Wladimir Putin: Peinlicher Fehlstart - Putins Superwaffe trifft offenbar eigene Soldaten
Wladimir Putins Wunderwaffe wird offenbar zum Eigentor: Eine Oreshnik-Rakete soll hinter den eigenen Linien abgestürzt sein. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Mikhail Metzel
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
02.06.2026 09.10
- Wladimir Putin erlebt peinlichen Raketen-Fehlstart
- Russische Oreshnik-Hyperschallrakete soll nach dem Start vom Kurs abgekommen sein
- Einschlag erfolgte offenbar in von Russland kontrolliertem Gebiet bei Donezk
- Vorfall nährt Zweifel an der Zuverlässigkeit von Putins Prestige-Waffensystem
Russlands hochgepriesene Hyperschallrakete Oreshnik hat offenbar die eigenen Truppen getroffen – ein spektakuläres Eigentor für Wladimir Putin. Nach Erkenntnissen von Forschern des Institute for the Study of War (ISW) schlug ein mit mehreren Sprengköpfen bestücktes Geschoss in von Russland besetztem Gebiet bei Donezk ein.
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Putins Hyperschallrakete trifft offenbar eigene Truppen
Videoaufnahmen zeigen Explosionen in unmittelbarer Nähe bekannter Wahrzeichen der Stadt, darunter das unvollendete Einkaufszentrum Rose Park. Die fehlgeleitete Rakete im Wert von umgerechnet rund 47 Millionen Euro soll bei einem Doppelstart vom russischen Testgelände Kapustin Yar vom Kurs abgekommen sein, wie der "Daily Star"berichtet.
Erster Schuss ging sofort daneben
Der Vorfall ereignete sich am 24. Mai gegen 1 Uhr morgens. Beim Doppelstart vom Testgelände Kapustin Yar versagte die erste Rakete unmittelbar nach dem Abschuss und stürzte im Raum Donezk ab. Das zweite Geschoss erreichte hingegen sein vorgesehenes Ziel in Bila Zerkwa nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew.
Die Sprengköpfe der fehlgeleiteten Oreshnik sollen die heftig umkämpften, aber von Russland gehaltenen Ortschaften Awdijiwka oder Jasynuwata getroffen haben. Diese Gebiete liegen rund 40 Kilometer hinter den russischen Frontlinien. Ukrainische Überwachungskanäle gehen davon aus, dass die Explosion russische Militärstellungen traf.
Jede vierte Rakete ein Blindgänger?
Die Panne bei Donezk wirft ein Schlaglicht auf die offenbar erheblichen Zuverlässigkeitsprobleme des nuklearfähigen Waffensystems. Berichten zufolge versagen bis zu 25 Prozent aller Oreshnik-Starts – eine besorgniserregende Quote für eine Rakete, die mit zehnfacher Schallgeschwindigkeit auf ihre Ziele zurast.
Der Vorfall dürfte die Zweifel an der Einsatzfähigkeit des Systems weiter verstärken. Dass die Sprengköpfe ausgerechnet in Gebieten einschlugen, die Russland unter hohen Verlusten erobert hatte, macht das Debakel für den Kreml besonders bitter. Die getroffenen Ortschaften Awdijiwka und Jasynuwata gehören zu den am heftigsten umkämpften Frontabschnitten des Krieges.
Kreml plant Raketenbasis in Belarus
Trotz der offensichtlichen technischen Schwierigkeiten treibt Putin den Ausbau des Oreshnik-Programms voran. Der russische Präsident hat den Bau einer neuen Abschussbasis für die nuklearfähige Rakete in Belarus angeordnet – direkt an der Grenze zu NATO-Ländern.
Medwedew droht mit Angriffen auf Atomkraftwerke
Parallel dazu verschärft Moskau seine Drohungen: Der ehemalige russische Präsident und Putin-Vertraute Dmitri Medwedew warnte mit Angriffen auf Atomkraftwerke in der Ukraine und in westlichen Staaten. "Die Antwort auf solche Aktionen könnte ein symmetrischer Schlag gegen ukrainische Kernkraftwerke sowie gegen am Konflikt beteiligte NATO-Länder sein", erklärte der Sicherheitschef.
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