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Nach 4 Jahren Ukraine-Krieg: "Schlimmer als die Deutschen!" Putin-Soldat jammert vor laufender Kamera

Wladimir Putins Soldaten haben im Ukraine-Krieg bislang keinen Sieg für den Kreml-Chef erreichen können. Bild: picture alliance/dpa/TASS via ZUMA Press | Mikhail Sinitsyn

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  • Russischer Soldat jammert vor laufender Kamera wegen Ukraine-Krieg
  • Putin-Kämpfer bezichtigt ukrainische Streitkräfte der Menschenrechtsverletzung
  • "Schlimmer als die Deutschen!" Putin-Soldat im Ukraine-Krieg angeblich mit Giftgas gequält

Der Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine liegt mehr als vier Jahre zurück und hat Russlands Präsident Wladimir Putin bis heute nicht zum erhofften Sieg im russischen Nachbarland gebracht. Nun scheinen sich Putins Soldaten aufs Jammern zu verlegen, wie ein aktueller Beitrag aus dem russischen Staatsfernsehen zeigt.

Putin-Soldat jammert über unbarmherzige Ukraine-Streitkräfte

In Umlauf gebracht wurden die Aufnahmen auf dem Telegram-Kanal von des staatlichen russischen TV-Senders RT, vormals bekannt als "Russia Today". In dem von Kreml-Propaganda eingefärbten, 47 Sekunden dauernden Clip ist ein vermeintlicher russischer Soldat zu sehen, der "RT" zufolge den Decknamen Kirpich trägt. In seinem Statement, das bei X (vormals Twitter) auf dem Account "WarTranslated" weiterverbreitet wurde, beklagt sich der Putin-Soldat über angeblich menschenrechtswidrige Handlungen, derer sich die ukrainischen Streitkräfte im von Wladimir Putin angezettelten Angriffskrieg auf die Ukraine schuldig machen sollen.

"Schlimmer als die Deutschen!" Russische Soldaten angeblich mit Giftgas malträtiert und zu Staub zerbombt

"Sie sind schlimmer als die Deutschen", beginnt der mutmaßliche Putin-Soldat sein Klagen über die ukrainischen Streitkräfte. "Sie kommen mit ihren 'Baba Jaga'-Bomben und verwandeln Menschen in Staub, sie sind einfach weg. Deshalb werden die Vermissten auch niemals gefunden", behauptet Kirpich weiter. Zudem bezichtigt der Russe die ukrainischen Soldaten, Giftgas gegen seine Landsleute einzusetzen. Und weiter:

  • "Sie haben Quecksilber auf mich getropft."
  • "Sie setzen Giftgas ein, bis der Tod eintritt."
  • "Wir haben zwei Tage lang in Gasmasken dagesessen und konnten nicht mehr atmen."
  • "Sie versuchen und mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln zu töten."
  • "Sie setzen Streumunition ein, die strengstens verboten ist. Doch sie werden weiter jedes Mittel einsetzen, um Russen zu töten."

Russische Angreifer beklagen sich über wehrhafte Ukrainer - kein Mitgefühl in sozialen Medien

Der aus Estland stammende Blogger Dmitri, der hinter "WarTranslated" steckt, hatte für das Gejammer des russischen Soldaten nur abschätzige Worte übrig. "Es ist ganz schön schwierig, Russland zu verteidigen, nachdem es ein Nachbarland angegriffen, alle Menschen getötet und Städte zerstört hat." Dass der Putin-Kämpfer sich jetzt über die wenig freundlichen Handlungen beklagt, mit denen die Mitglieder der ukrainischen Streitkräfte den russischen Soldaten begegnen, kann der Blogger nicht nachvollziehen: "Dieser Russe beklagt sich, dass die 'bösen und angsteinflößenden' Ukrainer seine Landsleute auslöschen. In ihrem eigenen Land. Nun, vielleicht hättet ihr [die Ukraine] gar nicht erst angreifen sollen?"

Auch in den Reaktionen auf den X-Post ist wenig Mitgefühl für die angeblich gequälten russischen Soldaten zu erkennen, wie folgende Beispiele verdeutlichen:

  • "Dabei hat Russland von Tag 1 der Invasion an Streumunition eingesetzt..."
  • "Und deshalb sollte man hübsch zu Hause bleiben und seine Nachbarn, souveräne Staaten, nicht einfach angreifen, du Trottel."
  • "Er weiß, dass Russland der Aggressor ist, doch würde er das vor laufender Kamera sagen, würde es ihn sein Leben kosten."

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