Melania Trump: First Lady veröffentlicht Muttertagsappell – Moderatorin gerät danach unter Beschuss
Melania Trump sorgt mit einem Beitrag am Muttertag für Kontroversen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Von news.de Redakteurin Anika Bube
11.05.2026 11.53
- Melania Trump fordert in einem Gastbeitrag mehr Fokus auf Familie und Mutterschaft
- Fox-Moderatorin Rachel Campos-Duffy feiert die Botschaft als "revolutionär"
- Auf X werfen Nutzer beiden Frauen Doppelmoral und rückwärtsgewandte Rollenbilder vor
Mit einem emotionalen Gastbeitrag zum Muttertag hat Melania Trump in den USA eine hitzige Diskussion ausgelöst. Die First Lady forderte in der "Washington Post", Familie und Mutterschaft wieder stärker ins Zentrum des amerikanischen Lebens zu rücken. Während die Ehefrau von Donald Trump bei Fox-News-Moderatorin Rachel Campos-Duffy mit ihren Worten auf vollste Zustimmung trifft, erntet sie in den sozialen Netzwerken heftigen Gegenwind.
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Melania Trump erklärt Mütter zum Fundament Amerikas
In ihrem Beitrag mit dem Titel "Mothers are America's strength" beschreibt Melania Trump die Rolle von Müttern als tragende Säule der Nation. Die Hingabe einer Mutter sei unvergleichlich und präge Amerika seit der Staatsgründung vor 250 Jahren. Liebe zeige sich dabei in vielen Formen: "Stärke, Mitgefühl, Weisheit, Anmut, Freude, Arbeit, Humor und sogar Trauer", schrieb die First Lady. Zugleich forderte sie ein neues gesellschaftliches Modell, in dem Frauen zwar beruflich erfolgreich sein könnten, die Familie jedoch wieder zur wichtigsten Grundlage der Zukunft werde.
Fox-Moderatorin feiert Beitrag der First Lady als "revolutionär"
Bei Fox News stieß Melania Trumps Meinungsbeitrag auf begeisterte Zustimmung. Rachel Campos-Duffy, Co-Moderatorin von "Fox & Friends Weekend" und selbst Mutter von neun Kindern, bezeichnete den Text als wunderschön und in vielerlei Hinsicht revolutionär. Die Moderatorin, die nach eigenen Angaben 14 Jahre lang Vollzeit-Mutter war, bevor sie zum Fernsehen kam, sieht in dem Beitrag eine Abkehr von feministischen Narrativen. "So lange haben Feminismus und Feministinnen verlangt, dass wir die Arbeit an erste Stelle setzen", erklärte sie im Interview. Campos-Duffy behauptet, junge Frauen der Generation Z würden Mutterschaft zunehmend als ihren eigentlichen Lebenszweck begreifen. Sie beobachte in sozialen Medien vermehrt Aussagen wie "Ich will die Pille nicht mehr" – ein Trend, den sie teilweise auf die MAHA-Bewegung (Anmerkung der Redaktion: Make America Healthy Again) zurückführt.
X-Nutzer werfen Fox-News-Moderatorin Doppelmoral vor
Die Aussagen der Fox-Moderatorin lösten in sozialen Medien heftige Kritik aus. Zahlreiche X-Nutzer warfen Campos-Duffy Doppelmoral vor. "Wenn der eigentliche Lebenszweck einer Frau darin besteht, Kinder zu bekommen und sich um sie zu kümmern, könnte Rachel Campos Duffy dann bitte ihren eigenen Rat befolgen, zu Hause bei ihren vielen minderjährigen Kindern bleiben und für immer aus meinem Fernseher verschwinden?", schrieb ein X-Nutzer. Andere wiesen die Vorstellung eines vorbestimmten Lebenszwecks grundsätzlich zurück. "Der eigentliche Lebenszweck einer Frau ist das, was sie selbst dafür definiert", hieß es in einem Tweet. Ein weiterer Nutzer kommentierte: "Ich hoffe wirklich, dass meine Töchter nicht glauben, ihr Zweck sei es, Kinder zu gebären." Auch die Aussagen zur Antibabypille stießen auf Widerspruch: "Buchstäblich niemand wird gezwungen, die Pille zu nehmen."
Warum hat Melania Trump selbst nur ein Kind?
Einige X-Nutzer richteten ihre Kritik direkt an die First Lady. "Warum hat Melania dann bei einem Kind aufgehört? Wie hat sie es vermieden, mehr zu bekommen?", fragte ein Kommentator und verwies damit auf einen offensichtlichen Widerspruch zwischen der Botschaft des Meinungsbeitrags und Melanias eigener Familienplanung.
Andere Stimmen forderten grundsätzlich mehr Respekt für individuelle Lebensentscheidungen. "Manche Frauen wollen es nicht. Manche schon. Kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten und hört auf, die medizinischen Entscheidungen von Frauen kontrollieren zu wollen", lautete ein weiterer Kommentar. Ein Nutzer wies zudem auf die Ironie hin, dass sowohl Campos-Duffy als auch Melania Trump berufstätig seien, während sie anderen Frauen die Priorität der Mutterschaft predigten: "Beide Frauen scheinen zu arbeiten, anstatt das Kinderzimmer für ihre armen, zurückgelassenen Babys gemütlicher zu machen."
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