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Friedrich Merz in der Umfrage-Krise: Fast die Hälfte der Wähler wünscht sich ein Koalitions-Aus

Bürger haben kaum noch Vertrauen in die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

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  • INSA-Umfrage: Fast die Hälfte der Wähler wünscht sich ein Ende von Schwarz-Rot
  • Unterschiede zwischen Wählern und Regionen: Wählerfrust im Osten
  • Bundesregierung und Friedrich Merz im Umfragetal angekommen

Die schwarz-rote Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz steckt in einer tiefen Vertrauenskrise. Laut einer aktuellen INSA-Umfrage, über die "Bild" berichtet, wünschen sich knapp 50 Prozent der Bevölkerung ein vorzeitiges Aus für die Koalition. Die Zufriedenheit mit dem Kabinett befindet sich auf einem äußerst niedrigen Niveau.

INSA-Umfrage: Fast die Hälfte der Deutschen für Aus der Merz-Regierung

49 Prozent der Befragten wünschen sich ein Ende der Koalition, während sich 32 Prozent wünschen, dass Schwarz-Rot weiterregiert. 19 Prozent enthielten sich. Besonders frustriert zeigt sich die Altersgruppe zwischen 40 und 49. Hier meinen 62 Prozent, dass die Bundesregierung getrennte Wege gehen sollte. Etwas optimistischer zeigen sich Menschen über 70. 49 Prozent dieser Gruppe sprechen sich für die Koalition aus.

AfD-Wähler für Ende von Schwarz-Rot - Unionsanhänger für ein Fortbestehen

Die Zustimmungswerte für das Kabinett Merz fallen je nach Wählergruppe unterschiedlich aus. 87 Prozent der AfD-Wähler sind für ein Ende von Schwarz-Rot. Andere Wähler zeigen noch Zustimmung. SPD-Wähler (57 Prozent) und Grünen-Wähler (55 Prozent) sind dafür, dass die Bundesregierung weitermacht. Den meisten Zuspruch erhält die schwarz-rote Koalition von den Unionswählern. Hier stimmen 87 Prozent für ein Fortbestehen.

Vertrauen in Bundesregierung im Osten gesunken

Auch zwischen den verschiedenen Regionen Deutschlands zeigen sich deutliche Abweichungen in der Beurteilung der Regierungsarbeit. Gerade in Ostdeutschland zeigt sich Frust. 57 Prozent der Umfrage-Teilnehmer meinen, dass die Bundesregierung aufhören soll. Im Westen sind es 47 Prozent.

Zwischen dem 8. und 11. Mai wurden 1.003 Menschen befragt.

Hinweis: Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Kanzler und Koalition seit Wochen im Umfragetief

Die Unzufriedenheit besteht seit Wochen. In aktuellen Umfragen erhält Schwarz-Rot kein gutes Zeugnis. Das gilt auch für Friedrich Merz, der im jüngsten Politikerranking schlecht abschnitt. Ein historischer Tiefpunkt, wie Dr. Peter Matuschek, Geschäftsführer der Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH, im Podcast mit "Bild"-Vize" Paul Ronzheimer erklärte. Als Gründe nannte er auch den Bundeskanzler, der für den Absturz nach einem Jahr Regierungsarbeit mit verantwortlich gemacht wird.

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/fka/news.de/dpa/stg

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