Politik

Donald Trump: US-Präsident zum König ernannt - Wut über einen Post des Weißen Hauses

Das Weiße Haus bezeichnet in einem Social-Media-Post neben Charles III. (l.) auch US-Präsident Donald Trump als König. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Weißes Haus veröffentlicht umstrittenen Social-Media-Post zum Staatsbesuch von König Charles III. in den USA
  • Zu einem Bild, auf dem der britische Monarch neben Donald Trump zu sehen ist, heißt es: "Zwei Könige"
  • Empörung über Darstellung des US-Präsidenten als König im Netz

Bei seinem Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten hat König Charles III. am Dienstag eine viel beachtete Rede vor dem US-Kongress gehalten. Wie "t-online" berichtet, verteilte der britische Monarch dabei geschickt Seitenhiebe gegen Präsident Donald Trump. Er verwies unter anderem auf die Bedeutung von Umweltschutz und internationaler Zusammenarbeit bei aktuellen Konflikten und Kriegen. Außerdem machte er auf demokratische Grundprinzipien in den USA aufmerksam, die keinen Alleinherrscher vorsehen. Bei Trump schien die subtile Kritik jedoch kaum Gehör zu finden, wie ein umstrittener Social-Media-Post deutlich machte.

Donald Trump als König? Empörung über Darstellung des US-Präsidenten

Das Weiße Haus veröffentlichte am Dienstagabend auf X (vormals Twitter) und Instagram ein Foto von Charles' Besuch in den Vereinigten Staaten. Es zeigt den britischen König und Donald Trump im Gespräch vor zwei Stühlen neben einem Rednerpult. Der US-Präsident lächelt auf dem Bild breit. So weit, so unspektakulär. Doch dem Foto wurden in den sozialen Medien die Worte "Two Kings" (deutsch: "Zwei Könige") sowie ein Kronen-Emoji beigefügt. Trump wird also ein royaler Titel verliehen, den er gar nicht trägt.

Kritik an Social-Media-Post des Weißen Hauses zu Donald Trump und König Charles III.

Während MAGA-Anhänger diese Darstellung feierten, rief sie bei anderen Nutzern empörte Reaktionen hervor. Schließlich hatten sich die USA im Jahr 1776 von der britischen Krone losgesagt, um eine unabhängige Demokratie zu werden. Kommentare zu dem Beitrag aus dem Weißen Haus lauten:

  • "Was zum Teufel?"
  • "Ihr seid echt erbärmlich."
  • "Ja, wir haben quasi einen Krieg geführt, um genau so einen Mist zu verhindern. Das ist wohl das Unamerikanischste, was ein US-Präsident sagen könnte."
  • "Tut der Präsident das, um die Leute zu ärgern, oder tut er das, weil er glaubt, gut genug zu sein, um König von Amerika zu sein?"

"No Kings"-Proteste gegen Donald Trump in den USA

In den USA hatte es in den vergangenen Monaten mehrfach Proteste unter dem Motto "No Kings" gegen Trumps zunehmend autoritäre Politik gegeben. Der Präsident reagierte wütend auf die Demonstranten. Unter anderem postete er ein KI-Video, in dem er aus einem Kampfjet Unrat auf sie abwarf.

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/sfx/news.de

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