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Wladimir Putin: Peinlicher Vorfall in Moskau - Hacker platzt in geheime Kreml-Konferenz

Ein Geheimtreffen im Kreml wurde gehackt. Bild: picture alliance:dpa:Pool AFP via AP | Alexander Nemenov

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  • Wladimir Putin bloßgestellt durch ukrainischen Hacker
  • Yevhan Volnov platzt ingeheime Kreml-Videokonferenz
  • Hacker enthüllt: Russland steckt in einem verheerenden Drohnen-Dilemma

Ein ukrainischer Hacker hat sich in eine vertrauliche Videokonferenz des russischen Industrie- und Handelsministeriums eingeschlichen. Wie der britische "Daily Star" aktuell berichtet, ging es bei dem Treffen um die Produktion von Kampfdrohnen - ein zentrales Element der russischen Kriegsführung.

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Ukrainischer Hacker platzt in geheime Kreml-Videokonferenz

Der als Yevhan Volnov bekannte Eindringling unterbrach die Sitzung mit derben Beschimpfungen und richtete sich direkt an die anwesenden Kreml-Funktionäre. "Eure Gesichter wurden alle gefilmt, also schaut euch um, meine Herren", soll er die sichtlich überrumpelten Beamten gewarnt haben. Die russischen Offiziellen versuchten hektisch, die Verbindungen zu kappen, während der Ukrainer seine Tirade fortsetzte und mit den Worten "Ruhm den Streitkräften der Ukraine!" schloss.

Hacker enthüllt: Russland steckt in einem verheerenden Drohnen-Dilemma

Bevor der Hacker sich jedoch zu erkennen gab, hatten die Kreml-Beamten bereits unfreiwillig brisante Details zur russischen Rüstungsindustrie offenbart. So hatte sich eine Beamtin laut "Daily Star" nach dem Anteil ausländischer Rohstoffe für die Drohnenproduktion erkundigt, ohne zu ahnen, dass die Konferenz abgehört wurde. Die Antwort fiel ernüchternd aus: Bei elektrischen Komponenten liegt der Importanteil bei 90 Prozent. Kupferdraht werde "ausschließlich in China hergestellt", erklärte die Funktionärin. Auch bei Akkus sei Russland vollständig auf ausländische Rohstoffe angewiesen.

Russland beim Bau von Drohnen auf China angewiesen

Weitere Teilnehmer bestätigten das Dilemma: "Es gibt kein russisches Plastik." Die westlichen Sanktionen haben die heimische Produktion offenbar weitgehend lahmgelegt. Nach dieser Offenbarung, meldete sich der ukrainische Hacker zu Wort und fragte, ob ihn alle hören könnten. Was folgte, war eine Salve vulgärer Beleidigungen gegen die versammelten Kreml-Beamten. Volnov kündigte den russischen Funktionären außerdem weitere unangenehme Überraschungen an. "Es wird noch viel interessanter werden", warnte er. "Überraschungen können völlig unerwartet auftauchen. Bis bald."

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/news.de/stg

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