Wladimir Solowjow: Putin-Propagandist pöbelt gegen Ministerpräsidentin Meloni - so reagiert Italien
Putin-Propagandist Wladimir Solowjow fiel im russischen Staatsfernsehen durch heftige Beleidigungen gegen Giorgia Meloni auf. Bild: picture alliance / dpa | Alexander Shcherbak/Tass/Host Ph
Erstellt von Martin Gottschling
23.04.2026 09.44
- Wladimir Solowjow beleidigt Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im russischen Staatsfernsehen
- Rom bestellt russischen Botschafter nach Schimpftirade des Putin-Propagandisten ein
- Meloni will sich nicht einschüchtern lassen und bekräftigt weitere Unterstützung für die Ukraine
Kreml-Propagandist Wladimir Solowjow hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in seiner TV-Sendung übel beleidigt. Der Putin-Freund bezeichnete sie laut "Euronews" unter anderem als "Schande für die Menschheit", "wilde Bestie" und "faschistische Kreatur". Rom reagierte umgehend auf die verbalen Entgleisungen.
Wladimir Solowjow beschimpft Giorgia Meloni - Italien bestellt russischen Botschafter ein
Italiens Außenminister Antonio Tajani sprach auf der Plattform X (vormals Twitter) von"äußerst schwerwiegenden und beleidigenden Äußerungen". Der russische Botschafter wurde einbestellt und eine formelle Protestnote eingereicht. Auch aus der Opposition kamen Solidaritätsbekundungen für Meloni. Parteiübergreifend verurteilten italienische Politiker die vulgären Ausfälle Solowjows.
Die italienische Ministerpräsidentin reagierte gelassen auf die wüsten Beschimpfungen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Getty Images/PA Wire | Tom Nicholson
Putin-Propagandist wütend wegen Italiens Unterstützung für die Ukraine
Hinter Solowjows Wutausbruch stecken laut "Bild" zwei Motive. Zum einen ärgert sich Moskau darüber, dass die rechtspopulistische Regierung in Rom – anders als etwa die AfD, Österreichs FPÖ oder Marine Le Pen in Frankreich – nicht vor Putin einknickt. Italien bekräftigte erst kürzlich erneut seine militärische Unterstützung für die angegriffene Ukraine.
Zum anderen hat der Angriff eine sehr persönliche Komponente: Solowjow besaß mehrere Luxusimmobilien am Comer See, die der italienische Staat kurz nach Kriegsbeginn beschlagnahmte. Aktivisten kippten damals rote Farbe in seinen Pool – ein Symbol für die Mitverantwortung am Blutvergießen.
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