Politik

Friedrich Merz: Neues Kanzler-Statement sorgt für Widerstand - "Ich lebe in einer Satire"

Seine Worte kommen nicht an - Bundeskanzler Friedrich Merz. Bild: dpa/Michael Kappeler

  • Artikel teilen:
  • Friedrich Merz erntet Shitstorm nach Instagram-Statement
  • Reformkurs entfacht Kritik an Arbeit, Steuern und Sozialstaat
  • Vertrauen schwindet: Netz-User rechnen mit CDU ab
  • Gesundheits-Sparpaket heizt Debatte weiter an

Bundeskanzler Friedrich Merz treibt das Land zu Reformen an - und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Seine Aussage über ein gewisses "Stadtbild" sorgte für wochenlange Diskussionen. Seine klare Haltung zum Thema "mehr arbeiten" bescherte uns im Netz zahlreiche Memes, die dem Ernst der Lage auf satirische Weise begegnen. Und auch seine neuesten Aussagen bei Instagram können den gewaltigen Shitstorm nicht verhindern, der sich über den Unionsvorsitzenden zusammenbraut.

Mit diesen Worten begibt sich der Bundeskanzler aufs Glatteis

Bei Social Media verkündete Friedrich Merz den Fahrplan der schwarz-roten Regierung, der unter anderem Reformen im Bereich Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung umfasst. "Wir können nicht einfach so weitermachen wie in den letzten 20 Jahren. Die Bundesregierung muss zeigen, dass sie in der Lage ist, Schritt zu halten mit den Veränderungen auf der Welt", heißt es hier in einem Statement, das bei der Netz-Community gar nicht gut aufgenommen wird. Man hoffe, dass im Mittelstand mehr Zuversicht entstünde. Dass es sich lohne, in Deutschland zu investieren und zu arbeiten, schreibt Friedrich Merz. "Es geht um Vertrauen, Sicherheit und das positive Gefühl eines Aufbruchs."

Friedrich Merz sorgt für Wutwelle nach Kanzler-Statement bei Instagram

Doch ausgerechnet beim Thema Vertrauen stößt Merz im Netz auf Unverständnis. Er sei "weltfremd" und die Forderung nach der Vertrauensfrage wird indes lauter. Die Reaktionen im Netz sprechen eine eindeutige Sprache:

  • "Kleiner Reminder, Steuererhöhungen sind keine Reformen."
  • "Ich bereue Sie gewählt zu haben... SIE waren für mich in der Tat eine Hoffnung. Jedoch habe ich mittlerweile das Gefühl, Sie seien völlig weltfremd. Sie können sich 0 in die Lage der durchschnittlichen Bürger versetzen, Ihre Vorstellungen sind so weit weg von der Realität, dass ich manchmal glaube, ich lebe in einer Satire."
  • "Ich übersetze mal kurz: wir (CDU) kürzen den Sozialstaat zusammen und trauen uns an die überreichen nicht ran."
  • "Vertrauen ist leider hin, Herr Merz!"
  • "Zu viel versprochen, zu wenig gehalten"
  • "Wir können so nicht weitermachen wie die letzten 20 Jahre sollte zu der Konklusio kommen, dass die CDU nicht mehr regieren sollte. Wann endlich Vertrauensfrage mit diesen miserablen Zustimmungswerten."
  • "Als Bürger erkenne ich keine Vision, keine nachhaltige Strategie, keine zielrelevanten Maßnahmen für Verbesserungen und Wachstum. Nur Politik die unser Land sukzessive auf vielen Ebenen kaputtmacht!"
  • "Zuversicht durch noch mehr Steuern, Abgaben und Kosten?"
  • "Also ein positives Gefühl hat bei dieser Bundesregierung niemand mehr, just saying."
  • "Mit einer Sache gebe ich Ihnen Recht. Wir können so nicht weiter machen. Nur die Lösungen, die Sie anbieten, sind komplett am Großteil der Bürger vorbei. Sie machen Politik ausschließlich für Reiche und Superreiche Menschen. Da finden sich nämlich keine Kürzungen. Schön wäre ja auch mal bei der eigenen Blase anzufangen und zu sagen, wir verzichten dieses Jahr auf eine Diätenerhöhung. Davon wird keiner Arm und Sie würden wenigstens Ansatzweise zeigen, dass alle den Gürtel enger schnallen müssen."

Bundesregierung beschließt Gesundheits-Sparpaket

Unabhängig des Widerstandes, der sich im Netz formiert - die Reformpläne des Kanzlers schreiten voran. So hat die Bundesregierung aktuell ein Gesundheits-Sparpaket in Milliardenhöhe beschlossen. Inwieweit sich Merz damit den Rückhalt der Wähler:innen zurückholt, bleibt angesichts solcher Kommentare jedoch fraglich.

Weitere aktuelle Themen im Bereich der Politik lesen Sie hier:

/sfx/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.