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JD Vance: Jetzt wird sein Scheitern deutlich - "The Don" ersetzt seinen Vize

JD Vance wird nicht an den neuen Iran-Verhandlungen teilnehmen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Trump-Vize auf der Ersatzbank - JD Vance muss zu Hause bleiben
  • Vance scheiterte bei erster Verhandlungsrunde
  • JD Vance: Vom Kriegskritiker zum Trump-Unterstützer

US-Vizepräsident JD Vance wird nicht zur zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran nach Pakistan fliegen. Wie die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt mitteilte, übernehmen stattdessen die Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff die Reise nach Islamabad. Hat Donald Trump seinem Stellvertreter das Vertrauen entzogen?

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Trump-Vize auf der Ersatzbank - JD Vance muss zu Hause bleiben

Vance bleibt nach Angaben Leavitts in den Vereinigten Staaten auf Abruf bereit. "Steve und Jared werden morgen nach Pakistan fliegen, um sich anzuhören, was die Iraner zu sagen haben", erklärte sie. Der Vizepräsident werde gemeinsam mit Präsident Trump und Außenminister Marco Rubio auf Updates warten und sei bereit, nach Pakistan zu reisen, falls dies notwendig werden sollte.

Die Entscheidung bedeutet, trotz der Formulierung, eine deutliche Zurückstufung für Vance, der die amerikanische Delegation bei der ersten Gesprächsrunde angeführt hatte. Leavitt erklärte eilig, dass es sich (natürlich) nicht um eine Degradierung handle, sondern um eine strategische Entscheidung, um Vances Zeit effizient zu nutzen.

Vance scheiterte bei erster Verhandlungsrunde

Die erste Gesprächsrunde in Islamabad am 12. April endete ohne Ergebnis. Vance, der damals die US-Delegation leitete, reiste ohne eine Einigung zurück in die Vereinigten Staaten. Das Scheitern wurde von Beobachtern als erste ernsthafte Bewährungsprobe für Vances Amtszeit als Vizepräsident gewertet. Der langjährige Kritiker militärischer Interventionen hatte im Vorfeld versucht, eine dauerhafte diplomatische Lösung auszuhandeln, wie zwei mit den Plänen vertraute Quellen berichteten.

Trotz wochenlanger Bemühungen im Hintergrund gelang es Vance und seinem Team nicht, die angestrebte historische Vereinbarung zu erreichen. Die nun anberaumte zweite Runde findet ohne seine direkte Beteiligung statt, was seine Position in den Verhandlungen deutlich schwächt. Die Sondergesandten Kushner und Witkoff übernehmen die Führung der amerikanischen Seite bei den erneuten Gesprächen.

JD Vance: Vom Kriegskritiker zum Trump-Unterstützer

Vance gilt seit Langem als Gegner militärischer Interventionen im Ausland und hatte zunächst Vorbehalte gegen Angriffe auf den Iran. Als Senator kritisierte er frühere Einsätze der USA im Nahen Osten scharf.

Die Militärschläge gegen den Iran, die Trump am 28. Februar anordnete, sind in der amerikanischen Bevölkerung mehrheitlich unpopulär. Dennoch unterstützt Vance den Konflikt öffentlich. Seine Begründung: Diesmal treffe ein kompetenter Präsident die Entscheidungen.

  • "Wir haben einen klugen Präsidenten, wohingegen wir in der Vergangenheit dumme Präsidenten hatten", sagte er vergangenen Monat im Oval Office.

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/news.de/dpa

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