Donald Trump: Ausgerechnet das Familien-Vermögen wird für "The Don" zum Dilemma
Ein Wahlversprechen von Donald Trump (M.) könnte ausgerechnet wegen seiner Familie scheitern. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Jane Barlow
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
27.04.2026 16.34
- Donald Trump: Familien-Vermögen wird zum Kongress-Problem
- Wegen Trump-Vermögen: Demokraten machen Ethik-Klauseln zur Bedingung
- Republikaner drohen mit Gegenstimmen bei Trump-Gesetz
- November-Wahlen setzen Republikaner unter massiven Zeitdruck
Das von Donald Trump im Wahlkampf 2024 versprochene Krypto-Gesetz steht vor erheblichen Hürden im Kongress. Obwohl die Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit innehaben, droht das Vorhaben ausgerechnet an der eigenen Familie des Präsidenten zu scheitern.
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Donald Trump: Familien-Vermögen wird zum Kongress-Problem
Die beiden Trump-Söhne Donald Jr. und Eric haben nach einem Bericht von "Politico" gigantische Krypto-Unternehmen aufgebaut. Diese Geschäftsaktivitäten werden nun zum zentralen Streitpunkt bei den Verhandlungen im Kongress.
Die familiären Geschäftsinteressen der Trumps entwickeln sich zu einem massiven Druckmittel für die Opposition, das den gesamten Gesetzgebungsprozess ins Stocken bringt.
Kritische Abgeordnete warnen vor den Konsequenzen. Sie befürchten, dass das geplante Gesetz den Trumps ermöglichen würde, ihre Geschäfte mit minimalen Einschränkungen weiter auszubauen.
Wegen Trump-Vermögen: Demokraten machen Ethik-Klauseln zur Bedingung
Die Opposition blockiert jeden Fortschritt des Krypto-Gesetzes, solange keine strengen Ethik-Regelungen integriert werden. Senator Ruben Gallego aus Arizona, selbst ein Befürworter von Krypto-Regulierung und aktiv an den Verhandlungen beteiligt, zieht eine klare rote Linie.
- "Es wird weder ein finales Gesetz noch finalen Fortschritt geben, solange keine überparteiliche Einigung bei den Ethik-Bestimmungen erzielt wird", erklärte der demokratische Senator unmissverständlich.
Die Krypto-Beteiligungen der Präsidentenfamilie haben sich zu einem gewaltigen Hebel für die Demokraten entwickelt. Sie wollen die Geschäftsinteressen der Trumps strategisch nutzen, um grundlegende ethische Schutzmaßnahmen durchzusetzen.
Republikaner drohen mit Gegenstimmen bei Trump-Gesetz
Der Widerstand gegen ein Krypto-Gesetz ohne ethische Schutzklauseln kommt aber nicht nur von den Demokraten. Auch aus den Reihen der Republikaner mehren sich kritische Stimmen, die vor Interessenkonflikten warnen. Der parteiinterne Zusammenhalt scheint zu bröckeln. Senator Thom Tillis aus North Carolina, ein hochrangiges Mitglied im Bankenausschuss des Senats, stellte eine unmissverständliche Forderung.
- "Es muss Ethik-Formulierungen im Gesetz geben, bevor es den Senat verlässt, oder ich werde von jemandem, der an den Verhandlungen arbeitet, zu jemandem, der dagegen stimmt."
November-Wahlen setzen Republikaner unter massiven Zeitdruck
Die Zeit wird für die Republikaner knapp. Laut Prognosen droht der Partei bei den November-Zwischenwahlen der Verlust einer oder sogar beider Kongresskammern, schreibt "Raw Story" in diesem Zusammenhang. Nach einem Machtwechsel würde sich die Verabschiedung eines Trump-freundlichen Krypto-Gesetzes als nahezu unmöglich erweisen.
Das Weiße Haus weist sämtliche Vorwürfe zu Interessenkonflikten entschieden zurück.
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