Donald Trump: Absurder Kampf gegen seinen Unterstützer - sofortige Entlassung gefordert
Donald Trump wendet sich laut Expert:innen gegen die Falschen. Bild: dpa/AP/Mark Schiefelbein
Erstellt von Ines Fedder
19.05.2026 08.04
- Donald Trump mit knallharten Worten: Er wendet sich gegen Robert Karem
- Wut-Schwall bei Truth Social - nächster Abgeordneter bekommt Trumps Hetze zu spüren
- Sicherheitsexperten zeigen sich besorgt - US-Präsident richtet sich gegen die Falschen
- Situation sinnbildlich für das, was in der Trump-Regierung schiefgeht
Donald Trumps Liste der in Ungnade gefallenen Abgeordneten wird immer länger. Eine neue Entwicklung sorgt für Beunruhigung im Trump-Lager. Was war geschehen? Der 79-Jährige hat auf seiner Plattform Truth Social die sofortige Entlassung von Robert Karem gefordert, einem hochrangigen Mitarbeiter des republikanischen Senators Mitch McConnell. Der Präsident bezeichnete Karem in seinem Post als "überzeugten Trump-Gegner", der "enormen Rückhalt bei den Demokraten" genieße und "von Obamas Leuten unaufhörlich gelobt" werde.
Donald Trump teilt gegen Robert Karem aus - aber warum eigentlich?
Auslöser für Trumps Attacke war ein Vorfall während einer Senatsanhörung am Dienstag. Dort hatte Karem den Vorsitzenden des Haushaltsausschusses, McConnell, darauf hingewiesen, dass mehrere Senatoren noch Fragen stellen wollten – nachdem dieser die Anhörung mit Verteidigungsminister Pete Hegseth vorzeitig beenden wollte. Trump warf Karem vor, sich lediglich "wichtig machen" zu wollen.
Peinlicher Moment im Senat brachte das Fass zum Überlaufen
Die Anhörung vor dem Haushaltsausschuss des Senats nahm einen unerwarteten Verlauf. Verteidigungsminister Pete Hegseth stand den Senatoren Rede und Antwort, als McConnell die Sitzung abbrechen wollte – obwohl noch mehrere Abgeordnete auf ihre Fragerunde warteten. "Rawstory" bezeichnete die Szene als "peinlich".
Trump stellte den Vorfall anders dar: McConnell sei keineswegs verwirrt gewesen, sondern habe schlicht nicht verstanden, "warum er zu etwas aufgefordert wurde, als es zu spät war und die Leute gerade Feierabend machten – sie wollten nach Hause". Karem habe mit seinem Eingreifen lediglich "Ambientemacherei" betrieben.
Sicherheitsexperten zeigen sich alarmiert: Trump schadet sich selbst
Zwei Sicherheitsexperten reagierten mit Unverständnis auf Trumps Attacke. Eliot Cohen, emeritierter Strategieprofessor an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies, und Eric Edelman, Autor bei "The Bulwark", diskutierten den Vorfall im Podcast "The Shield of the Republic".
Trump-"Gegner" Karem setzt sich für höhere Pentagon-Mittel der Trump-Regierung ein
Ihr Urteil fiel vernichtend aus: "Es ist absurd", erklärte Cohen. Der Angriff richte sich "gegen jemanden, der versucht, das Chaos zu beheben, das Trump bei der Verteidigungsfinanzierung angerichtet hat". Karem, der während Trumps erster Amtszeit selbst im Verteidigungsministerium arbeitete, setzt sich den Analysten zufolge für höhere Pentagon-Mittel ein – Gelder, die wegen des Iran-Kriegs dringend benötigt werden.
"Was hier passiert, ist eine sehr ernste Angelegenheit"
Cohen bezeichnete die Situation als "wirklich symbolisch für die Unordnung und das Chaos" und warnte: "Was hier passiert, ist eine sehr ernste Angelegenheit."
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