Wjatscheslaw Wolodin: Kreml verliert die Nerven - Putin-Mann droht Elon Musk mit Atomwaffen
Wjatscheslaw Wolodin droht Elon Musk mit nuklearen Waffen. Bild: picture alliance/dpa/AP | -
Erstellt von Anika Bube
28.05.2026 08.17
- Russland droht Elon Musk wegen Starlink-Unterstützung der Ukraine
- Kreml-Politiker spricht von Waffen, die "keine Spur hinterlassen"
- Russische Propagandisten fordern sogar Atomangriffe auf Satelliten im All
Die Spannungen zwischen Russland und dem Westen erreichen eine neue Eskalationsstufe. Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, hat Elon Musk und dessen Raumfahrtunternehmen SpaceX offen mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Hintergrund ist die anhaltende Bereitstellung des Satellitendienstes Starlink für die ukrainischen Streitkräfte.
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Auslöser der Eskalation war ein ukrainischer Militärschlag am vergangenen Freitag auf das besetzte Starobilsk in der Ostukraine. Dabei wurde nach Angaben des ukrainischen Generalstabs das Hauptquartier der russischen Drohneneinheit "Rubikon" getroffen. Die russische Seite stellt den Vorfall völlig anders dar. Laut Moskau wurde bei dem Angriff ein Studentenwohnheim getroffen, wobei 21 Zivilisten ums Leben gekommen seien. Der Kreml nutzt diese Darstellung nun für seine Drohungen gegen den Tech-Milliardär. "Dies könnte dazu führen, dass wir Waffen einsetzen, die keine Spur von irgendjemandem hinterlassen werden", drohte Wolodin laut einer offiziellen Erklärung der Duma.
Wolodin, der als einer der engsten Vertrauten Putins gilt, erhob schwere Vorwürfe gegen Musk. Der SpaceX-Gründer müsse begreifen, "dass seine Satelliten dazu benutzt werden, um Kinder zu töten", erklärte der 62-jährige Duma-Vorsitzende. Mit dieser Rhetorik versucht Russland offenbar, die Starlink-Unterstützung für die Ukraine zu delegitimieren.
Starlink als militärischer Gamechanger
Das Satellitennetzwerk von SpaceX hat sich für die ukrainischen Streitkräfte als entscheidender taktischer Vorteil erwiesen. Die Technologie ermöglicht es den Truppen, selbst in unmittelbarer Frontnähe in Echtzeit zu kommunizieren. Artillerieeinheiten können so ihre Einsätze präzise mit Drohnenverbänden abstimmen. Auch russische Soldaten versuchten wiederholt, sich illegal Zugang zu den Satellitenverbindungen zu verschaffen. SpaceX reagierte darauf mit einer Sperrung des Dienstes in den von Russland besetzten Gebieten. Seitdem geraten die russischen Offensiven nach Berichten zunehmend ins Stocken. Diese Blockade dürfte ein wesentlicher Grund für die scharfen Drohungen aus Moskau sein.
Propagandist fordert Atomwaffen im All
Der kremlnahe Fernsehmoderator Wladimir Solowjow ging in seiner Sendung auf Russia 1 noch weiter. Er verlangte den Einsatz nuklearer Waffen im Weltraum, um die Starlink-Satelliten zu vernichten. Nach der Sperrung für russische Truppen seien diese ein legitimes militärisches Ziel, argumentierte der 62-jährige Propagandist.
Die aggressiven Töne aus Moskau haben auch einen anderen Hintergrund. Der Ukraine gelingt es zunehmend, strategische Ziele tief im russischen Territorium anzugreifen. Teile der wichtigen Ölindustrie wurden bereits erheblich beschädigt, während die kostspielige russische Flugabwehr bislang keine wirksame Antwort findet. Die atomaren Drohungen dienen daher auch als Ablenkungsmanöver von den eigenen militärischen Rückschlägen.
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