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Donald Trump: Trump-Wut programmiert - Washington-Denkmal wird zur Baustelle

Donald Trump will offenbar noch ein weiteres US-Bauwerk "verschönern". Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump kümmert sich um "schmutziges Wahrzeichen"
  • "The Don" irritiert mit fragwürdigem Vergleich
  • Donald Trump lässt "ekelhaftes" Becken renovieren
  • US-Präsident bekommt einfach nicht genug

Bei einer Veranstaltung, die eigentlich der Gesundheitsversorgung gewidmet sein sollte, schwenkte US-Präsident Donald Trump plötzlich ab und enthüllte seine neueste Renovierungsobsession. Er hat Pläne für den Lincoln Memorial Reflecting Pool.

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Donald Trump kümmert sich um "schmutziges Wahrzeichen"

Wie ein Clip beim Kurznachrichtendienst X zeigt, pries Donald Trump minutenlang seinen vermeintlich günstigen Deal an, das "schmutzige" Wahrzeichen zu sanieren.

Das zentrale Element seiner Vision: Das historische Becken soll im Blauton (wie in der US-Flagge) gestrichen werden. Mit bemerkenswerter Detailfreude schilderte Trump die Tiefe des Wahrzeichens und seine Verhandlungen mit Swimming-Pool-Unternehmern, die ihm aus früheren Jahren bekannt seien.

"The Don" irritiert mit fragwürdigem Vergleich

Der Präsident nutzte die Gelegenheit, um auf die historische Bedeutung des Ortes hinzuweisen - allerdings mit einer ungewöhnlichen Wendung. Trump erinnerte daran, dass Martin Luther King dort 1963 seine legendäre "I Have a Dream"-Rede vor geschätzten 250.000 Menschen beim March on Washington hielt.

  • "Ich hatte exakt die gleiche Menge, vielleicht ein bisschen mehr", behauptete Trump plötzlich.
  • Er kritisierte Medienberichte, die seiner Inauguration nur 45.000 Besucher zugeschrieben hätten.
  • Der Präsident versicherte, er besitze Fotos sowohl von Kings Versammlung als auch von seiner eigenen.

Donald Trump lässt "ekelhaftes" Becken renovieren

Der Anstoß zur Renovierung kam Trump zufolge von einem deutschen Bekannten, der das Becken als "ekelhaft" bezeichnete. Daraufhin habe der Präsident das Becken selbst inspiziert - "mit Secret Service im Schlepptau" - und sei zu dem Schluss gekommen, es sei "schrecklich" und müsse repariert werden.

Für die Umsetzung griff Trump auf drei Schwimmbad-Unternehmer zurück, die er aus vergangenen Jahren kannte. "Im Laufe der Jahre habe ich [...] wahrscheinlich mehr als 100 Schwimmbäder gebaut", erklärte der ehemalige Immobilienmogul.

Donald Trump bekommt einfach nicht genug

Der 1923 erbaute Lincoln Memorial Reflecting Pool - das größte derartige Becken in Washington - ist lediglich das jüngste Kapitel in Trumps Bemühungen, die Hauptstadt nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Seit seinem Amtsantritt hat der Präsident eine Reihe kontroverser Veränderungen vorgenommen.

Das Oval Office erhielt eine Neugestaltung mit Golddekor, während der Rose Garden des Weißen Hauses gepflastert wurde. Der "Presidential Walk of Fame" mit goldenen Rahmen und kunstvollen Schriftzügen wurde installiert. Besonders kostspielig: der Abriss des East Wing zugunsten eines 400-Millionen-Dollar-Ballsaals.

Zuletzt entsetzte der US-Präsident mit den Plänen, einen Triumphbogen in Washington zu errichten. Der Bauvorschlag erhielt zu einhundert Prozent negative Kommentare - könnte allerdings dennoch gebaut werden. Man könnte sich vorstellen: Bei der Renovierung des Lincoln Memorial Reflecting Pooldürfte die Trump-Wut somit schon programmiert sein.

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