreml-Hafen - Ukraine setzt Putins Kriegsschiff in Brand

Während Wladimir Putin sein "russisches Davos" mit 20.000 Gästen aus aller Welt eröffnete, stiegen über dem Hafen von St. Petersburg Rauchsäulen auf. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexander Kazakov

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  • Wladimir Putin erlebt heftigen Rückschlag
  • Ukrainische Drohnen treffen russische Korvette "Boikiy"bei St. Petersburg
  • Beschädigtes Kriegsschiff spielt zentrale Rolle bei Russlands Schattenflotte
  • Angriff erfolgt ausgerechnet zum Auftakt von Putins wichtigstem Wirtschaftsforum des Jahres

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zum Dienstag die russische Korvette "Boikiy" im Trockendock von Kronstadt bei St. Petersburg attackiert. Satellitenaufnahmen, die "Militarnyi" vorliegen, zeigen Rauch und Anzeichen eines Großbrandes an den Aufbauten des Kriegsschiffs.

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Putins Kriegsschiff brennt: Ukraine trifft Schlüssel-Schiff der Schattenflotte

Mindestens zwei Drohnen trafen das Schiff der Baltischen Flotte, das sich seit Februar zur planmäßigen Reparatur in der Werft befand. Anwohner berichteten, die Rauchsäule sei kilometerweit sichtbar gewesen. Der ukrainische Account WarTranslated veröffentlichte auf X ein Video von Madyar, das die Zerstörung durch die ukrainischen Streitkräfte dokumentieren soll.

Korvette "Boikiy" gilt alsLebensversicherung für Putins Schattenflotte

Die "Boikiy" spielte eine zentrale Rolle bei Russlands Sanktionsumgehung. Nach Recherchen des Investigativportals "The Insider" geleitete die Korvette noch 2025 den Tanker "General Skobelew" und das Frachtschiff "Sparta" durch die Ostsee, weiter in die Nordsee und durch den Ärmelkanal Richtung Ägypten. Beide Schiffe gehören zur sogenannten Schattenflotte, mit der Moskau westliche Ölsanktionen unterläuft.

Der Kommandeur der ukrainischen Drohneneinheiten, Robert Brovdi, beschrieb das Kriegsschiff auf Telegram als "echtes Arbeitstier" mit einer "bezaubernden Geschichte von Reisen und Abenteuern entlang der Nato-Grenzen". Die 2011 vom Stapel gelaufene Mehrzweckkorvette verdrängt rund 2.200 Tonnen und ist mit Kh-35-Seezielflugkörpern sowie dem Flugabwehrsystem Redut ausgerüstet.

Putin erlebt Demütigung zum Wirtschaftsforum

Der Zeitpunkt des Angriffs hätte für den Kreml kaum ungünstiger sein können. Während in St. Petersburg das Internationale Wirtschaftsforum startete – von Moskau als "russisches Davos" inszeniert – stiegen über dem Hafen Rauchschwaden auf. Rund 20.000 Gäste aus mehr als 100 Ländern, darunter Vertreter aus Saudi-Arabien, China und Usbekistan, wurden Zeugen der ukrainischen Reichweite.

Neben der Korvette geriet auch ein Ölterminal im Ostseehafen ins Visier der Drohnen. Videos von Anwohnern zeigen Explosionen und gewaltige Rauchwolken über der Anlage. Russland bestätigte Treffer auf "Infrastrukturobjekte" in drei Stadtbezirken und gab an, insgesamt 354 ukrainische Drohnen abgefangen zu haben.

Droht der "Boikiy" ein jahrelanger Ausfall?

Die Satellitenbilder deuten auf erhebliche Zerstörungen an den Aufbauten der "Boikiy" hin. Ein Blick in die Vergangenheit gibt Hinweise auf mögliche Konsequenzen: Als im Dezember 2021 die Korvette "Provorny" – ein modernisiertes Schwesterschiff – bei einem Brand schwer beschädigt wurde, bezifferten russische Behörden die Reparaturdauer auf fünf Jahre.

Selenskyj bestätigt Angriff auf Kronstadt

Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte Drohnenschläge auf militärische Ziele am Stützpunkt Kronstadt, nannte jedoch keine Details zu den Schäden. Drohnenkommandeur Brovdi formulierte es auf Telegram direkter: Ukrainische "Vögel" hätten die Korvette "gejagt und in Brand gesetzt".

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