Politik

Donald Trump: Moderatorin greift Trump-Regierung an - "Das sind Lügen"

Er macht keinen Hehl aus seinen Ambitionen gegenüber Kuba: US-Präsident Donald Trump. Bild: dpa/AP/Mark Schiefelbein

  • Artikel teilen:
  • Moderatorin Megyn Kelly teilt gegen Trump-Regierung wegen "Axios"-Bericht aus
  • Kuba-Bericht als Rechtfertigung für einen Krieg?
  • Drohnen-Gefahr für die USA - von wegen
  • Donald Trump - er macht aus seinen Kuba-Plänen kein Geheimnis

US-Präsident Donald Trump und Moderatorin Megyn Kelly haben nicht das beste Verhältnis. Ganz im Gegenteil. Monatelang war die Journalistin schweren Anfeindungen des US-Präsidenten ausgesetzt. Und dennoch unterstützte sie Donald Trump 2024 während seiner zweiten Wahlkampfperiode. Ein Fehler? Im Bezug auf seine Außenpolitik hat die Podcasterin heute eine klare Meinung. Eine Berichterstattung über Kuba brachte das Fass schließlich zum Überlaufen.

Kuba eine Bedrohung für die USA?

Wie unter anderem "Rawstory" berichtet, teilte Megyn Kelly in einer aktuellen Podcast-Folge gehörig gegen die Trump-Regierung aus. Grund dafür war ein Bericht von "Axios", der sich mit der aktuellen Lage in Kuba beschäftigt. Demnach könne Kuba mit seinen erst kürzlich erworbenen 300 Drohnen Angriffe auf Guantanamo Bay oder Key West starten. Der Tenor des Berichtes: Kuba stelle eine Bedrohung für die USA dar.

Moderatorin zerlegt Kuba-Bericht - fade Rechtfertigung für Donald Trump

Und genau hier sieht Megyn Kelly das Problem. Der Bericht unterstützte ein mögliches Narrativ der Trump-Regierung - eine Rechtfertigung, Kuba möglicherweise anzugreifen. "Eine Drohung. Aus Kuba. Das Land steht kurz vor dem Zusammenbruch und kann niemanden bedrohen", erklärt die Moderatorin zu Beginn ihres Podcasts. Kuba könne "nicht einmal die Lichter am Laufen halten oder die Intensivstationen der Krankenhäuser im Land mit Strom versorgen. Eine Bedrohung seitens der kubanischen Regierung sei quasi lächerlich.

"Axios" bediene mit seinem Bericht ein Narrativ, welches für Donald Trump und seine Regierung eine ideale Rechtfertigung bietet. Oder wie es Megyn Kelly sagen würde: Das Medium habe sich mit einem "Haufen Quatsch" abspeisen lassen. Und sie wird noch deutlicher: "Kuba wird uns nicht angreifen." (...). "Das sind Lügen."

Schließlich müsse man selbst dem "Axios"-Bericht zugutehalten, dass er - wenn auch am Ende des Textes weit unten - selbst einräume, dass US-Beamte Kuba nicht als eine unmittelbare Gefahr ansehen und man lediglich über eine Notfallplanung spreche.

Donald Trump provoziert mit Kuba-Aussagen

Donald Trump selbst habe in jüngster Vergangenheit immer wieder seine Absichten gegenüber Kuba deutlich gemacht. Ein KI-generiertes Bild zeigt den US-Präsidenten mit einer kubanischen Zigarre. Zudem erklärte er öffentlich, dass er "die Ehre habe, Kuba einzunehmen."

"Legitimes Recht auf Selbstverteidigung"

Kuba indes kündigte konsequente Gegenmaßnahmen an, sollte es zu einem Kriegsausbruch kommen. Im Falle eines militärischen Angriffs der Vereinigten Staaten will Kuba laut Regierung sein "legitimes Recht auf Selbstverteidigung" ausüben. "Die USA sind der Angreifer. Kuba ist das angegriffene Land, das sich auf das Recht auf Selbstverteidigung beruft", schrieb Vizeaußenminister Carlos Fernández de Cossio auf der Plattform X.

Verhältnis zwischen den USA und Kuba angespannt

Seit der Revolution 1959 sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern angespannt. Unter Trump haben sie sich nochmals verschärft. Mit einer Reihe von neuen Sanktionen und einer Ölblockade erhöhte Trump den Druck, um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren.

Weitere Themen, die sich ebenfalls mit Donald Trump beschäftigen:

/bos/news.de/dpa

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.