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Melania Trump verspottet: "Strahlen einer baldigen Witwe" - Wirbel um Melania-Witz eskaliert

Melania Trump wurde das Opfer eines üblen Scherzes. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Andrew Leyden

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  • Melania Trump verspottet als "baldige Witwe"
  • Melania-Witz wird für Kimmel zum Bumerang im Netz
  • Melania Trump verspottet: Welle der Empörung gegen Kimmel

US-Talkshow-Moderator Jimmy Kimmel sieht sich massiver Kritik ausgesetzt, nachdem er bei einer Parodie-Veranstaltung einen Witz über Melania Trump gemacht hatte, den vor allem Trump-Anhänger als geschmacklos kennzeichnen.

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Melania Trump verspottet als "baldige Witwe"

Kimmel richtete bei seiner Parodie seinen Fokus direkt auf die Ehefrau des US-Präsidenten. Er begrüßte sie mit den Worten:

  • "Unsere First Lady, Melania, ist hier. Schauen Sie sich Melania an, so schön. Mrs. Trump, Sie haben ein Strahlen wie eine baldige Witwe."

Doch damit nicht genug. Kimmel legte nach und machte sich über Melanias bevorstehenden Geburtstag lustig.

  • Er behauptete, die First Lady plane zu Hause zu feiern, "so wie sie es immer tut: aus dem Fenster schauen und flüstern 'Was habe ich getan?'"

Die beiden Witze zielten sowohl auf die Ehe als auch auf eine mögliche Gefahr für US-Präsident Donald Trump ab. Die Kombination aus dem Witwen-Kommentar und der Andeutung, Melania bereue ihre Entscheidung, wurde von vielen als besonders zynisch empfunden.

Melania-Witz wird für Kimmel zum Bumerang im Netz

Was Kimmel natürlich nicht wissen konnte: Nur wenige Tage später, am Samstagabend, verwandelte sich die tatsächliche Veranstaltung im Washington Hilton in einen Tatort, als ein 31-Jähriger versuchte, die Veranstaltung zu stürmen, bevor Einsatzkräfte ihn rasch überwältigten. Berichtet wird über Anschlagspläne des Mannes, die sich gegen Donald Trump sowie Mitglieder seiner Regierung gerichtet haben sollen. Der US-Präsident veröffentlichte später ein Foto des festgenommenen Verdächtigen.

Die zeitliche Nähe zwischen Kimmels kontroversem Kommentar und dem realen Gewaltvorfall verschärfte die Empörung. Im Internet entlud sich ein Sturm der Entrüstung. Kritiker warfen dem Comedian vor, mit seinen Äußerungen Hass geschürt zu haben. Das Timing ließ seinen Witz im Nachhinein besonders geschmacklos erscheinen.

Melania Trump verspottet: Welle der Empörung gegen Jimmy Kimmel

Die Reaktionen in den sozialen Medien fielen vernichtend aus - vor allem bei Trump-Anhängern und konservativen Beobachtern.

  • Larry O'Connor, Chefredakteur des konservativen Portals "Townhall", bezeichnete Kimmel als "gebrochenen Mann" und richtete auf X eine direkte Botschaft an Disney: "Sie haben ein Problem." Der Medienkonzern ist Eigentümer von ABC, dem Sender von Kimmels Show.

Zahlreiche X-Nutzer kritisierten den Moderator scharf.

  • Ein Kommentator schrieb, Kimmel sei "schlimmer als die anderen Comedians" und man könne "den brodelnden Hass in seinem Gesicht gegenüber Trump sehen".
  • Ein weiterer User nannte ihn direkt "böse" und erklärte, man müsse "gestört sein", um über solche Witze zu lachen.
  • Der politische Kommentator Link Lauren warf den Mainstreammedien vor, seit Jahren "Spaltung und Hass geschürt" zu haben. Kimmel habe einen "widerlichen Witz" über Melania als Witwe gemacht, und nun täten alle plötzlich schockiert nach den Ereignissen beim Correspondents' Dinner.
  • Ein Nutzer forderte ABC auf, Kimmels Sendung endgültig einzustellen.

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